Jeder von uns verursacht eine Pro-Kopf-CO2-Emission, die fast doppelt so hoch ist wie der globale Durchschnitt. Das Ziel der Reduzierung der Treibhausgasemission um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 wurde tatsächlich erreicht: Im Jahr 2020 gab es in Deutschland um 41,3 Prozent geringere Treibhausgasemissionen als im Vergleichsjahr 1990. Dies lag allerdings auch an der Covid-19-Pandemie und den durch sie bedingten wirtschaftlichen Einschränkungen. Es ist zu erwarten, dass die Reduzierung der Treibhausgasemission nach der Pandemie nicht mehr so schnell voranschreitet. Um das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 zu erreichen, müssen dringend weitere Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden.
Auch die Anzahl extremer Wetterereignisse wie Starkregen, Überschwemmungen und Hitzeperioden hat sich in den letzten 50 Jahren verdreifacht. Das Jahr 2018 war das heißeste und trockenste Jahr in Deutschland seit Messbeginn 1881. Seitdem hat sich die durchschnittliche Temperatur in Deutschland um 1,4°C erhöht. Zukünftig wird es wahrscheinlich im Sommer viel weniger regnen und milde Winter sorgen dafür, dass kaum noch Schnee fällt.
In besonderer Weise sind auch unsere Wälder und die Gewässer vom Klimawandel betroffen. Die Bäume bekommen zu wenig Wasser und durch die Hitze steigt die Waldbrandgefahr und Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich mehr aus. In der Nord- und Ostsee sowie in einigen Seen wachsen verstärkt Algen und Bakterien, die auch teilweise giftig sein können. In den Alpen wird immer weniger Schnee fallen. Außerdem gehen Forscher davon aus, dass der Klimawandel die Lawinengefahr erhöht.
Zitiert nach UNRIC - Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen