Schwimmen in der Spree?

Ein Badeausflug an die Spree — klingt erstmal nicht so naheliegend. Schließlich werden pro Jahr sieben Milliarden Liter Abwasser in den Hauptstadtfluss geleitet. Dem Ziel, die Spree — zumindest einen Teil davon — fürs Schwimmen zugänglich zu machen, hat sich der Verein "Flussbad Berlin" verschrieben. Es geht um den Kupfergraben, einen Spreekanal entlang der Museumsinsel. Ein ökologischer Pflanzenfilter soll das Wasser in diesem Bereich reinigen. Es gibt Pläne, entlang der Kanalmauer Grünflächen zu schaffen.

Das "Flussbad Berlin" ist nicht zuletzt auch ein Umweltbildungsprojekt. Schließlich werfen viele Menschen achtlos Abfall, Flaschen und andere Gegenstände in die Spree. Damit, wie sich die breite Öffentlichkeit für die Verunreinigung von städtischen Gewässern sensibilisieren lässt, hat sich die Forschungsgruppe "Creative Media" an der HTW Berlin auseinandergesetzt. Die Forscherinnen und Forscher entwickelten für das Flussbad Berlin ein Konzept mit verschiedenen Bausteinen, darunter

  • das Krimispiel "Tatort: Spree", in dem man auf kriminalistische Weise Wasserproben analysieren muss,
  • eine Wasserkreislaufmaschine, die später als Exponat im Flussbad stehen soll, und
  • das Rätselspiel "The Incredible Water Machine", in dem man für das Bewässerungssystem einer Stadt verantwortlich ist.

Geplant ist, das Flussbad bis 2025 umzusetzen. Mittel aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ stehen bereit.