Ort des Austauschs

Viel Mathe, Physik und Elektronik: Für einen Laien mögen sich ingenieurwissenschaftliche Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Gesundheitselektronik und Mikrosystemtechnik stark ähneln. Tatsächlich basieren sie auf denselben Grundlagen, doch die unterschiedlichen Spezialisierungen lassen sehr unterschiedliche Blickwinkel auf ein Forschungsthema zu. Genau hier setzt die neu gegründete Research School des Fachbereichs  Ingenieurwissenschaften — Energie und Information (FB 1) an der HTW Berlin an.

Als "Ort des Austauschs" begreift Prof. Dr. Thomas Baar, Mit-Initiator und Vorsitzender des internen Beirats, die Research School des FB 1. "Viele gute Ideen und Wertschätzung für andere Disziplinen entstehen nur, wenn man sich miteinander austauscht." Ein Format, das diesen Gedanken aufgreift, wurde im Rahmen der Research School bereits etabliert: Im Zwei-Wochen-Rhythmus präsentieren Wissenschaftler_innen des FB 1 bei einer Vortragsreihe  aktuelle Forschungsprojekte.

Die Research School soll außerdem verstärkt eine Graduiertenförderung in Gang setzen. Den Anfang macht die erste hochschulfinanzierte Promotionsstelle, die im Bereich "Mikrosensorik" angesiedelt ist. Betreuen werden die Dissertation Prof. Dr. Ha Duong Ngo von der HTW Berlin und Prof. Dr. Klaus-Dieter Lang von der TU Berlin. Mit der Einbindung von Doktorandinnen und Doktoranden soll nicht nur der wissenschaftliche Nachwuchs im FB 1 gefördert werden. Von dem Praxisbezug sollen auch die Studierenden in den Bachelor- und Master-Studiengängen profitieren. Angedacht ist, dass die Promovenden zusätzlich zu ihrer Forschungstätigkeit in die Lehre eingebunden werden und somit Forschungsfragen in die Lehrveranstaltungen tragen.

Die Research School sieht Prof. Dr. Thomas Baar als "Window of Opportunity": Wie sich das "junge Gebilde" entfalten und zu einer positiven Diskussionskultur im Fachbereich beitragen wird, hängt von dem Engagement aller ab. Der Anfang ist auf jeden Fall schon einmal getan.