Neue Förderprojekte gestartet

  • SAWA - Museum Studies Program
    Das SAWA Museum Studies Programm ist ein praxisorientiertes, museologisches, arabisch-deutsches Programm um innovative Museumspraktiken zu entwickeln. Es dient als Plattform für den Wissensaustausch und Vernetzung für aufstrebende Museumsfachleute. Auf Arabisch bedeutet سوا – SAWA „zusammen“ und verdeutlicht den kollaborativen Charakter des Studienprogramms. Es bringt Lehrende und Teilnehmende zu gleichen Teilen aus arabischsprachigen Ländern und Europa zusammen und schafft so einen vielfältigen und integrativen Lernraum. Jedes Modul wird von einem Team von zwei Museumsexpert*innen geleitet, jeweils aus den Emiraten und aus Europa, und kombiniert so unterschiedliche Fachkenntnisse und Perspektiven. Jedes Jahr wird eine neue Gruppe junger Museumsbegeisterter ausgewählt, die zu gleichen Teilen aus der MENA-Region und Europa stammen. Ziel ist es, das Wissen und die Kompetenzen der Teilnehmenden in zweierlei Hinsicht zu erweitern: die Praxis besser an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen und gleichzeitig einen globalen Dialog zu praktizieren, der auf den Gemeinsamkeiten und Unterschieden aller Teilnehmenden und Moderator*innen anerkennt. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Susan Kamel inne.
  • Structural Policy Changes in the Global North and their Impacts on the Global South
    Ziel des Projekts ist eine Alumnikonferenz im Studiengang MIDE in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Leipzig. Die Konferenz beschäftigt sich mit den Erfolgsaussichten der SDGs im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit. Der Beginn des SDG-Realisierungsprozesses (2016-2030) fällt zeitlich zusammen mit einer Reihe von strukturellen Veränderungen in Politiken und Strategien sowie von strukturellen Verschiebungen der Kräftekonstellationen zwischen Ländern und Regionen des Globalen Nordens und des Globalen Südens, d.h. es gibt u.a. neue Politikansätze zu Klimawandel und Energiewende und zur weltweiten Arbeitsteilung (Lieferketten) sowie geostrategische Machtverschiebungen infolge des Machtzuwachses von Staaten wie China. Diese Veränderungen werden in absehbarer Zeit Herausforderungen für die bi- und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zur Umsetzung der SDG mit sich bringen: Sowohl die neuen Politikansätze von Ländern des Globalen Nordens als auch die Auswirkungen veränderter Machtbalancen können einer erfolgreichen Realisierung der SDGs entgegenstehen. Gleichzeitig ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten für die Länder des globalen Südens und die EZ. Die Konferenz behandelt deshalb folgende Fragen: Welche, aus den oben genannten Veränderungen resultierenden Hindernisse und Herausforderungen können der Realisierung der SDGs entgegenstehen und wie können diese durch die handelnden Akteure überwunden werden? Wie können die infolge der Veränderungen für den globalen Süden und die EZ neu entstehenden Chancen bewusst identifiziert und in der Praxis im Sinne einer erfolgreichen Realisierung der SDGs genutzt werden? Die von den Alumni bei einer Umfrage in Vorbereitung der Konferenz vorgeschlagenen Themen werden anhand von drei Clustern behandelt: - Klimawandel und Energiewende - Globale Arbeitsteilung und Lieferketten – Geostrategische Machtverschiebungen. Das DAAD-geförderte Projekt leitet Prof. Dr. Ulrich Wurzel.