Woche der Russischen Sprache 2019

Vom 25. bis zum 30. November 2019 fand die nunmehr seit 10 Jahren einberufene Woche der Russischen Sprache statt. Im Jahr 2019 waren die mehrtägigen Weiterbildungsveranstaltungen dem Thema "Der Erwerb von Russischkenntnissen in verschiedenen Wirkungsbereichen" gewidmet. Die Vermittlung und der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen erfolgt längst nicht mehr ausschließlich in traditionellen Formen wie Schulstunde, Seminar oder sprachpraktische Übung. Als Reaktion auf die Bedürfnisse der Gesellschaft und die Veränderungen, die sich in ihr vollziehen, suchen die Akteure im Bildungsprozess nach Möglichkeiten zur Anbindung der Lerninhalte an die reale Lebenswelt. Exkursionen, Projekte, Betriebspraktika, Theater, Konferenzen – diese und viele andere Tätigkeitsformen ergänzen den unterrichtlichen Lernprozess und richten ihn auf realistische Lebenssituationen aus. In Vorträgen und Workshops wurden interessante praktische Erfahrungen vorgestellt und diskutiert, wie das Russisch lernen unter Berücksichtigung der vielfältigen Gegebenheiten der heutigen Welt motivierend gestaltet werden kann.

Organisatoren der Veranstaltung waren Rossotrudnitschestvo (Moskau), das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, die Russische Universität für Völkerfreundschaft Moskau, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und der Berliner Russischlehrerverband als Mitglied im Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Berliner Senatsverwaltung und die Stiftung „Russkij Mir“. Die Veranstaltung richtete sich an Lehrkräfte für Russisch als Fremdsprache und als Herkunftssprache, an das Leitungspersonal von Bildungseinrichtungen, an Beamte, die auf dem Gebiet der Bildung tätig sind, und an alle Interessenten und Liebhaber der russischen Sprache. Im Laufe der Konferenzen und Workshops wurden Fragen zur modernen Gegenwartssprache Russisch und zur bilingualen Bildung diskutiert sowie Best-Practice-Beispiele aus dem Russischunterricht an Grund- und Hochschulen vorgestellt. Die Veranstaltungen fanden im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin statt. Angeboten wurden Hospitationen und gemeinsame Schulstunden in bilingualen Berliner Bildungsstätten, u. a. auch in den Einrichtungen des Lichtenberger Netzwerkes für bilinguale deutsch-russische Bildung und Kultur: Kindertagesstätte Römerweg, Grundschule Lew Tolstoi, Europaschule Mildred Harnack. Die Woche der Russischen Sprache ist von den Ministerien der Bundesländer als Fortbildungsveranstaltung für Russischlehrkräfte offiziell anerkannt.

Im Rahmen der feierlichen Eröffnungsveranstaltung in der Botschaft der Russischen Föderation am 26. November 2019 hat sich der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Herr Sergej Netschajev, mit einem Grußwort an die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Veranstaltung gewandt. Verdiente Vermittler der russischen Sprache wurden für ihre langjährige engagierte Arbeit mit Auszeichnungen der Rossotrudnitschestvo geehrt. Mit Spannung erwarteten die aus den verschiedensten Bundesländern der BRD anreisenden Russischlehrkräfte die Vorträge ihrer Kollegen und Kolleginnen aus Russland, Deutschland und anderen europäischen Ländern. In den Workshops wurden Fragen aus der Praxis beleuchtet, Erfahrungen über Projekte, welche die Motivation am Erlernen der russischen Sprache und an der Vertiefung vorhandener Russischkenntnisse weckten, ausgetauscht. Vorgestellt wurde das erweiterte Testsystem ТРКИ für Wirtschaft und Business (HTW Berlin, Kuban-Universität Krasnodar, Russische Universität für Völkerfreundschaft Moskau).

Projektlaufzeit

25.11.2019 - 30.11.2019

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Rossotrudnitschestvo (Moskau)
  • Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF)
  • Stiftung „Russkij Mir“
  • Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur Berlin
  • Russischlehrerverband Berlin

Homepage

https://www.russisches-haus.de/kopiya-nedelya-russkogo-yazyka?lang=de