Berührungsloses Monitoring an Betriebsmitteln der elektrischen Energietechnik (MonET) (Forschungsassistenzen V)

Im Rahmen der Veränderung der Erzeugungs- und Einspeisestruktur der Energieversorgung wird eine veränderte Belastung auf die bereits installierten elektrischen Betriebsmittel zukommen. Diese Änderungen werden zum einen zu Neuinvestitionen innerhalb der Energieversorgungsstruktur führen müssen, andererseits sind bestehende elektrische Betriebsmittel nicht maximal ausgelastet bzw. ausgenutzt. Hier bietet es sich an, die bestehende Infrastruktur höher auszulasten, so dass Neuinvestitionen auf ein notwendiges Maß beschränkt werden können.

Elektrische Betriebsmittel werden i.d.R. einer Typprüfung unterzogen. Dazu zählt auch eine Belastungsprüfung mit dem maximalen Strom, was einer sogenannten Erwärmungsprüfung entspricht. Diese findet in aller Regel unter Laborbedingungen statt und spiegelt damit nicht die schwankenden Temperaturen der späteren Umgebung des Betriebsmittels wieder. Hier sind damit erhebliche Ressourcenpotenziale zu finden.

Um nun die an den entsprechenden Inhomogenitätsstellen einer Strombahn auftretenden, maximal zulässigen Temperaturen unter realen hochspannungstechnischen Bedingungen erfassen zu können, ist der Einsatz einer Temperaturmesseinrichtung notwendig, die im Bereich der Hochspannung innerhalb des Betriebsmittels die Temperatur erfassen kann. Nur dann ist eine zielführende Aussage zum Belastungszustand des Betriebsmittels möglich. Zugleich können, sofern ein Monitoring über einen längeren Zeitbereich ausgeführt wird, sich schleichend ergebende Veränderungen erfasst und ausgewertet werden. Aufgrund dieser Datenbasis ist es möglich, weg von einer turnusmäßigen Wartung hin zu einer ereignisgesteuerten Wartung übergehen zu können. Eine Beobachtung und Diagnose einer Veränderung kann erfolgen, so dass mit einem solchen System auch eine Beobachtung im Sinne einer vorbeugenden Wartung und Schadensvermeidung erfolgen kann.

Darüber hinaus ist das System so klein gestaltet und auch per Funktechnologie angebunden, dass der Einsatz auch an schwer zugänglichen Stellen möglich ist. Innerhalb des Projekts konnte die Forschungsassistenz so die Kombination aus Elektronik und Energietechnik, Automatisierung und Prozessüberwachung und Diagnostik erfahren.

Das Forschungsvorhaben war Bestandteil des Qualifizierungsprojektes "Forschungsassistenzen V an der HTW Berlin" (FA V) und dank einer Förderung durch die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) möglich. Weitere Informationen unter:
www.berlin.de/esf
www.htw-berlin.de/forschung/transfer-mit-unternehmen/

Projektlaufzeit

1.6.2013 - 31.5.2015

Projektleitung

Projektmitarbeiter/innen

  • Sebastian Reichertz

Kooperationspartner

  • ENZ Ingenieurbüro für Umweltelektronik & Automatisierung, Berlin, www.enz-berlin.de

Mittelgeber

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Berlin

Förderprogramme

Europäischer Sozialfonds (ESF)