
Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten zu Arbeitsbereichen und Themen des Zentralen Referats für Gleichstellung & Antidiskriminierung.
FAQ
Seit Dezember 2023 werden insgesamt 70 WC-Räume an beiden Standorten der HTW Berlin (Frauentoiletten und WC für Alle in allen Gebäuden und auf nahezu allen Etagen) mit Menstruationsartikelspendern ausgestattet. Dadurch können sich Menschen bei Bedarf unkompliziert mit Binden und Tampons versorgen. Finanziert wird dies gemeinsam von der Hochschulleitung, den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sowie dem Allgemeinen Studierendenausschuss. Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben oder uns ein Feedback zur Umsetzung geben möchten, dann schreiben Sie gerne an: Frauenbeauftragte@htw-berlin.de.
WC-Räume für alle Geschlechter gibt es an beiden Standorten. Ein Drittel davon sind rollstuhlgerechte Einzelräume. Damit geht die HTW Berlin einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer inklusiveren und diskriminierungsfreieren Hochschule. Es profitieren diejenigen, die sich in einem ausschließlich für Frauen oder Männer vorgesehenen Raum nicht wohlfühlen – sei es, weil sie sich als trans* oder nicht-binär identifizieren oder weil sie von anderen Menschen bezüglich ihres Geschlechts falsch zugeordnet, angefeindet oder diskriminiert werden. Durch die WC für Alle wird gleichzeitig niemand eingeschränkt, denn sie sind für mehr Menschen nutzbar als vorher – eben "alle". Diejenigen, die keine Unisex-Toilette nutzen möchten, können das auch weiterhin tun, denn Frauen- und Männertoiletten bleiben bestehen.
Wenn Sie Fragen haben oder ein Feedback zu dieser Maßnahme geben möchten, wenden Sie sich gerne an: Frauenbeauftragte@HTW-Berlin.de.
Zudem gibt es eine Webseite mit den Standorten der „WC für Alle“.
Sie können sich jederzeit an die hauptberufliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, ihre zwei Stellvertreterinnen oder an eine der nebenberuflichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit folgenden oder ähnlichen Anliegen wenden:
- Sie interessieren sich für die akademische Selbstverwaltung und wollen wissen, wie Sie sich engagieren können.
- Sie haben einen Konflikt mit Kommiliton*innen, Lehrenden, Kolleg*innen oder Vorgesetzten und wünschen sich ein klärendes Gespräch.
- Sie denken darüber nach zu promovieren und benötigen Einstiegswissen.
- Sie wollen sich auf eine ausgeschriebene Stelle oder Professur bewerben und wollen klären, ob Sie die formalen Voraussetzungen erfüllen.
- Sie sind Betroffene oder Zeug*in eines Vorfalls sexualisierter Diskriminierung und Gewalt und brauchen Beratung und Unterstützung.
- Sie haben Probleme mit der Vereinbarkeit von Studium oder Erwerbsarbeit und Familienverantwortung.
- Sie haben Anregungen für gleichstellungspolitische Aktivitäten an der Hochschule oder suchen Verbündete für feministische Aktionen.
Das Mentoringprogramm ProfIT unterstützt Informatikstudentinnen dabei, sich persönlich weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt im Studium oder im späteren Berufsleben selbstbewusst zu gehen. Im Programm werden Austausch, Orientierung und individuelle Unterstützung angeboten.
Für wen ist das Programm gedacht?
Das Mentoringprogramm richtet sich an:
- Bachelor-Studentinnen ab dem 3. Semester
- Master-Studentinnen
- in einem Informatik-Studiengang an der HTW Berlin
Ziel des Programms
ProfIT begleitet Studentinnen dabei, ihre Ziele zu klären, sich weiterzuentwickeln und den Übergang in Studium oder Beruf gut vorzubereiten.
Weitere Informationen
Webseite ProfIT Mentoringprogramm für Informatikstudentinnen an der HTW Berlin
Die hauptberufliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte berät und unterstützt die Hochschulleitung, die Fachbereiche und alle anderen Hochschuleinrichtungen bei der Umsetzung des gesetzlich verankerten Gleichstellungsauftrags. Sie
- vertritt die Interessen der Frauen bei Stellenbesetzungen,
- wirkt in den Gremien der Hochschule mit,
- entwickelt Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter und Förderung von Frauen,
- informiert über aktuelle Chancengleichheitsprogramme,
- unterstützt Mitarbeiter*innen und Student*innen bei Konflikten,
- berät und unterstützt bei Fällen von sexualisierter Belästigung und Gewalt,
- erstellt Berichte, in denen der Fortschritt bei der Erreichung des Gleichstellungsziels dokumentiert wird,
- entwickelt gleichstellungsfördernde Maßnahmen, u.a. im Rahmen des Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre sowie des Professorinnen-Programms,
- ist zuständig für Maßnahmen der Qualitätssicherung im Sinne von Gender Mainstreaming und der durch Total E-Quality vorgegebenen Standards und
- vertritt die Gleichstellungsbelange der HTW Berlin in den Landesgremien und Bundesgremien der Frauen- bzw. Gleichstellungsbeauftragten.
Die HTW Berlin bekennt sich in ihrem Gleichstellungskonzept 2025-2029 (PDF-Datei) zur substanziellen Chancengleichheit. Dies bedeutet, dass die tatsächliche Gleichverteilung der Erfolgschancen nicht nur unabhängig vom Geschlecht, sondern z. B. auch für Menschen aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen oder unterschiedlichen Alters erreicht werden soll. Das bedeutet, nicht nur gleiche Bedingungen zu schaffen, sondern auch unterstützende Maßnahmen zur Förderung benachteiligter Gruppen zu realisieren.
Für die Hochschule als Ganzes sowie für die Fachbereiche existieren klare Vorgaben, Chancengleichheit umzusetzen. Dafür wird auch ein ökonomischer Anreiz gesetzt: Die Höhe der Finanzmittel, welche die HTW Berlin vom Land Berlin bekommt, hängt u. a. davon ab, welche Gleichstellungserfolge es gibt. Als Leistungsindikator werden hier die Steigerungen beim Frauenanteil an den Professuren herangezogen.
Im Fokus der Gleichstellungspolitik der HTW Berlin stehen die folgenden elf Handlungsfelder:
- Studentinnen gewinnen und zielgruppenspezifisch fördern
- Gender und Diversität in Lehre, Forschung und Hochschulorganisation fördern
- Nachwuchswissenschaftlerinnen und weibliche Lehrbeauftragte auf dem Weg zur HAW-Professur qualifizieren
- Berufungsmanagement professionalisieren und Entgeltgerechtigkeit für Professorinnen herstellen
- Gute Arbeit, Entwicklungsmöglichkeiten und Entgeltgerechtigkeit für Mitarbeiterinnen aus Technik, Service und Verwaltung sicherstellen
- Sexualisierter Diskriminierung und Gewalt vorbeugen und Betroffene wirksam unterstützen
- Demokratische Teilhabe und Mitbestimmung der Geschlechter sichern
- Fürsorgefreundliche Studien- und Arbeitsbedingungen weiterentwickeln
- Vielfalt der Geschlechter fördern
- Hochschulkultur geschlechtergerecht gestalten
- Gleichstellungscontrolling und -monitoring fortschreiben
Zwecks Qualitätssicherung lässt sich die HTW Berlin regelmäßig extern zertifizieren. Ihr wurde 2021 zum siebten Mal das Prädikat "Total E-Quality" verliehen. Die Aktivitäten der Hochschule im Themenfeld 'Entgeltgerechtigkeit' würdigte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes 2018 mit dem eg-check-Zertifikat.
Hochschulen für angewandte Wissenschaften wie die HTW Berlin suchen Lehrpersonal mit Berufspraxis, die ihre Erfahrungen aus der Praxis an die Studierenden weitergeben. Wenn Sie einen Lehrauftrag übernehmen wollen, müssen Sie
- ein abgeschlossenes, einschlägiges Studium nachweisen,
- pädagogisch geeignet sein und
- mehrere Jahre Berufserfahrung vorweisen.
Lehraufträge finden Sie im Stellenmarkt der HTW Berlin. Sie können sich auch an die Studiengangssprecher*innen der für Sie in Frage kommenden Studienfächer wenden. Deren Kontaktdaten erhalten Sie im zuständigen Dekanatssekretariat.
Wenn Sie sich für Lehraufträge mit Genderbezug interessieren, können Sie sich auf unserer Webseite Gender und Diversity in Lehre und Forschung weiter informieren.
Eine Professur an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) verbindet Lehre, Forschung und Praxiserfahrung. Als Professorin an der HTW Berlin arbeiten Sie selbstständig und gestalten Lehre sowie angewandte Forschung aktiv mit. Gleichzeitig profitieren Sie von flexiblen Arbeitsbedingungen, einem sicheren Arbeitsplatz und guten Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.
Welche Voraussetzungen gibt es?
Für eine Professur an einer HAW werden in der Regel folgende Voraussetzungen erwartet:
- eine abgeschlossene Promotion,
- mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in einem passenden Fachgebiet,
- davon mindestens drei Jahre außerhalb einer Hochschule,
- Lehrerfahrung im Hochschulbereich,
- wissenschaftliche Aktivitäten wie Publikationen, Vorträge oder Tagungen.
Besonders wichtig ist praktische Berufserfahrung, zum Beispiel in verantwortungsvollen oder leitenden Positionen. Einen Überblick über die formalen Voraussetzungen sind in dem Leitfaden “Berufsperspektive Professorin an einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Berlin” (PDF-Datei).
Wie läuft die Bewerbung ab?
Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, gerne Wissen vermitteln und mit Studierenden arbeiten möchten, können Sie sich auf eine Professur an der HTW Berlin bewerben.
Frauen werden im Bewerbungsverfahren besonders unterstützt:
In Fachbereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, werden qualifizierte Bewerberinnen bevorzugt zu Bewerbungsgesprächen eingeladen.
Wo finde ich offene Professuren?
Aktuelle Ausschreibungen finden Sie im Stellenmarkt der HTW Berlin:
Gibt es Beratungsmöglichkeiten?
Wenn Sie Fragen zu den Voraussetzungen oder zum Berufungsverfahren haben, können Sie sich unter Frauenbeauftragte@HTW-Berlin.de an die hauptberufliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte wenden. Sie berät Interessierte zu Karrierewegen und Berufungsverfahren an der HTW Berlin.
Wie sieht der Berufsalltag aus?
An einer HAW liegt der Schwerpunkt stärker auf der Lehre als an Universitäten. Professorinnen an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bringen ihre Praxiserfahrung direkt in die Lehre und Forschung ein.
In einem Imagefilm “Professorin werden” auf YouTube erzählen HAW-Professorinnen von ihrem Werdegang und ihrem Berufsalltag.
Weiterführende Informationen
- Informationsportal „Frauen in MINT-Berufen“
- FemConsult – Rekrutierungsportal für Wissenschaftlerinnen
- AcademiaNet – Netzwerk und Portal für Wissenschaftlerinnen
- Deutscher Ingenieurinnenbund e.V. - Stellenportal für Ingenieurinnen
- Empfehlungen zu Care in Wissenschaft und Forschung
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland haben bisher meist kein eigenes Promotionsrecht. Deshalb erfolgt eine Promotion häufig als sogenannte kooperative Promotion: Die Erstbetreuung findet an einer Universität statt, die Zweitbetreuung an einer HAW, zum Beispiel an der HTW Berlin.
Wie starte ich eine kooperative Promotion?
Vor Beginn einer Promotion stellen sich oft viele Fragen, zum Beispiel:
- Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
- Wie finde ich ein passendes Forschungsthema?
- Wie finde ich Betreuer*innen?
- Wie läuft eine kooperative Promotion ab?
- Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
- Wie lassen sich Promotion und Familie vereinbaren?
- Welche beruflichen Perspektiven bietet eine Promotion?
Antworten auf diese Fragen finden Sie in der Informationsbroschüre für Promotionsinteressierte (PDF-Datei).
Sie möchten sich beraten lassen?
Die HTW Berlin unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Beratungs- und Informationsangeboten. Ansprechpartnerin ist die hauptberufliche Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte unter Frauenbeauftragte@HTW-Berlin.de. Bei Informations- und Beratungsbedarf zur kooperativen Promotion können Sie sich an Susan Prejawa wenden.