Das Buffet ist eröffnet!

Suchergebnis von picsbuffet für das Wort "Tomate"

Wer online bestimmte Bilder wie beispielsweise knallrote Tomaten sucht, kennt das Phänomen: Man bekommt eine Flut von willkürlich zusammengewürfelten Bildern angezeigt. Daraus das passende Motiv zu finden, ist mühsam. Ein von Wissenschaftlern der HTW Berlin entwickeltes Bildsuchsystem schafft nun Abhilfe. Es erleichtert die digitale Motivsuche mit einem neuem Bildsuchsystem.

„Picsbuffet“ hat das Team um Kai Uwe Barthel aus dem Bereich Visual Computing ihren webbasierten Bildbrowser genannt. Er funktioniert nach einem hierarchischen Suchprinzip wie Google Maps oder Google Earth. Alle Motive erscheinen auf einer Bilderlandkarte. Diese kann explorativ durch Zoomen oder Draggen mit der Maus erkundet werden. Wer gezielt sucht, kann Schlagwörter eingeben, dann wird eine „Region“ mit passenden Ergebnisbildern angezeigt. Einander ähnliche Motive liegen hier nahe bei einander.

Picsbuffet liegt ein neuronales Netzwerk zugrunde. Es analysiert die Bilder bezüglich ihres Inhalts und Aussehens automatisch und beschreibt sie. Anhand dieser Beschreibungen werden alle Motive zweidimensional angeordnet. Dies geschieht mit einer sogenannten Self Organizing Map. Derzeit sind über 830 000 Bilder integriert.

Der innovative Webbrowser wird nun von Pixabay genutzt, dem weltweit größten Anbieter für kosten- und lizenzfreie Bilder. „Eine klassische Win-win-Situation, ich freue mich sehr über die Kooperation“, sagt Prof. Dr. Kai-Uwe Barthel, der die Software mit seinem Team seit vielen Jahren weiterentwickelt. Die Webseite des HTW-Bildsuchsystems hatte bereits am ersten Tag mehr als 3.000 Zugriffe und es gab viel positives Feedback.

Hier können Sie sich selbst ein Bild machen:

  1. So sieht das Picsbuffet-Suchergebnis für „Tomate“ aus
  2. Blog
  3. Visual Computung-Webseite der HTW Berlin

Picsbuffet soll systematisch weiterentwickelt werden. Noch ist es nicht möglich, schnell wechselnde Bildbestände zu managen. Doch das nächste Förderprojekt wurde vom Team schon beantragt. „Die intelligente Bildsuche lässt sich dann beispielsweise auch für den Bereich E-Commerce nutzen“, ist Prof. Barthel überzeugt.