Nachhaltige Mobilität in der Fahrzeugtechnik

Um der Herausforderung einer nachhaltigen Reduktion des CO2-Ausstoßes im Verkehrssektor zügig zu begegnen, sind mehrere Wege parallel zu beschreiten. Neben der Erhöhung des Marktanteils batterieelektrischer Fahrzeuge sowie der Einführung erneuerbar hergestellter Kraftstoffe für den Altfahrzeugbestand kommt hierbei auch dem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Mobilität – insbesondere im Nutzfahrzeugbereich – eine große Bedeutung zu. Durch seine gute Speicherfähigkeit kann Wasserstoff dabei auch zum Ausgleich von Netzschwankungen bei hohen Elektrifizierungsquoten wesentlich beitragen.

Um die Laborversuche in diesem Bereich der Lehre im Studiengang Fahrzeugtechnik der HTW Berlin anschaulicher zu gestalten, wurde die vorhandene E-Fahrzeugflotte vor Kurzem um ein Brennstoffzellenfahrzeug ergänzt. Hierbei handelt es sich um einen Toyota Mirai – eines der ersten wasserstoffbetriebenen, emissionsfreien Elektrofahrzeuge, die in Serie gebaut werden. Das Fahrzeug vereint die Vorteile von konventionellen Elektroautos im Hinblick auf die Emissionsfreiheit mit den Vorteilen verbrennungsmotorischer Antriebe hinsichtlich Reichweite und Nachtankzeit: Das Fahrzeug emittiert ausschließlich Wasserdampf und hat für eine Reichweite von circa 500 km eine Nachtankzeit von nur circa 3 Minuten.

Mit der Beschaffung des Fahrzeugs wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der HTW Berlin mit der Motor Company Fahrzeugvertriebsgesellschaft aus Berlin fortgesetzt. Die Motor Company hat auch in der Vergangenheit bereits Toyota-Brennstoffzellenfahrzeuge für eine Vorstellung im Rahmen der Lehre zur Verfügung gestellt und die Darstellung der thermodynamischen und fahrzeugtechnischen Grundlagen um wesentliche Informationen zu Betrieb und Wartung der Fahrzeuge aus der Praxis ergänzt. Die Einbindung des neuen Fahrzeuges in der Lehre stellt ein weiteres, kleines Mosaiksteinchen für mehr Nachhaltigkeit in der individuellen Mobilität dar und folgt damit den hohen ökologischen Ansprüchen der HTW Berlin.