Der virtuelle Wettergott von Aleppo

Reliefansicht des Wettergottes im tempel von Aleppo © HTW Berlin/Christoph Eckelt

In vielen Ländern der Welt sind Stätten und Objekte des dortigen Kulturerbes bedroht, etwa von Zerstörungen durch Kriege, Witterungseinflüsse und Naturkastastrophen. Moderne Techniken der Digitalisierung machen es inzwischen möglich auch sehr große Bauwerke wie Tempel und Kirchen samt ihres künstlerischen Inventars zu vermessen und an einem sicheren Ort für Forschende und Kulturinteressierte virtuell wiederauferstehen zu lassen.

Einer dieser Orte ist der Tempel des Wettergottes auf der Zitadelle im syrischen Aleppo aus dem 3. Jahrtausends v. Chr. mit seinen beeindruckenden Reliefs. Er wird seit 1996 von syrischen und deutschen Archäologen sowie von Wissenschaftler_innen anderer Fachrichtungen untersucht.

Der HTW-Game Designer Prof. Thomas Bremer ist einer von ihnen. Sein Team und er haben bereits 2013-2015 ein vollautomatisches Positionier- und Messsystem entwickelt, um kleinere und mittlere Kulturgüter dreidimensional zu erfassen.

Werden wir in Zukunft also statt durch echte Museen mit realen Exponaten häufiger durch virtuelle Ausstellungen schlendern? Und werden Wissenschaftler_innen im virtuellen Raum gemeinsam forschen?

Im Video-Interview mit der Initiative Wissenschaft im Dialog beschreibt der HTW-Forscher Chancen und Perspektiven von Virtual Reality in der Archäologie und Wissenschaftskommunikation.

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