Neue Förderprojekte

 

An der HTW Berlin sind acht neue Förderprojekte gestartet.

  • Im Projekt TimeLis entwickelt Prof. Dr. Andreas Bartelt (FB 1) gemeinsam mit dem Berliner Produktentwickler Becker & Hickl GmbH ein zeit- und spektralaufgelöstes Lumineszenz-Imaging-System mit neuen Funktionalitäten, die bei der Herstellung von Solarzellen, LEDs, Displays und Detektoren von besonderem Interesse sind. Das zu entwickelnde multidimensionale Lumineszenzmikroskop wird speziell auf die Untersuchung von funktionalen Perowskit-Materialien zugeschnitten werden, die in den letzten Jahren v.a. für zukünftige Solarzellen an Bedeutung gewonnen haben. Das Projekt wird aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie finanziert.
  • Prof. Dr.-Ing. Frank Fuchs-Kittowski (FB 2) arbeitet im Projekt NieTro_2 an der Implementierung eines Entscheidungshilfe-Systems für den Umgang mit Niedrigwasser und Trockenheit. Dafür wird ein landesweites Modell des Wasserhaushalts erstellt und mit Daten des Deutschen Wetterdienstes versorgt. Hauptaufgabe der Forschungsgruppe von Prof. Fuchs-Kittowski ist dabei die Entwicklung innovativer mobiler Anwendungen mit Machine Learning, Mobile Sensing und Augmented Reality für unterschiedliche Nutzergruppen, um diese für Klimawandel (insb. Niedrigwasser und Trockenheit) zu sensibilisieren sowie bei der Erhebung von Daten für die hydrologischen Modelle zu unterstützen. Das Projekt wird gefördert aus dem Modernitätsfonds des Bundeministeriums für Verkehr und Infrastruktur.
  • Bei der Entwicklung und Erprobung einer KI-gestützten Kompetenzmanagement-Plattform unterstützt Prof. Dr. Kai Reinhardt (FB 3) als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats den Projektverbund REGIO-learn. Ziel des Projektes ist der Aufbau einer durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützten Online-Plattform, die es kleinen und mittelständischen Unternehmen erleichtert, die Kompetenzen ihrer Beschäftigten individuell weiterzuentwickeln. Am Projektverbund beteiligt sind neben dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e. V. und der IAD GmbH auch die Continental AG sowie die SWE Service GmbH. REGIO-learn ist einer von bundesweit 39 Weiterbildungsverbünden, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert werden, um den Wandel der Arbeitswelt durch die Qualifizierung von Beschäftigten zu unterstützen.
  • Prof. Dr. Katja Ninnemann (FB 2) und Prof. Dr. Susanne Geister (FB 3) starten im Januar 2022 mit vier europäischen Universitäten aus Österreich, Italien, Litauen und Türkei das EU-Projekt NIILS – New Approaches for Inclusive Informal Learning Spaces. Ziel des Projektes ist die Untersuchung und Förderung technologieintegrierter informeller und inklusiver Lernumgebungen in der Hochschulbildung, um den Wissenserwerb und das Wohlbefinden von Lernenden zu verbessern. Neben länderspezifischen Kontextanalysen werden Erfahrungen und Bedürfnisse von differenzierten Nutzer_innen- und Stakeholdergruppen aufgenommen, um relevante Orte und Strukturen für informelle Lernprozesse zu mappen und Handlungsstrategien für Hochschulen ableiten zu können.
  • Die Schlafforschung ist das Anwendungsbeispiel im Projekt SouveMed. Mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg und dem Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe ein Datentreuhandmodell entwickelt, mit dessen Hilfe klinische Daten sicher geteilt werden können. Das an der HTW Berlin (CBMI) angesiedelte Teilprojekt unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Piotr Wojciech Dabrowski (FB 4) befasst sich dabei mit der Weiterentwicklung des in den Projekten deep.HEALTH (unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Herta und Prof. Dr. Peter Hufnagl) und deep.TEACHING (unter der Leitung von Prof. Dr. Gefei Zhang) ebanfalls am CBMI konzipierten Container-Frameworks „Curious Containers“ zur reproduzierbaren Forschung. Durch eine sichere Datenkapselung sollen Analysen unter Verwendung von Daten aus der Schlafforschung unter Wahrung der Patientenrechte im Rahmen eines Datentreuhandmodells ermöglicht werden.
  • „Global Women in Engineering and IT“ ist das Thema eines neuen vierjährigen Förderprojekts von Prof. Dr.-Ing. Helen Leemhuis gemeinsam mit Prof. Dr. Juliane Siegeris und Prof. Dr.-Ing. Ute Dietrich (alle FB 4). Ziel ist die Förderung von Frauen in den MINT-Fächern bei gleichzeitiger Stärkung der internationalen Zusammenarbeit in Lehre und Forschung unserer Hochschule. Projektpartner sind die University of Technology in Sydney und die Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien. Basierend auf neuen internationalen Studienformaten soll das internationale Lehrangebot im Bereich Ingenieurwesen und Informatik ausgeweitet werden und als Muster für den Aufbau weiterer Hochschulkooperationen und den Anschluss anderer Fächergruppen dienen. Im Zentrum des Projektes steht die Einführung einer jährlich stattfindenden kooperativen Summer School an der HTW Berlin und bei den Projektpartnern sowie die Einführung von kooperativen Abschlussarbeiten und Promotionen. Das Projekt wird mit über 760.000 Euro vom DAAD gefördert.
  • Prof. Dr. Thomas Schenk (FB 5) erstellt mithilfe einer Förderung der Gerda-Henkel-Stiftung aus dem Programm Patrimonies eine Datenbank zur Verwaltung aller Objekte des Nationalmuseums in Aleppo. Die syrische Antikenverwaltung, die Direction générale des antiquités et des musées (DGAM), will die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt auch für andere syrische Museen nutzen. Das Vorhaben zielt darauf ab, eine unter den Bedingungen des Landes funktionsfähige Datenbank zu entwickeln, in der Praxis möglichst umfangreich bereits mit Daten zu versehen, sowie die syrischen Partner bei der Eingabe zu schulen und bei allen Prozessen zu unterstützen. Das Projekt initiiert hatte Prof. Dr. Kay Kohlmeyer.
  • Eine Förderung des Auswärtigen Amts erhalten Prof. Dr. Susan Kamel und Prof. Dr. Tobias Nettke (beide FB 5) für die Weiterführung des Anfang 2021 begonnenen Projekts TheMuseumsLab. Thema des Projekts ist die Zukunft von Museen in Afrika und Deutschland. Projektpartner sind das Museum für Naturkunde Berlin und die University of the Western Cape in Kapstadt, Südafrika.