Neue Forschungsprojekte an der HTW Berlin

Das Institut für angewandte Forschung (IFAF) Berlin hat in der neuen Förderlinie IFAF TRANSFER fünf Projekte bewilligt. Die Vorhaben schließen an vorangegangene IFAF-VERBUND-Projekte an mit dem Ziel die gewonnenen Ergebnisse in die Praxis zu übertragen. Gefördert werden die Implementierung von Prototypen, die Entwicklung und Einführung von Demonstratoren, die Implementierung neuer Prozesse bzw. Verfahren sowie innovative Disseminationsstrategien. Die Förderung umfasst bis zu 150.000 Euro bei zwölf Monaten Laufzeit und optional eine Lehrermäßigung von 4 Semesterwochenstunden.

An der HTW Berlin werden in den nächsten Monaten diese Projekte starten:

Software-Applikation zur Steuerung der Paketzustellung (App-SteP)
Das IFAF-VERBUND-Projekt "KOPKIB"mit der HWR Berlin hat in einem Feldversuch bewiesen, dass eine kundenorientierte und nachhaltige „Letzte-Meile“-Logistik im urbanen Raum möglich ist. Um diese Prozesse wirtschaftlich umsetzen zu können, ist eine Software-Applikation zur Abstimmung von Zeitfenstern für den Paketempfang sowie zur Steuerung der operativen Prozesse (Lagerverwaltung, Tourenplanung) ein entscheidender Baustein. Ziel des Projekts, das unter der unter der Leitung von Prof. Dr. Stephan Seeck und Prof. Dr. Birte Malzahn (beide Fachbereich 4) läuft, ist die Entwicklung und Erprobung einer Software-Applikation (iOS, Android, Webnutzung).

Demonstrator zur Herstellung und Netzeinspeisung von Methangas aus Biogas (BioMethPow)
In dem Projekt wird der praktische Einsatz einer Demoanlage zur direkten Umsetzung von Biogas zu Methangas, das ohne weitere Aufbereitung in das bestehende Erdgasnetz eingespeist und anschließend verstromt werden kann, in einer realen Biogasanlage erprobt und ihre Funktionstüchtigkeit nachgewiesen. Dazu werden geeignete Gasreinigungsverfahren in den Prozess integriert, alle Prozessschritte in einer Demoanlage zusammengeführt und Katalysatoren und Membranen unter praktischen Bedingungen auf Ihre Leistungsfähigkeit getestet. Zugrunde liegt das IFAF VERBUND-Projekt mit der Beuth Hochschule KatMethCon. Von HTW Berlin Seite sind Prof. Dr. Asnakech Laß-Seyoum und Prof. Dr. Mirko Barz (beide Fachbereich 1) beteiligt.

Exoskelette nach dem Prinzip elastischer Insektenlokomotion -Prototyping- (EPI-P)
Im Projekt EPI-P werden die Funktionsmuster des Knie- und Biege-Exoskeletts aus dem IFAF VERBUND-Projekt EPI in Kooperation mit der Beuth Hochschule an die Anwendungsfelder der Transferpartner Carl Stahl und Schmalz (Vertrieb), BSR, RHS und LEX (Heben, Tragen) sowie HORUS (Rehabilitation) angepasst und konstruktiv auf bewegungsabhängige Unterstützungsleistung, Gewicht, Arbeitssicherheit durch IFA und Ergonomie optimiert. Funktionstüchtige Prototypen sollen den Transferpartnern für die praktische Erprobung zur Verfügung gestellt werden.  Vonseiten der HTW Berlin ist Prof. Dr. Sebastian Götz (Fachbereich 2) beteiligt.