Hemke, Felix

Arbeitstitel

Integration von Usability-Methoden in Softwareentwicklungskonzepte zur Verbesserung der betrieblichen Nachhaltigkeit

Betreuung

Prof. Dr. rer. pol. habil. Hans-Knud Arndt, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg; Prof. Dr.-Ing. Bernhard Preim, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg; Prof. Dr. Volker Wohlgemuth, HTW Berlin

Abstract

Ein Produkt, das besser auf die Erfüllung der Käuferwünsche ausgerichtet ist, weist in der Regel eine höhere Nutzungsdauer auf und wird erst später durch ein vermeintlich besseres ersetzt. Damit liegt ein direkter Zusammenhang zwischen der Usability eines Produkts und seiner Sustainability (Nachhaltigkeit) vor. Der Mensch rückt zwar durch zunehmende Digitalisierung und Automatisierung aus dem Mittelpunkt der Arbeitswelt - Arbeit, die in der Vergangenheit allein durch Menschen erledigt wurde, wird zunehmend durch IT-Systeme und vernetzte Maschinen erledigt - jedoch ist nach wie vor der Mensch für die Konfiguration, Administration und Nutzung dieser Systeme verantwortlich. Somit gibt es einen Wandel des traditionellen Verständnisses von Ergonomie am Arbeitsplatz. Während früher alleine die Ausgestaltung des Arbeitsplatzes (Bewegungsfreiheit, an den Körper angepasste Arbeitsprozesse etc.) im Mittelpunkt der Ergonomieforschung stand, widmet sich diese zunehmend der Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit von Software am Arbeitsplatz. Entscheidend für den Menschen sind die Schnittstellen zur Interaktion mit der Technik.

Die Integration von Usability in eine Software führt dazu, dass diese effektiver, effizienter und zufriedenstellender eingesetzt werden kann. Folglich werden von den drei Säulen der Nachhaltigkeit, die ökonomische und soziale direkt positiv beeinflusst. Es stellt sich letztlich die Frage, in welchem Zusammenhang die dritte Säule der Nachhaltigkeit mit der Software-Usability steht. Lässt die Integration von Usability-Engineering Unternehmen ökologisch nachhaltiger wirtschaften, und wenn ja, wie? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Usability und ökologischer Sustainability?

Die Arbeitsthese der Promotion lautet deshalb: Die Stärkung der Usability einer Software macht diese auch aus ökologischer Sicht nachhaltiger. Es soll mittels mehreren Fallstudien die These geprüft und anschließend ein Konzept zur weiteren Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens im Software-Engineering erarbeitet werden. Hierbei spielen eine Reihe von Faktoren, wie z. B. eine ganzheitliche ökologische Betrachtung des Lebenszyklus von Software und der sog. Rebound-Effekt, eine wichtige Rolle.