ERASMUS+ Programm

Die Neue Erasmus+ Programmgeneration 2021-2027 (Start Sept. 2021)
Die Zukunft des Erasmus+ Programms steht ganz im Lichte der Verwirklichung eines Europäischen Bildungsraums und der Adressierung gesamtgesellschaftlicher Herausforderungen Europas. Das neue Programm zielt darauf ab, Chancengleichheit und Zugang, Inklusion, Vielfalt und Fairness in allen Bereichen zu fördern. Mit den weiteren thematischen Schwerpunkten der digitalen Transformation und Nachhaltigkeit soll Erasmus+ einen wesentlichen Beitrag für das künftige nachhaltige Wachstum und den Zusammenhalt Europas leisten. Das Programm fördert zudem die Entwicklung sozialer und interkultureller Kompetenzen und unterstützt eine aktive Bürgerschaft und demokratische Teilhabe.

2021 – 2027 - 26,2 Milliarden Euro & 10 Millionen weitere Auslandsaufenthalte
Die Europäische Kommission bietet den Hochschulen mit der neuen Programmgeneration zahlreiche Möglichkeiten, die europäische und internationale Vernetzung strategisch auszubauen. Dazu steht ein verdoppeltes Budget von über 28 Milliarden Euro zur Verfügung, mit dem 10 Millionen Mobilitäten sowie eine große Bandbreite an Projekten in allen Bildungssektoren ermöglicht werden sollen.

Erasmus+: „Enriching lives, opening minds“
Unter dem Motto „Enriching lives, opening minds“ stärkt Erasmus+ die europaweite Zusammenarbeit in allen Bildungsbereichen. In verschiedenen Programmlinien haben deutsche Hochschulen die Möglichkeit, den internationalen Austausch ihrer Studierenden und ihres Hochschulpersonals zu fördern, Kooperations- und Partnerschaftsprogramme zu etablieren und einen weitreichenden institutionellen Austausch zwischen Hochschulen in Europa und weltweit zu nutzen. Im Erasmus+ Programm nehmen 33 Länder als sogenannte Programmländer teil. Das sind neben den 27 EU-Mitgliedsstaaten auch Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und die Türkei. Zurzeit laufen zudem Assoziierungsverhandlungen mit der Schweiz. Das Vereinigte Königreich nimmt nicht mehr als Programmland teil. Die Maßnahmen der Erasmus+ Programmgeneration 2014-2020 können aber bis zum Ende der jeweiligen Projektlaufzeit grundsätzlich weiterhin gefördert werden. Für die klassischen Mobilitäten ist dies Mai 2023.

Auslandsaufenthalte: europaweit & international
Junge Menschen haben auch weiterhin die Gelegenheit in jeder Studienphase, vom Bachelor bis zur Promotion, mehrmals – bis zu jeweils 12 Monate in Summe – mit Erasmus+ ins Ausland zu gehen. Neu ist die Verkürzung der Mindestaufenthaltsdauer auf 2 Monate für Studienaufenthalte und dass darüber hinaus jede Mobilität im Blended Format durchgeführt werden kann. Flexibles und innovatives Lernen und Lehren wird zudem mit den neuen Blended Intensive Programmes mit physischen Kurzaufenthalten für Gruppen von 5 bis 30 Tagen ermöglicht.Die internationale Öffnung, die Erasmus+ schon in der letzten Programmgeneration insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Incoming-Studierenden vollzogen hat, wird im neuen Programm besonders für Outgoing-Studierende ausgebaut. Bis zu 20 Prozent eines Projektbudgets kann zukünftig für die Mobilität außerhalb der Programmländer (also auch für das Vereinigte Königreich) genutzt werden. Ein zentraler Punkt des neuen Programms ist es, mehr Menschen zu fördern, die bisher keinen oder nur einen erschwerten Zugang zum Programm hatten. Dazu zählen ebenso Menschen mit Behinderung, für die der Zugang vereinfacht werden soll, wie auch Studierende aus weniger auslandsmobilen Fachbereichen, die in Zukunft noch gezielter angesprochen werden. Für die Umsetzung der neuen Maßnahmen werden die Verwaltungskostenpauschalen, die die Hochschulen erhalten, ab diesem Jahr je gefördertem Auslandsaufenthalt erhöht – um 50 Euro (bis zur 100. Mobilität bzw. 30 Euro für jede weitere Mobilität). Zudem erhalten Studierende, die mit einem nachhaltigen Verkehrsmittel zu ihrem Auslandsaufenthalt anreisen, ein Top-Up von 50 Euro und die Anrechnung zusätzlicher Aufenthaltstage auf ihr Stipendium. Die HTW Berlin hat sich mit der erfolgreichen Beantragung der Erasmus Charta for Higher Education (ECHE) als Teilnahmevoraussetzung am Programm den Kernzielen von Erasmus+ verpflichtet.

Die wichtigsten Neuerungen des Programms

• Internationale Dimension
Hochschulen können bis zu 20 Prozent des bewilligten Projektbudgets für die weltweite Mobilität von Studierenden, Praktikant_innen, Dozent_innen und Hochschulmitarbeiter_innen in Richtung der Partnerländer verwenden

• Inklusion und Vielfalt
Das Programm zielt darauf ab, Chancengleichheit, Inklusion, Vielfalt und Fairness in allen Bereichen zu fördern. In diesem Jahr erhalten Teilnehmer_innen mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mehr als 20 und Eltern mit Kind im Ausland monatlich pauschal 250,- Euro zusätzlich. Bei einem Bedarf darüber hinaus besteht für Personen mit einem GdB ab 20 die Möglichkeit der Finanzierung realer Mehrkosten im Ausland.

• Flexibilität
Die Mindestaufenthaltsdauer für Standardmobilitäten wird für Studienaufenthalte von 3 auf 2 Monate verkürzt. Sie beträgt für Studierende und Praktikant_innen nun 2 bis 12 Monate je Studienabschnitt. Ferner können alle Mobilitäten um virtuelle Mobilitätsphasen ergänzt werden.

• Grünes Reisen
Ein Top-up von 50,- Euro sowie die Berücksichtigung von bis zu 4 Reisetagen für die Nutzung nachhaltiger Verkehrsmittel sollen dies in der klassischen Studierendenmobilität unterstützen. Reisekostenpauschalen für alle Mobilitäten sind bei grünem Reisen erhöht.

• Blended Intensive Programmes (BIP)
BIPs können genutzt werden, um gemeinsam mit Partnerhochschulen in Programmländern kurze, intensive Mobilitätscurricula zu konzeptionieren, welche eine physische Kurzzeit-Mobilität von 5 bis 30 Tagen mit einer virtuellen Komponente vereint, die Gesamtdauer der einzelnen BIPs ist nicht begrenzt. Mit einem BIP sind z.B. Sommer- und Winterschulen förderbar.

• Praktika
Praktika für Studierende und Graduierte als zentraler Bestandteil des Erasmus+ Programms erhalten in der neuen Programmgeneration zukünftig ein höheres und europaweit einheitlich festgelegtes Top-up von 150,- EURO pro Monat.

Erasmus-Charta für die Hochschulbildung ECHE/EPS

Jede Hochschuleinrichtung, die am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2021-2027 (hiernach „das Programm“ genannt“) teilnehmen und/oder sich darum bewerben möchte, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission an die HTW Berlin vergeben und beweist, dass wir als Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllen. Einen Auszug der ECHE mit dem European Policy Statement (EPS) finden Sie hier.