Urnen des kaiserzeitlichen Gräberfeldes Colbitz (Colbitz)

Lehrprojekt

Im Kooperationsprojekt mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt werden archäologische Funde des kaiserzeitlichen Urnengräberfeldes Colbitz erforscht und konservatorisch-restauratorisch bearbeitet. Bei den Funden handelt es sich um verschieden gestaltete, keramische Gefäße (Urnen) und diverse Beigaben, wie Fibeln, Nadeln, Knochenkämme und Glasperlen.

Erste Schritte beinhalten die grabungstechnische Dokumentation und Bergung der Objekte aus der in-situ Befundsituation. Im Anschluss erfolgt die naturwissenschaftliche Untersuchung (Röntgen, Röntgenfluoreszenz und Thermoanalytik) sowie die restauratorische Bearbeitung der Funde. Hierbei stehen die Reinigung, die Klebung und die Ergänzung der teils stark fragmentierten Urnen im Vordergrund. Auch die anorganischen Beigaben (Glasperlen, Metallfunde) werden im Zuge des Projektes untersucht und konservatorisch bearbeitet. Abschließend werden Maßnahmen der Präventiven Konservierung umgesetzt, u.a. objektgerechte Transport- und Lagerungslösungen konzipiert.

Im Ergebnis des Projektes ist der Erhalt der kulturgeschichtlich bedeutsamen Objekte gesichert und können diese in ihrer Form, Farbigkeit und kulturgeschichtlichen Aussagekraft erschlossen und weiterführend erforscht werden. Die hieraus zu erwartenden Informationen, wie auch die während der konservatorisch-restauratorischen Maßnahmen erschlossenen Daten, stellen einen weiterführenden Baustein zur Erforschung des seit der Frühzeit dicht besiedelten Landes Sachsen-Anhalts dar. Die eng verzahnten Forschungsaktivitäten der Grabungstechnik, Konservierungswissenschaft und Archäologie leisten hierbei einen maßgeblichen Beitrag.

Projektlaufzeit

01.10.2012 - 31.03.2016

Projektleitung

Projektmitarbeiter_innen

Mittelgeber

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Kooperationspartner

  • Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt