Corona-Infektionsmeldung und -nachverfolgung

Der Gesetzgeber schreibt in Zeiten einer Pandemie u.a. vor, dass im Falle einer Infektion einer Person sowohl eine Meldung über die Infektion (bzw. einen Verdachtsfall) als auch Informationen über potenzielle Infektionsketten (Wer hatte wann und wie lange Kontakt mit dieser Person?) an die Gesundheitsämter zu erfolgen hat. Die HTW Berlin hat dies für alle Mitglieder der Hochschule (und ggf. Gäste) sicherzustellen. Mögliche einzusetzende Verfahren müssen allerdings auch die Belange des Datenschutzes sowie der informationellen Selbstbestimmung berücksichtigen. Die HTW Berlin bietet neben einer analogen Verfahrensabbildung (Anwesenheitslisten und Meldeformulare) auch eine digital unterstützte Verfahrensabbildung an. Letztere wird durch neue Funktionen im Account-Portal der Hochschule (Self-Service-Funktionen für Studierende, Lehrende, Beschäftigte) unterstützt.

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Ziele

Folgende Ziele sollen erreicht werden:

  • Bestmögliche Unterstützung der HTW-internen Abläufe zur Infektionsmeldung und -nachverfolgung und damit ...
  • ... bestmögliche Unterstützung der Infektionsmeldung und -nachverfolgung durch die Gesundheitsämter.
  • Einhaltung der Datenschutzkriterien, wie
    • Datensparsamkeit
    • Aufbewahrungs- bzw. Löschfristen
  • Keine Arbeitszeiterfassung (zu Kontrollzwecken)
  • Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben (informationelle Selbstbestimmung),
  • Aufbewahrungs-/Löschfristen (14 Tage)
  • zu erhebende Daten (Telefonnummer etc.)

Analoge (bzw. teildigitale) Verfahrensabbildung

Die HTW Berlin stellt derzeit mit unterschiedlichen Verfahren sicher, dass sowohl Anwesenheiten an der Hochschule zeit- und ortsgenau sowie die Basisdaten der Anwesenden erfasst werden (Name, Vorname, E-Mail-Adresse/Postadresse, private Telefonnummer). Hier werden derzeit abteilungsspezifische Lösungen verwendet, rein analoge (Listen), teildigitale (E-Mail/Excel-Tabellen) oder digitale (OX-Anwesenheitskalender). Die Handhabung der Erfassung sowie die Verfahren zur Meldung von Infektionen und Infektionsketten ist äußerst komplex und zeitaufwendig. 

(Einheitliche) digitale Verfahrensabbildung

Die digitale Verfahrensabbildung soll die unter Punkt 2 erwähnten Verfahren durch eine einheitliche Lösung ergänzen bzw. ablösen. Das Account-Portal (bereits bekannt, um u.a. Konfigurationen des eigenen E-Mail-Postfaches vorzunehmen, Passwörter für den eigenen Hochschul-Account zu setzen) wird um zwei Funktionen (unter dem Reiter „Mein Profil“) ergänzt:

Beide Funktionen erreichen Sie gesichert über Ihr Login mit den HTW-Credentials (Account-Name, Passwort) unter dem Reiter „Mein Profil“. Nach der Authentifikation müssen Sie sich beim ersten Mal

  • registrieren. Ihre Basisdaten (Name, Vorname, E-Mail-Adresse) werden dabei vorgeblendet. Bitte ergänzen Sie Ihre private Telefonnummer (vorgeschrieben vom Gesetzgeber).
  • Nach der Registrierung melden Sie per „Check-In“ Ihre Anwesenheit. Dazu wählen Sie den Campus, das Gebäude sowie entweder den Raum (bei Veranstaltungen) oder den Bereich/die Etage aus, in dem Sie sich hauptsächlich aufhalten. Beim „Check-In“ erscheint die Info, wie viele Personen sich außer Ihnen sich im selben Raum/Etage/Bereich aufhalten. Wechseln Sie am gleichen Tag den Campus oder das Gebäude, melden Sie sich per „Check-Out“ ab und in der neuen Lokalität wieder an. Ohne dediziertem „Check-Out“ (Normalfall) erfolgt eine automatische Abmeldung nach 9 Stunden (keine Arbeitszeitüberwachung möglich).
  • „Meine Historie“ zeigt die individuelle Anwesenheitshistorie der vergangenen 14 Tage an.
  • „Meine Daten“ zeigt die individuellen Stammdaten sowie die private Telefonnummer, die Sie an dieser Stelle auch ändern können.
  • „Nachverfolgung“ erlaubt es ausgewählten Nutzer*innen (siehe Informationsfluss bei einer Infektionsmeldung), nach Auswahl einer zuvor per Corona-Infektionsmeldung bekannten Person die potenzielle Infektionskette anhand der Aufenthalte an der Hochschule in den vergangenen 28 Tagen zur Weiterverwendung als CSV-Datei herunterzuladen. Die Datei listet alle Überschneidungen auf, die die infizierte Person mit anderen Personen im selben Raum/Bereich und im selben Zeitfenster gehabt hat.

Datenerfassung bei der Corona-Nachverfolgung

Registrierung
Bevor Sie an der Nachverfolgung teilnehmen können, müssen Sie sich mit Ihren personenbezogenen Daten registrieren. Sofern Sie der permanenten Speicherung dieser Registrierungsdaten nicht zustimmen, werden sie 14 Tage nach dem letzten Check-in gelöscht. Danach müssen Sie sich erneut registrieren.

Nachverfolgung
Die im Rahmen der Nachverfolgung gesammelten Daten werden nach Ablauf von 14 Tagen gelöscht.

Informationsfluss bei einer Infektionsmeldung

Eine Infektionsmeldung ist allen Hochschulangehörigen unabhängig von der Nutzung der Corona-Nachverfolgung möglich. Sofern Sie einem Fachbereich zugeordnet werden können, wird die zuständige Dekanatsgeschäftsführung, die Sicherheitsingenieur*innen (KS) sowie der Präsident (P), Kanzler (K) und Vizepräsident für Lehre (VPL) informiert. Andernfalls werden nur KS, P, K und VPL informiert. Die Sicherheitsingenieur*innen ermitteln und informieren dann die/den Fachvorgesetze*n. Die Daten der Infektionsmeldungen werden nach 7 Tagen gelöscht. Eine Differenzierung nach Test- und Meldedatum findet aktuell nicht statt.