Hinweise zu Prüfungen im Sommersemester 2020

Festlegung der Prüfungsform

Gemäß der Verständigung der Fachbereiche werden die Lehrenden gebeten, die Prüfungsform für das Sommersemester 2020 spätestens bis zum 25.5.2020 (weitere Verlängerung der Frist statt bisher 7.5.2020) festzulegen.

Ein Wechsel der Prüfungsform für den 2. Prüfungszeitraum war nur für das Wintersemester 2019/2020 möglich, dieser Beschluss der Gremien gilt nicht für das Sommersemester 2020.

Sofern es sich um eine Präsenzprüfung handelt, ist der Planungsprozess in diesem Semester besonders komplex, so dass um Verständnis für die spätere Nennung des konkreten Termins gebeten wird.

Regulär können Studierende Anträge auf Nachteilsausgleich bei den Prüfungsausschüssen bis 15.5.20 stellen. Im Falle der späteren Definition der Prüfungsform, werden die Prüfungsausschüsse werden gebeten, solche Anträge in begründeten Fällen bis zum 1. Juni 2020 zu akzeptieren. In begründeten Fällen, kann ein Wechsel der Prüfungsform vom Prüfungsausschuss genehmigt werden. Die Dreissemesterregel ist für das Sommersemester 2020 ausgesetzt.

Mit der Aufrechterhaltung der Kontakt-Beschränkungen ist auch weiterhin zu rechnen. Von Prüfungen mit physischer Präsenz sollte abgesehen werden, wenn die Prüfungen in anderer Form durchgeführt werden können. Es wird gebeten, auf Online-Prüfungsformate zurückzugreifen.

Lehrende werden gebeten, die Prüfungsform für das Sommersemester 2020 spätestens bis zum 25.5.2020 festzulegen.

Ein Wechsel der Prüfungsform für den 2. Prüfungszeitraum war nur für das Wintersemester 2019/2020 möglich, dieser Beschluss der Gremien gilt nicht für das Sommersemester 2020.

Sofern es sich um eine Präsenzprüfung handelt, ist der Planungsprozess in diesem Semester besonders komplex, so dass um Verständnis für die spätere Nennung des konkreten Termins gebeten wird.

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Übersicht und Systematik der Prüfungsformen der HTW Berlin

Eine Modulprüfung kann aus bis zu zwei modulbegleitend geprüften Studienleistungen und/oder einer abschließenden mündlichen und/oder schriftlichen Prüfungsleistung (sog. Modulabschlussprüfung) bestehen. Damit sind also bei Kombination von zwei modulbegleitenden und einer modulabschließenden Prüfung maximal drei Prüfungsleistungen insgesamt zulässig. Abbildung 1 fasst die Möglichkeiten zusammen.

Besteht eine Modulprüfung aus mehreren Prüfungskomponenten, so wird die Modulnote aus den Leistungsbeurteilungen für die einzelnen Komponenten gemittelt, wobei die Gewichtung der einzelnen Teilnoten zu definieren ist. Ergibt sich bei der Berechnung ein Zahlenwert, der exakt zwischen zwei Noten liegt, so ist die bessere Note zu vergeben. Durch die Mittelbildung kann die Modulprüfung insgesamt bestanden sein, auch wenn einzelne Teilleistungen mit der Note 5,0 oder weniger als der Hälfte der erreichbaren Punktzahl bewertet wurden. Zur Vermeidung von Rundungsdifferenzen wird die Vergabe von Punkten empfohlen.

Modulbegleitend geprüfte Studienleistungen

  1. Modulbegleitende Prüfungen (u.a. Referate, Hausarbeiten, Protokolle, Präsentationen) werden i.d.R. während des laufenden Semesters abgenommen.
  2. Werden eine oder mehrere modulbegleitend geprüfte Studienleistungen durch Studierende vor dem ersten Prüfungszeitraum erbracht, so erfolgt die Prüfungsanmeldung durch den oder die Prüfer(in) mit der Notenmeldung.
  3. Modulbegleitende Prüfungsleistungen müssen so definiert sein, dass sie wiederholbar sind – es also zwei Prüfungsmöglichkeiten im gleichen Semester gibt. Das gilt nicht, wenn die StPO des Studiengangs für das Modul explizit nur einen Prüfungsversuch vorsieht, wie z.B. bei „komplexeren Projekten oder Seminaren“, deren wiederholte Erbringung im gleichen Semester nicht möglich ist.
  4. In der Lernplattform Moodle eignet sich zur Umsetzung der Aktivitätentyp Aufgabe - sowohl Zeitpunkt des Sichtbarwerdens der Aufgabenstellung als auch der Zeitpunkt, bis wann eine Lösung eingereicht werden darf, sind konfigurierbar. Eine Eigenständigkeitserklärung kann ebenfalls eingeholt werden.

Modulabschlussprüfungen

Es kann zwischen schriftlichen und mündlichen Modulabschlussprüfungen unterschieden werden. Mündliche Modulabschlussprüfungen werden vor mindestens zwei Prüfer_innen (Kollegialprüfung) oder vor einem Prüfer oder einer Prüferin und einem oder einer sachkundigen Beisitzer_in abgelegt. Eine mündliche Modulabschlussprüfung kann per Videokonferenz durchgeführt werden, an der beide Prüfer(innen) sowie die/der Studierende/n zugeschaltet werden.

Derzeit werden weitere erleichternde Regelungen betreffend der notwendigen Qualifikation der/des Zweitprüfer_in erörtert und zum Beschluss vorbereitet.

Schriftliche Modulabschlussprüfungen sind Klausuren in Schrift- oder in elektronischer Form. Der Begriff der Klausur in elektronischer Form wurde bisher für Klausuren genutzt, die am Rechner On-Campus durchgeführt wurden. Wir sprechen nun von Klausuren in elektronischer Form als „eKlausuren auf Distanz“, weil diese Klausuren am heimischen Rechner von den Studierenden geschrieben werden.

Für das Sommersemester soll möglichst auf Klausuren in Präsenz verzichtet werden. Stattdessen soll auf die anderen Prüfungsformate zurückgegriffen werden. Nach RStPO §10, Abs. 1, Satz 1 gilt: „Schriftliche Modulabschlussprüfungen sind Klausuren in Schrift- und elektronischer Form.“. Die Regularien für Klausuren (z.B. Bearbeitungszeit von 90 bis 180 Minuten) gelten für eKlausuren auf Distanz entsprechend. eKlausuren auf Distanz sind immer Open Book Klausuren.

eKlausur als Form der Modulabschlussprüfung

Lehrveranstaltungen mit Vorlesungscharakter können in beiden Prüfungszeiträumen des Sommersemesters 2020 in Form einer eKlausur auf Distanz geprüft werden. Hierzu kann wie folgt vorgegangen werden:

 

  1. Abstimmung der Prüfungstermine und -zeiten im Fachbereich, um Überschneidungen in den Regelstudienplansemestern zu vermeiden.
  2. Information der Studierenden, über Tag und Uhrzeit sowie Regularien. Studierende werden gebeten, sich im Falle möglicher Nachteilsausgleiche bis zum 15.05.2020 beim zuständigen Prüfungsausschuss zu melden.
  3. Auf kompetenzorientiertes Prüfen sollte bei den Aufgabenstellungen besonders geachtet werden. Eine Zweiteilung in Multiple Choice (Anteil weniger als 50 %! der Modulprüfung) und weiteren schriftlichen Teil mit getrennter zeitlicher Beschränkung und seperater Aufgabenbekanntgabe ist möglich.
  4. Die Einreichung der Lösungen erfolgt über die HTW(!)-Mailadresse oder über Moodle. In beiden Varianten ist die Authentifizierung der/des Studierenden gesichert. Mit jeder Arbeit sollte eine Eigenständigkeitserklärung eingereicht werden.
  5. Um zu vermeiden, dass eine eKlausur auf Distanz entgegengenommen wird, ohne für die fehlende Abgabe (Leistungsverweigerung) eine 5,0 zu erhalten, wie es bei einer Präsensklausur der Fall wäre, wird empfohlen nur diejenigen für die Klausur freizuschalten, die vorab den Prüfungsantritt unter Nutzung des HTW-Accounts erklärt haben.

In Moodle sind eKlausuren auf Distanz sowie andere Prüfungsformen technisch einfach umsetzbar. Der Zeitpunkt des Sichtbarwerdens der Aufgabenstellung als auch der Abgabezeitpunkt sind konfigurierbar. Ein Beispiel einer Umsetzung in Moodle inkl. Eigenständigkeitserklärung usw. finden Sie als Kopiervorlage in diesem Moodle Kurs.

Mündliche Prüfungen per Online-Meeting – als modulbegleitende Prüfung oder als Modulabschlussprüfung

Für die Durchführung mündlicher Prüfungen per Online-Meeting stellt die HTW Berlin eine in Moodle integrierte Web-Conferencing-Lösung namens BigBlueButton zur Verfügung. Die Legitimation der zu prüfenden Person erfolgt durch die Einwahl in Moodle unter Verwendung des Hochschul-Logins sowie die Sichtung des Ausweises und des Studierendenausweises per Webcam zu Beginn des Online-Meetings.

Generell sollte bei mündlichen Modulabschlussprüfungen eine Videofreischaltung zur Identitätsprüfung mit Ausweisfoto zurückgegriffen werden, sofern Prüfling nicht von Person bekannt.

Didaktische Hinweise für alle Prüfungsarten

Passung zu den Lernzielen

Die bereitgestellten Prüfungsoptionen müssen den jeweils für die Lehrveranstaltung bzw. das Modul definierten Lernzielen entsprechen. Die Lernziele sind in der Modulbeschreibung verankert und Bestandteil der Studien- und Prüfungsordnung. Sie können nicht semesterweise angepasst werden.

Technische und organisatorische Umsetzbarkeit im Semesterverlauf garantieren

Die Prüfungsform soll innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne unter Berücksichtigung verfügbarer Technologien und begrenzter personeller Ressourcen umsetzbar sein.

Didaktische Hinweise zu eKlausuren auf Distanz

Prüfungsinhalte

Inhaltlich sollten die eKlausuren auf Distanz weniger auf Faktenwiedergabe und stattdessen stärker auf Anwendung von Fakten z.B. auf Fallbeispiele, auf die eigenständige Auseinandersetzung mit einem Thema, dessen kritische Betrachtung etc. fokussieren. Technisch stehen dafür in Moodle Freitext-Antworten zur Verfügung.

Bewertungskriterien

Da Hintergrund- und Anwendungsfragen, die Auseinandersetzung mit einem Thema und dessen kritische Betrachtung anspruchsvoll sind und außerdem die Sprache eine weitere Barriere sein kann, sollten in Passung mit den Lernzielen der Lehrveranstaltung mögliche zusätzliche Bewertungskriterien in Betracht gezogen werden:

  • Antworten sind sachlich, vorurteilsfrei und neutral formuliert
  • Hypothesen werden begründet
  • Gedankengänge werden prägnant formuliert
  • Argumente werden begründet
  • Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar
  • Probleme werden korrekt analysiert
  • innovative Lösungswege werden aufgezeigt

Hinweis
Der oder die Prüfer_in kann das Absolvieren der eKlausur auf Distanz in englischer Sprache zulassen.