Beschäftigte mit Kind

Die HTW Berlin versteht sich als familienfreundliche Hochschule und möchte es ihren Angehörigen erleichtern, Arbeit und familiäre Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Beschäftigte, die Eltern sind oder werden, stehen vor besonderen Herausforderungen. Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen.

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Wann sollte ich meiner Arbeitgeberin mitteilen, dass ich schwanger bin?

In der Regel erfolgt die Meldung nach der 12. Schwangerschaftswoche, da man ab diesem Zeitpunkt von einer stabilen Schwangerschaft ausgeht. Es ist sinnvoll, die Personalstelle so früh wie möglich zu informieren. Ihr Arzt stellt Ihnen eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin aus. Schicken Sie die Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin an die Personalabteilung. Sofern Sie Gefahren am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, sprechen Sie bitte mit Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt. Gern können Sie sich auch direkt an die Sicherheitsbeauftragten der HTW Berlin wenden.

Muss ich die Zeit für Vorsorgeuntersuchungen während der Arbeitszeit nacharbeiten?

Gemäß § 16 MuSchuG ist eine werdende Mutter für die Vorsorgeuntersuchungen von der Arbeit freizustellen. Dabei darf kein Verdienstausfall entstehen. Um diese Zeit der Vorsorgeuntersuchung einschließlich zusätzlich anfallender Wegezeiten als Arbeitszeit gutgeschrieben zu bekommen, reichen Sie bitte eine Bescheinigung Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes mit dem Arbeitszeitbogen für gleitende Arbeitszeit ein.

Bis wann muss ich arbeiten?

Der sogenannte Mutterschutz umfasst normalerweise 14 Wochen. Er beginnt 6 Wochen vor dem errechneten Termin und endet 8 Wochen nach der tatsächlichen Geburt. Wenn ein Kind früher als errechnet geboren wird, wird die Zeit aus den 6 Wochen vor der Geburt an die 8 Wochen nach der Geburt angehangen, wodurch stets mindestens 14 Wochen erreicht werden. Kommt ein Kind später als geplant, beginnen die 8 Wochen mit dem tatsächlichen Geburtstermin. Bei Frühgeburten (unter 2500 Gramm) oder Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist nach der Geburt auf 12 Wochen. Die Personalabteilung teilt Ihnen in einem Schreiben den Beginn der Schutzfrist mit und informiert gleichzeitig Ihre Krankenkasse und den Sicherheitsbeauftragten der HTW Berlin.

Wer kümmert sich um eine Vertretung?

Die Personalabteilung schreibt die Stelle für den Zeitraum, den Sie wahrscheinlich nicht da sein werden, aus. Damit auch für die Zeit des Mutterschutzes (u.U. auch schon für ein Beschäftigungsverbot) eine Vertretung eingestellt werden kann, muss die Mitteilung der Schwangerschaft mit der Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin an die Personalabteilung möglichst früh erfolgen.

Was geschieht mit meinem Gehalt während des Mutterschutzes?

Die Krankenkasse zahlt Ihnen in dieser Zeit ein Mutterschaftsgeld in Höhe von bis zu 13 Euro pro Tag. Die Differenz zwischen dem Mutterschaftsgeld und dem durchschnittlichen Nettogehalt der letzten drei Monate zahlt Ihnen die HTW Berlin für die Zeit der Schutzfrist als Zuschuss zum Mutterschaftsgeld. Für die Höhe des Zuschusses ist das Nettoarbeitsentgelt maßgebend, das Sie in den letzten drei abgerechneten Kalendermonaten vor Beginn der Schutzfrist erhalten haben (ohne Berücksichtigung von einmalig gezahltem Entgelt). Das Mutterschaftsgeld kann frühestens sieben Wochen vor dem mutmaßlichen Geburtstermin bei der Krankenkasse beantragt werden, da die diesbezügliche ärztliche Bescheinigung frühestens eine Woche vor Beginn der Schutzfrist ausgestellt werden darf.

Wann und wie lange darf ich wieder arbeiten?

Im Anschluss an den Mutterschutz nach der Geburt können Sie rein theoretisch wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sofern Sie als Angestellte Elternzeit in Anspruch nehmen möchten, können Sie diese im Anschluss an die Mutterschutzfrist nehmen. Als anderer Elternteil können Sie Elternzeit direkt nach der Geburt nehmen. Während der Elternzeit können Sie zwischen 15 und 30 Stunden pro Woche arbeiten, ohne den Status der Elternzeit zu verlieren. Daher besteht während dieser Zeit weiterhin das Kündigungsverbot. Die verbindliche Erklärung auf Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn schriftlich bei der Personalstelle eingereicht werden.

Was geschieht mit meinem Gehalt und dem Stufenaufstieg während der Elternzeit?

Während der Elternzeit erhalten Sie kein Gehalt von der HTW Berlin, sofern Sie nicht in Teilzeit arbeiten. Ihnen steht in dieser Zeit Elterngeld als Ersatzleistung zu. Sofern Sie während der Elternzeit nicht arbeiten gehen, ruhen das Arbeitsverhältnis und somit auch der Stufenaufstieg.

Wie errechnet sich das Elterngeld?

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter für eine Dauer von maximal 14 Monaten, wenn sie weniger als 30 Stunden pro Woche arbeiten und weniger als 250.000 Euro (Alleinerziehende) oder 500.000 Euro (Verheiratete/eingetragene Lebenspartner_innen) brutto verdienen. Ein Elternteil muss mindestens zwei Monate und kann höchstens zwölf Monate Elterngeld beziehen. Anspruch auf zwei weitere Monate („Partnermonate“) besteht, wenn ein zweiter Elternteil nicht mehr als 30 Wochenstunden erwerbstätig ist oder aber das Elternteil alleinerziehend ist. Das Elterngeld ersetzt bei einem Voreinkommen von über 1.000 Euro zwischen 65 und 67% des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens des betreuenden Elternteils und beträgt mindestens 300 Euro. Bei Voreinkommen von weniger als 1.000 Euro steigt die Ersatzrate schrittweise auf bis zu 100 Prozent — je niedriger das Einkommen, desto höher die Ersatzrate. Das nach der Geburt gewährte Mutterschaftsgeld wird automatisch auf das Elterngeld angerechnet, sofern Sie Elterngeld ab der Geburt beantragen. Ihren persönlichen Anspruch können Sie mit dem Elterngeldrechner des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berechnen. Dort können Sie auch überprüfen, ob sich das neue ElterngeldPlus, bei dem der Bezugsraum verdoppelt und das monatliche Elterngeld halbiert wird, für Sie lohnt.

Lohnt es sich, während der Elternzeit in Teilzeit zu arbeiten?

Das Elterngeld beträgt immer mindestens 300 Euro pro Monat beim regulären Elterngeld und 150 Euro beim ElterngeldPlus, egal wieviel sie dazu verdienen und solange sie zwischen 15 und 30 Stunden pro Woche arbeiten. Der Kündigungsschutz besteht dabei weiterhin. Hilfestellung bei der Berechnung, wie sich Teilzeitalternativen während der Elternzeit für Sie auswirken, erhalten Sie bei der Personalstelle oder im Familienbüro.

Wird mein befristeter Arbeitsvertrag verlängert?

Generell begründen die Zeit des Mutterschutzes sowie die Elternzeit nicht die Verlängerung eines bestehenden befristeten Arbeitsverhältnisses. Der Arbeitsvertrag endet wie vereinbart auch während der Schutzfristen.

Wie beantrage ich das Kindergeld?

Tarifbeschäftigte der HTW Berlin beantragen die Zahlung des Kindergeldes bei der Familienkasse der HTW Berlin (Ausnahme, wenn die/der kindergeldberechtigte Angehörige eines anderen Mitgliedsstaates der EU, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder von Serbien, Montenegro, Bosnien, Herzegowina, Marokko, Tunesien, Algerien, des Kosovo, der Schweiz oder Türkei ist oder ein nachrangiger Berechtigter wie Ehepartner oder anderes Elternteil). Dazu reichen Sie bitte die Geburtsurkunde für die Beantragung von Kindergeld bei Babette Thomas ein. Die monatliche Zahlung des Kindergeldes erfolgt mit der Gehaltszahlung des oder der Kindergeldberechtigten.

Was passiert, wenn mein Kind krank ist?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Freistellung von der Arbeit zur Pflege und Betreuung ihres erkrankten bzw. pflegebedürftigen Kindes, wenn das Kind jünger als zwölf Jahre oder behindert und hilfebedürftig ist und keine andere im Haushalt lebende Person diese Aufgabe übernehmen kann. Sie haben dann Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit für bis zu 10 Tage pro Kind und Elternteil, maximal jedoch 25 Tage pro Jahr pro Elternteil oder 20 und maximal 50 Tage im Jahr für Alleinerziehende. Dazu reichen Sie bitte eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes (Vorder- und ausgefüllte Rückseite) und einen formlosen Antrag auf unbezahlte Freistellung für die Tage der Betreuung (bitte Tage und Name des Kindes im Antrag benennen) Ihres kranken Kindes ein. Das Krankengeld gemäß § 45 SGB V beantragen Sie bei Ihrer Krankenkasse. Sofern Ihr Kind kurzfristig oder geplant stationär aufgenommen werden muss, wenden Sie sich bitte zeitnah an Ihre Ansprechpartnerin in der Personalabteilung.