Praktikum des Monats

In unserem aktuellen Praktikum des Monats stellt sich Marcel Matthäs vor, inzwischen Absolvent der BWL. Er sammelte als Praktikant Management Erfahrung bei der Enterprise Autovermietung und spricht nun neue Bewerber_innen an, die Lust auf ein Pflichtpraktikum im Unternehmen haben.

Wer oder was steckt hinter Enterprise?

Die Enterprise Autovermietung ist mit einem Jahresumsatz von rund 22 Mrd. $ die weltweit größte Autovermietung. Deutschlandweit haben wir 2300 Mitarbeiter, die an insgesamt 180 Standorten arbeiten. Größtenteils sind diese Mitarbeiter bei uns in den Filialen eingesetzt.

Wo werden i.d.R. Praktikant_innen gesucht und welche Möglichkeiten des Einstiegs gibt es darüber hinaus?

Wir suchen insbesondere für unsere Filialen stetig neue Praktikant_innen, die Lust haben, in das Geschäft der Autovermietung reinzuschnuppern und von Tag 1 Verantwortung zu übernehmen. Neben unserem Praktikum können Studierende auch als Werkstudent_in bei uns einsteigen oder auch über unser Management Trainee Programm. Das Trainee Programm zielt darauf hinaus, einmal eine Filialleitung übernehmen zu können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich später auch in einem Fachbereich zu spezialisieren.

Wie sind Sie zu Enterprise und diesem Praktikum gekommen?

Auf der Suche nach einem Praktikum, um weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln, bin ich auf der Messe "MADE IN BERLIN" auf Enterprise gestoßen. Durch das tolle Gespräch am Messestand und die lockere Atmosphäre, war ich entschieden, mich dort zu bewerben. Das Praktikum hat mir inhaltlich zugesagt, da ich einen Platz gesucht habe, in dem ich auch als Praktikant bereits viel Verantwortung habe und selber Entscheidungen treffen darf.

Wie kann man sich den "Job" als Praktikant_in vorstellen?

Ein Arbeitsalltag im Praktikum ist immer unterschiedlich und sehr abwechslungsreich. Die Aufgaben teilen sich in Front Office und Back Office auf.

Praktikant_innen arbeiten von Anfang an direkt am Kunden. Sie bedienen diese am Empfang und beraten, führen Angebotsgespräche mit Großkunden, nehmen Telefonate entgegen oder bringen auch die Autos direkt zum Kunden nach Hause. Im Back Office erfolgt das Fuhrparkmanagement, die Bearbeitung der Bestellungen und Planung der zu bereitstellenden Autos, die Rechnungsprüfung, das Anfertigen von Schadensberichten oder auch die Erstellung von Mietverträgen.

Die größten Herausforderungen sind es dabei, einen Kunden immer zufrieden aus der Filiale gehen zu lassen und das richtige Auto mit den entsprechenden Angeboten zu finden.

Was hat man gelernt, wenn das Praktikum vorbei ist?

Am spannendsten ist die Arbeit mit Kunden, da es immer wieder neue Herausforderungen gibt, um die Filiale am Laufen zu halten. Auch als Praktikant_in hat man bereits viel Verantwortung, einerseits für sich selbst, aber auch in der Filiale. Hierdurch lernt man nicht nur schnell Entscheidungen zu treffen (bspw. eigenständig Rabatte zu gewährleisten) sondern z.B. auch spontan die Flottenplanung (Logistik) zu optimieren. Es geht bei diesem Praktikum nicht nur darum daneben zu sitzen, zuzuschauen und Kaffee zu kochen. Man ist von Beginn an direkt vollwertig eingebunden, nimmt an wöchentlichen Team-Meetings teil, in denen auch Umsatzzahlen und die Ziele für die Filiale besprochen werden. Auch hier wird erwartet, eigene Ideen miteinzubringen.

Man erfährt und lernt alles, was auch später im Management Trainee Programm wichtig ist. So kann man seine Ergebnisse aus dem Praktikum (Verkaufszahlen, Neukundenakquise) auch mit in das Trainee Programm übernehmen und somit die Dauer verkürzen.

Inwieweit lässt sich das im Studium Gelernte auf das Praktikum übertragen?

Das Studium hat mir vor allem viel geholfen, wenn es darum ging Aufgaben bzw. Projekte eigenständig in der Filiale zu übernehmen. Aber auch das Wissen aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich waren von Vorteil, um die verschiedenen Prozesse des Geschäfts zu verstehen.

Wann ist man als Praktikant_in bei Enterprise am richtigen Platz?

Da man viel im Kontakt mit Kunden steht, sollte man unbedingt als Grundhaltung Freundlichkeit und Gelassenheit mitbringen. Da man von Anfang an mitten im Geschehen steht, ist die Bereitschaft Neues zu lernen, mit anzupacken und nicht nur zuschauen zu wollen und eine schnelle Auffassungsgabe unabdingbar. Man sollte einfach Lust haben, den Erfolg einer Filiale voranzutreiben und mit Kunden arbeiten zu wollen. Und letztlich braucht es ein wirtschaftliches Verständnis und Interesse daran, wie eine Filiale geführt wird.

Wie wecke ich Aufmerksamkeit mit meiner Bewerbung bei Enterprise?

Der Inhalt des CVs ist bei Enterprise eher zweitrangig, was zählt, sind die Soft-Skills. Wichtig ist beim ersten telefonischen Gespräch (ca. 5-10 min.) die eigenen Erfahrungen zu schildern und schon hier einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, in dem man die Fragen nicht nur kurzweilig beantwortet, sondern über den Tellerrand hinaus erzählt.

Wie würden Sie Enterprise als Arbeitgeber beschreiben?

Ich empfand die Teambereitschaft im gesamten Unternehmen als sehr einzigartig. Der Umgang untereinander ist sehr kollegial. Man hilft sich bei allen Problemen und unternimmt auch privat etwas zusammen. So bekommt man im Praktikum einen Mentor, meist aus dem Pool der Trainees. Diese begleiten einen durch die ersten Tage und zeigen den Neuankömmlingen alles, was für den Anfang wichtig ist.

Zudem gibt es in der Berliner Verwaltung auch eine Willkommensveranstaltung, wo man begrüßt wird und auch die anderen Praktikant_innen oder Trainees kennen lernt, die zum selben Zeitpunkt im Unternehmen starten. Weitere Trainings sind z.B. auch das Sales-Training und das Marketing-Training, welches einmal im Monat stattfindet.

Ich denke auch, die Feedbackkultur bei Enterprise ist etwas sehr Besonderes. Als Praktikant_in hat man größere Feedbackgespräche mit den Vorgesetzten. In diesen Gesprächen kann man sich selbst als Arbeitnehmer_in bewerten und bekommt auch vom/von der Filialleiter_in ein Feedback. So weiß man auch als Praktikant_in, welche Dinge gut laufen, welche eher noch nicht.

Bei Enterprise hat man klare Aufstiegschancen und weiß, welche Ziele jeder Einzelne erreichen muss, um dorthin zu gelangen. Alle Stellen werden im Unternehmen intern ausgeschrieben. So kann man nach dem Praktikum z.B. als Werkstudent_in weiter arbeiten und danach in das Management Trainee Programm wechseln und dieses sogar verkürzen. Die Stellen, die nach dem Trainee Programm dann kommen, sind z.B. stellv. Filialleiter_in, Filialleiter_in, Gebietsleiter_in und bis hin zum/r General Manager_in. Es gibt dann Ausschreibungen, auf die sich jede/r Mitarbeiter_in bewerben kann. Hat man Lust eher in eine Fachabteilung zu wechseln (z.B. in den Bereich Sales oder Marketing) steht auch diese Möglichkeit offen.

Wieviel Zeit sollte man für das Praktikum mindestens einplanen?

Man sollte mindestens 3 Monate Zeit haben, bei Interesse darf es aber auch 6 Monate oder länger dauern.

Wie wird das Praktikum vergütet?

Für ein Pflichtpraktikum erhält man monatlich 800 Euro/brutto, bei einem freiwilligen Praktikum 1732 Euro/brutto.

Wie kann man sich für das Praktikum bewerben?

Bewerben kann man sich direkt über die Karriere-Webseite karriere.enterprise.de. Das Bewerbungsformular ist zudem anonymisiert, sodass der/die Recruiter_in zunächst nicht weiß, wer hinter dieser Bewerbung steht. Deshalb wird auch mit jeder/m Bewerber_in ein telefonisches Gespräch geführt.

Die Ansprechpartnerin im Unternehmen ist: Anne Nguyen, erreichbar telefonisch unter: 030/78959151 oder per E-Mail unter anne.t.nguyen@ehi.com

Die komplette Ausschreibung befindet sich hier:

Ihr persönlicher Tipp, damit die Praktikumssuche ein Erfolg wird?

Neben den gängigen Webseiten, wie Stepstone und Co., sollte man vor allem die Berufsmessen (Connecticum, Made in Berlin, etc.) besuchen und direkt mit den Mitarbeiter_innen vor Ort sprechen. Hierdurch bekommt man einen guten ersten Einblick, wie die Personen in den Unternehmen sind und kann schon vor der Bewerbung offene Fragen klären. Aber auch der Kontakt zum Career Service ist sehr sinnvoll.

Ihr persönlicher Karrieretipp, damit ein Praktikum selbst zum Erfolg wird?

Für Enterprise gilt: immer motiviert zur Arbeit kommen, sowie mit offenen Augen und wirtschaftlichem Verständnis den Arbeitstag gestalten. Fragen, Unsicherheiten etc. sollten immer sofort offen und ehrlich angesprochen werden.