HTW-Wetterstation mit größerem Angebot online

Die Wetterstation der HTW Berlin

Woher weht der Wind und wie heftig? Welche Stärke hatte die Sonne beispielsweise am 31. Januar 2017 und wie lange schien sie? Das kann man nun wieder auf wetter.htw-berlin.de in Erfahrung bringen. Das beliebteste Wetterdatenportal der Region Berlin-Brandenburg, das täglich 8.000 Mal geklickt wird, ist nach einer Wartungspause mit neuen Features und Sensoren wieder online erreichbar. „Wir haben unser Bestes gegeben und das Angebot eines der am häufigsten geklickten Wettermessdatenportale Deutschlands um weitere nützliche Umweltdaten ergänzt“, sagt Prof. Dr. Volker Quaschning, der Solarexperte der HTW Berlin.

Sekundengenau werden nunmehr Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Luftdruck, Lufttemperatur und Sonneneinstrahlung in vielen Facetten aufgezeichnet. Über hochwertige Wetterdaten zu verfügen, ist kein Infotainment, sondern Grundlage für jedwede Forschung und Entwicklung in Sachen Energiewende. Sonne und Wind sind ihre wichtigsten Energiequellen, je genauer deren Verfügbarkeit dokumentiert wird, desto aussagekräftiger geraten die Analysen des künftigen Energiesystems. „Aktuelle Wetterdaten sind aber auch für die Qualifikation des Nachwuchses unverzichtbar“, sagt Prof. Dr. Volker Quaschning. Seit 2010 zeichnen er und sein Team deshalb Wetterdaten auf. Über 50.000 Nutzer_innen griffen seitdem auf das Portal zu.

Für den jetzigen Relaunch wurde die Datenbankstruktur noch einmal für die großen Datenmengen optimiert und um interaktive Darstellungen der Messwerte ergänzt. Das Portal bietet außerdem weitere Sensoren und Messwerte, beispielsweise die Solarstrahlungsmessung auf der geneigten Ebene mit verschiedenen Ausrichtungen oder eine dreidimensionale Windmessung. Der Fokus liegt jedoch weiterhin auf der Vermessung der Sonnenenergie. Weil aktuelle Forschungsfragen rund um das Thema Nutzung der Solarenergie und Energiespeicherung mit den bisher archivierten Minutenmittelwerten nicht mehr zu beantworten sind, wurde die Kalibrierung der Sensoren mit einem Upgrade auf Sekundendaten verknüpft.

„Ich freue mich sehr, dass wir unsere hochwertigen Wetterdaten auch weiterhin frei zur Verfügung stellen können“, sagt Prof. Dr. Quaschning. Damit könnten Forschung und Lehre ihren Teil zur Energiewende beitragen. Möglich wird dies durch die Förderung des Landes Berlin und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Das Wetterdatenportal ist Teil des Projekts PV2City und wurde im Rahmen das Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) realisiert.

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