Initiative Campus 2022

Die HTW Berlin hat in der COVID-Pandemie einen deutlichen Schub in Richtung Digitalisierung erfahren. In ihrem Papier "Initiative Campus 2022" [PDF] stellt die Hochschulleitung nun konkrete Pläne für die weitere Hochschulentwicklung vor. Das Ziel: Präsenz- und Onlinebetrieb sollen organisch ineinandergreifen — in Lehre, Forschung und Verwaltung. Die HTW Berlin ist und bleibt aber eine Präsenzhochschule.

Geplant sind u.a.:

  • Personelle Aufstockung im Bereich Studium und Lehre (u.a. in den Fachbereichen, im Team "Academic Services" des Hochschulrechenzentrums sowie in der Studierendenberatung)
  • Investitionszuschüsse für die Fachbereiche von bis zu 25 Prozent
  • Verbesserung der Raum- oder Technikausstattung zur Unterstützung moderner Lehre
  • Erhöhung der Aufenthaltsqualität für Studierende (u.a. Ausbau der Außenanlagen, Einrichtung eines Studierendenhauses auf dem Campus Treskowallee, moderne Studiengangsräume im TGS als Ersatz für das Peter-Behrens-Haus)

"Natürlich können insbesondere die baulichen Pläne nicht vollständig bis 2022 umgesetzt werden", so HTW-Präsident Carsten Busch. "Aber wir gehen davon aus, dass in 2022 Vieles für uns alle bereits sichtbar und live erlebbar wird, während 2021 eher ein Jahr des Übergangs wird, in dem wir leider noch überwiegend digital und distanziert unterwegs sein müssen."

Das gesamte Paket hat einen Umfang von zusammen ca. 11 Millionen Euro. Viele der Maßnahmen sind finanziell im Strukturplan vom Dezember 2019 finanziell hinterlegt. Zusätzlich werden Mittel wie etwa aus dem "Virtual Campus" des Landes Berlin sowie weitere Förderprogramme zur Finanzierung genutzt. Das Maßnahmenpaket nutzt also bereits vorhandene Finanzierungsstrukturen und ist im Einklang mit den Gremienbeschlüssen insbesondere zum Hochschulentwicklungsplan [PDF] gestaltet. Wo doch Anpassungen erforderlich sind, werden diese natürlich abgestimmt.

Wie die Maßnahmen in der Treskowallee zur 1Campus-Strategie der Hochschule passen, erörtert Carsten Busch folgendermaßen: "Der Berliner Senat hat sich 2020 zweimal mit der Konzentration der HTW Berlin an der Spree befasst und dafür ausgesprochen. Zuletzt haben sich bei der Sitzung des Wissenschaftsausschusses am 11. Januar diesen Jahres alle Parteien positiv zur Standortkonzentration geäußert — die Regierungsparteien ebenso wie die Opposition. Also spricht einiges dafür, dass es noch in diesem Jahr echte Entscheidungen und Umsetzungsschritte geben könnte. Dessen ungeachtet wird die Treskowallee für noch einige Jahre Standort der HTW Berlin sein. Also brauchen wir auch dort bauliche Verbesserungen und werden sie auf den Weg bringen."