Was tun Frauenbeauftragte?

Diese Frage stellen sich einige Angehörige der HTW Berlin. Eine Plakat- und Postkartenkampagne soll wesentliche Arbeitsfelder der Frauenbeauftragten und des Zentralreferats Frauenförderung & Gleichstellung bekannt machen und bestehende Vorurteile entkräften.

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Berufliche Aufstiegschancen verbessern

Entgegen der Vorstellung, dass Frauen im Beruf nicht mehr benachteiligt sind, sprechen die Statistiken eine andere Sprache. Nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 22% weniger als Männer. Trotz gleicher oder besserer Qualifikation sind sie in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. In Großunternehmen ist nicht einmal eine von zehn Führungskräften eine Frau. An deutschen Hochschulen ist lediglich eine von fünf, an der HTW Berlin eine von vier Professuren mit einer Frau besetzt. Die Frauenbeauftragten beraten Bewerberinnen, begleiten Stellenbesetzungsverfahren und achten auf einen fairen Wettbewerb. Außerdem unterstützen sie

Postkarte Ich habe keinen Nachteil

Diskriminiert Frauenförderung Männer?

Frauenförderung gleicht die historisch gewachsene, strukturelle Benachteiligung von Frauen aus. Ein Mittel zur Behebung heute noch bestehender Ungleichheiten stellen die Landesgleichstellungsgesetze (LGG) dar.
Das LGG Berlin hält fest: „Frauen, die eine zur Ausfüllung der Stelle oder Funktion gleichwertige Qualifikation […] besitzen wie männliche Mitbewerber, sind diesen gegenüber […] solange bevorzugt einzustellen […], bis der Anteil der Frauen in der betreffenden Laufbahn, Berufsfachrichtung, Vorgesetzten oder Leitungsebene und Funktionsstelle der jeweiligen Einrichtung […] mindestens 50 vom Hundert beträgt.“ (LGG §8 (1)) Das kann im Einzelfall bedeuten, dass ein Mann in der Konkurrenz um eine Stelle das Nachsehen hat. Die hauptberufliche Frauenbeauftragte gibt Auskunft über rechtliche und politische Grundsätze der Gleichstellungsarbeit und Auszeichnungen für Gleichstellung an der HTW Berlin.

Postkarte Als Mann werde ich diskriminiert

Sexuelle Diskriminierung

Opfer von sexualisierter Diskriminierung oder Gewalt zu sein, wird von vielen Personen in unserer Gesellschaft als stigmatisierend empfunden. Der aktive Umgang beginnt mit der Anerkennung des Geschehenen und sich dagegen zu wehren. 60 Prozent aller Frauen in Deutschland haben sexuelle Belästigung erfahren, die überwiegende Mehrzahl am Arbeitsplatz oder in der Ausbildung. 35 Prozent aller Frauen sind Opfer von sexueller Gewalt. Die HTW Berlin will Frauen ermutigen, solche Erfahrungen anzusprechen. Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt wird an der HTW Berlin nicht geduldet.

Postkarte Ich bin kein Opfer

Doppelbelastung Familie und Beruf/Studium

Die Doppelbelastung von Beruf oder Studium und Familie ist für viele Menschen in Deutschland - Frauen wie Männer - ein großes Problem. Über ein Drittel der Berufstätigen haben aufgrund beruflicher Verpflichtung zu wenig Zeit für ihre Familie. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann in Deutschland, die ihren Karrierewunsch aufgeben, nennen als häufigsten Grund die doppelte Belastung.
Nicht nur das Großziehen von Kindern, auch die Pflege von Angehörigen ist ein wichtiges Thema. Rund zwei Drittel von pflegenden Berufstätigen empfinden die Kombination von Pflege und Beruf als schwierig. Sie sind überzeugt, dass sie ihre Arbeitszeit vorübergehend zumindest reduzieren müssen. Das Familienbüro der HTW Berlin berät Sie zu Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Studium.

Postkarte Ich bin nicht überlastet