HTW Berlin verleiht den ersten Transferpreis

Transfer ist ein schillernder Begriff: Im Profifußball wird er besonders oft verwendet, auch Geld kann transferiert werden, nämlich ins Ausland, und Hotelgäste zum nächsten Flughafen. Wenn die HTW Berlin 2020 zum ersten Mal einen Transferpreis verleiht, dann ist der Transfer von Wissen im weitesten Sinn gemeint. „Wir pflegen seit vielen Jahren ein sehr breites Verständnis von Transfer“, sagt Prof. Dr. Stefanie Molthagen-Schnöring als zuständige Vizepräsidenten für Forschung und Transfer. Gemeint sind damit unterschiedlichste Formen der Vermittlung und Verbreitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, innovativen Technologien und Forschungsergebnissen.

Von Transfer spricht man, wenn zwei Wirtschaftswissenschaftler das Berufsbild einer wenig beachteten Branche weiterentwickeln, wie Prof. Dr. Julia Schwarzkopf und Prof. Dr. Kai Reinhardt im Projekt TRANS-SUSTAIN. Unter Transfer lässt sich der Aufbau einer lebendigen Gründungskultur subsumieren. Und um Transfer handelt es sich, wenn auf Einladung der Hochschule 100 Gäste unter dem Motto „Spree Talk“ über Zukunftsthemen diskutieren. Dies sind nur drei Beispiele des Transfergeschehens an der HTW Berlin, das vom Stifterverband 2019 in einem Audit explizit gelobt wurde. Wie vielfältig es ist, wurde zuletzt im Sommersemester in der Reihe „Transfer im Fokus“ deutlich. Die Beiträge können Sie hier nachlesen.

Herausragende Aktivitäten will die HTW Berlin ab sofort belohnen. „Mit dem neu geschaffenen Transferpreis wollen wir jene Professor_innen auszeichnen, die sich besonders erfolgreich um Transfer kümmern“, sagt Prof. Dr. Molthagen-Schnöring. Sei es, dass die Wissenschaftler_innen sich um strategische Kooperationen zu Praxispartnern in Lehre und Forschung verdient gemacht haben, öfter Patente für ihre Innovationen anmelden, neue Formate für ein Publikum jenseits der Scientific Community kreieren oder sich in der Zivilgesellschaft bzw. im Bezirk engagieren. 

Der neue Transferpreis ist mit 4.000 Euro dotiert und wird 2020 zum ersten Mal vergeben. Er ergänzt die drei Auszeichnungen, die es an der HTW Berlin seit vielen Jahren gibt, als da wären

Für den Transferpreis können Professor_innen der HTW Berlin entweder vorgeschlagen werden – vorschlagsberechtigt sind alle Hochschulmitglieder, auch Studierende - oder sich selbst bewerben. Deadline für die Einreichungen ist der 28. September 2020. Bis dahin müssen die Vorschläge bzw. die Initiativbewerbung bei der Vizepräsidentin für Forschung und Transfer eingegangen sein. Weitere Informationen über die Bewerbungsmodalitäten finden Sie auf der Webseite.

Die Entscheidung trifft ein Preiskomitee. Ihm gehören Prof. Dr. Molthagen-Schnöring als Vizepräsidentin für Forschung und Transfer, der/die Leitung des Zentralreferats KONTAKT sowie Dr. Dagmar Simon, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der HTW Berlin und Geschäftsführerin der Evaconsult GbR, an. Hinzu gesellen sich Claudia Heller, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Kooperation Wäschepflege" (FB 5) sowie ein Alumnus/eine Alumna der Hochschule.