Berufsfeld Hochschule

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Doktorandin werden

Bundesdeutsche Angewandte Hochschulen haben kein Promotionsrecht. FH-Absolventinnen können kooperativ promovieren, das bedeutet, ihre Erstbetreuung ist an einer Universität und ihre Zweitbetreuung an einer FH angesiedelt.

Vor Beginn einer kooperativen Promotion stellen sich zahlreiche Fragen, z.B.: Wie sind die formalen Voraussetzungen und Abläufe? Wie finde ich ein Thema und Erst- und Zweitbetreuer_in? Worauf sollte ich beim Abstimmungsprozess achten? Wie finanziere ich mich? Welche Unterstützungsangebote gibt es seitens der Hochschulen? Wie kann ich Promotion und Familie vereinbaren? Welche beruflichen Chancen bietet eine kooperative Promotion?

Hier erhalten Sie Antworten auf diese und andere Fragen: Infos für Promotionsinteressierte (PDF)

Wenden Sie sich bei Beratungsbedarf gern an Dr. Ulrike Richter, Anlaufstelle für Nachwuchswissenschaftlerinnen.

Lehrbeauftragte werden

Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie die HTW Berlin suchen Lehrpersonal mit Berufspraxis, die ihre Erfahrungen aus der Praxis an die Studierenden weitergeben. Wenn Sie einen Lehrauftrag übernehmen wollen, müssen Sie

  • ein abgeschlossenes, einschlägiges Studium nachweisen,
  • pädagogisch geeignet sein und
  • mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen.

Lehraufträge finden Sie im Stellenmarkt der HTW Berlin. Sie können sich auch an die/ den Studiengangssprecher_in der für Sie in Frage kommenden Studienfächer wenden. Deren Kontaktdaten erhalten Sie im zuständigen Dekanatssekretariat.

Wenn Sie sich für Lehraufträge mit Genderbezug interessieren, können Sie sich von Dr. Jette Hausotter beraten lassen.

Professorin werden

Als Professorin an der HTW Berlin können Sie

  • sehr selbständig arbeiten,
  • lehren und forschen,
  • flexibel arbeiten bei einem gleichzeitig sicheren Arbeitsplatz,
  • Beruf und Familie miteinander vereinbaren.

Wenn Sie die formalen Voraussetzungen für eine Professur erfüllen, Ihr Wissen gerne weitergeben, gerne mit Studierenden arbeiten und in der angewandten Forschung oder einem entsprechenden Berufsfeld tätig sind, steht Ihrer Bewerbung an der HTW Berlin nichts im Wege und Sie haben gute Chancen, zum Probevortrag und zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden, denn

In Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, sind entweder alle Bewerberinnen oder mindestens ebenso viele Frauen wie Männer zum Vorstellungsgespräch einzuladen, sofern sie die in der Ausschreibung vorgegebene Qualifikation für die Stelle oder Funktion besitzen und Bewerbungen von Frauen in ausreichender Zahl vorliegen.

(Landesgleichstellungsgesetz, § 6, Abs. 1)

Aktuelle Ausschreibungen von Professuren finden Sie im Stellenmarkt der HTW Berlin.

Voraussetzungen für eine FH-Professur

Eine Fachhochschulprofessur unterscheidet sich von einer Professur an einer Universität hinsichtlich der formalen Voraussetzungen, des beruflichen Werdegangs sowie des Berufsbildes.

Für eine Fachhochschulprofessur werden fünf Jahre (thematisch möglichst zur Professur passende) Berufserfahrung vorausgesetzt. Davon müssen mindestens drei Jahre außerhalb der Hochschule erworben worden sein, wozu auch Forschungstätigkeiten, sofern sie eben nicht an einer Hochschule durchgeführt wurden, zählen. Gefragt sind „besondere“ Berufserfahrungen, z.B. auf Leitungsebene. Als akademische Qualifikation wird in der Regel eine abgeschlossene Promotion vorausgesetzt. Zudem sind Lehrerfahrungen im Hochschulbereich, vornehmlich an Fachhochschulen, nachzuweisen. Publikationen, Herausgeberschaften, Vorträge oder Tagungsdurchführungen gehören auch bei einer Fachhochschule zur akademischen Reputation, wenngleich diesen Tätigkeiten an Universitäten noch mehr Gewicht beigemessen wird.

Einen Überblick über die formalen Voraussetzungen können Sie hier herunterladen.

Bei Beratungsbedarf können Sie sich an Dr. Sünne Andresen, hauptberufliche Frauenbeauftragte der HTW Berlin wenden. Sie berät Sie, wenn Sie z.B. noch nicht alle Einstellungsvoraussetzungen erfüllen und informiert Sie über die Modalitäten von Berufungsverfahren.

Voraussetzungen für eine Uniprofessur

Eine Professur an der Universität wird in den überwiegenden Fällen durch eine akademische Laufbahn an der Universität angestrebt, also durch fortlaufende berufliche Tätigkeiten im Wissenschaftsfeld. Forschungstätigkeiten werden dabei besonders stark honoriert. Über die Promotion hinaus ist bislang in der Regel eine Habilitation nötig. Es gibt jedoch verschiedene Ausnahmen, so z.B. im künstlerischen Bereich oder in den Ingenieurwissenschaften. Auch für die Juniorprofessur ist eine Habilitation keine Voraussetzung.

Berufsbild Fachhochschulprofessur

Das Berufsbild einer Fachhochschulprofessur unterscheidet sich von jener an der Universität, z.B. in der Gewichtung von Forschung und Lehre: Während die Fachhochschulprofessur üblicherweise 18 Semesterwochenstunden Lehre mit sich bringt und damit die Lehre in den Fokus rückt, ist die Universitätsprofessur mit üblicherweise 9 Semesterwochenstunden Lehrverpflichtung stärker auf die Forschung ausgelegt.

In einem Imagefilm (YouTube) erzählen FH-Professorinnen von ihrem Werdegang und ihrem Berufsalltag.

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