Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen

„Transfer im Fokus“ heißt ein neues Format der HTW Berlin, das im Sommersemester 2020 an den Start geht. Konzipiert hat es die Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring. Im Interview verrät sie mehr über ihre Pläne.

Transfer ist ein schillernder Begriff, im Fokus steht er an der HTW Berlin bis dato nicht. Haben Sie das Format deshalb kreiert?
Prof. Dr. Molthagen-Schnöring:
Auch deshalb. Transfer kann tatsächlich sehr unterschiedlich definiert und gelebt werden kann. Deshalb will ich hochschulweit dafür sensibilisieren, dass die HTW Berlin Transfer in einem sehr umfassenden Sinn versteht. Dazu können größere und kleinere Forschungsprojekte genauso gehören wie Abschlussarbeiten, aber auch eine Gründungsidee, ein AWE-Kurs oder ein Studien-Projekt.

Was muss man sich unter „Transfer im Fokus“ genau vorstellen?
Prof. Dr. Molthagen-Schnöring:
Wir starten mit dem Format im April 2020, man kann sich also zeitlich gut darauf einstellen. Alle, die sich im Sommersemester 2020 in Forschung, Gründung oder Lehre mit einem gesellschaftlich relevanten Zukunftsthema beschäftigen, können ihre Projekte und Ideen bis 16. Dezember 2019 per E-Mail einreichen. Wichtig ist eine interdisziplinäre Herangehensweise und eine praxisrelevante Fragestellung. Bei einem Transfer-Networking-Event im Januar stellen die Beteiligten ihre Ideen vor, lernen sich gegenseitig kennen und vernetzen sich, wenn nötig. Im Sommersemester setzen die Beteiligten dann ihre jeweiligen Ideen um. Diese Aktivitäten werden wir kommunikativ begleiten, es wird gemeinsame Veranstaltungen und Workshops geben sowie am Semesterende eine Präsentation der Ergebnisse im öffentlichen Raum. 

Den Auftakt macht das Thema „Nachhaltiger Konsum & nachhaltige Produktion“. Warum?
Prof. Dr. Molthagen-Schnöring:
Nachhaltigkeit ist zweifelsohne ein besonders wichtiges Thema und steht angesichts der Debatten über den Klimawandel im Augenblick stark im Fokus der Aufmerksamkeit. Wir sehen hier zudem zahlreiche Anknüpfungspunkte für unsere Lehrenden und Studierenden, die sich in unterschiedlichsten Disziplinen mit gesellschaftlich relevanten Zukunftsthemen beschäftigen. Daran wollen wir anknüpfen und diesen Transferaktivitäten eine neue Plattform bieten. In den kommenden Semestern folgen weitere Themen und die Auswahl passiert nicht in meinem stillen Kämmerlein, sondern darüber wollen wir hochschulweit diskutieren.

Was versprechen Sie sich von dem Format?
Prof. Dr. Molthagen-Schnöring:
Ich verspreche mir eine größere Sichtbarkeit unserer Transferaktivitäten, sowohl innerhalb der Hochschule als auch nach Außen. Die Vielfalt soll sichtbar werden und darüber eine klarere Vorstellung von Transfer entstehen. Außerdem möchte ich die gegenseitige Vernetzung fördern.

Mehr Informationen zu dem Format "Transfer im Fokus" finden Sie auf der Webseite.

Die Fragen stellte Gisela Hüttinger/Transfer- und Projektkommunikation
Foto: HTW Berlin/Maria Schramm