Datenbanksystem LIBS-Messungen (LIBS-DB)

Die zerstörungsfreie Prüfung mit unterschiedlichen physikalischen Verfahren und Sensoren gewährleistet den sicheren, bestimmungsgemäßen Zustand von Material, Produkten, Anlagen und Systemen. In der Arbeitsgruppe "Zerstörungsfreie Umweltmessverfahren" wurden Fragestellungen bearbeitet, die sich mit der Entwicklung und Anwendung von zerstörungsfreien und -armen Messverfahren auf Umweltfragestellungen im Bauwesen und in der Geotechnik beschäftigen.

LIBS (Laser Induced Breakdown Spectroscopy) ist ein innovatives Messverfahren zur Bewertung von Umwelteinflüssen auf Baustoffe wie Mauerwerk oder Beton. Messziele sind u.a. die Bestimmung der Zusammensetzung mineralischer Baustoffe, deren Gehalte an bauschädlichen Substanzen und die Erfassung von Umwelteinflüssen auf Bauwerke und Böden. Es wird nicht nur bei der Bewältigung von entstandenen Schäden, sondern vor allem in deren Vorbeugung investiert.

Der Arbeitsablauf wurde modular strukturiert, d.h. von der Datenerfassung bis hin zur Informationsweitergabe war eine Vielzahl verschiedener Werkzeuge zu nutzen. Der Arbeitsablauf musste aufwändig schriftlich dokumentiert werden. Daten, Dokumente und Ergebnisse wurden an unterschiedlicher Stelle abgelegt.

Notwendig wäre die Datenaufnahme, -auswertung und -verwaltung in Form eines Workflow-Prinzips. Dabei kann ein Datenbanksystem den Ablauf unterstützen, den Anwender mit notwendigen Daten versorgen und es gemäß einer im System hinterlegten Vorgabe oder eines dafür vorgesehenen Algorithmus abwickeln. Das weiterführende Ziel ist hierbei eine mögliche (Teil-) Automatisierung der Ausführung sowie die optimale Einbindung verschiedener Anwendungen (Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen, Datenbanken) in betrieblichen Arbeitsabläufen. Zugleich kann ein solches System den ordnungsgemäßen Umgang mit den Proben, die z. T. gesundheits- oder umweltgefährdende Stoffe enthalten, sichern.

Erstellt wurde eine Datenbank mit einem webbasierten Interface, die folgende Arbeitsschritte berücksichtigt:

  • Probeneingang (manuelle Eingabe, Bilder im Rohzustand und nach Probenvorbereitung)
  • Datenaufnahme (Verknüpfung zum in LabVIEW realisiertem Messprogramm),
  • Auswertung (Verknüpfung zu verschiedenen in LabVIEW realisierten Programmen)
  • Berichterstellung (z.B. Ausgabe aussagefähiger Grafiken).

Projektlaufzeit

1.11.2007 - 31.3.2008

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Bundesanstalt für Materialprüfung FG VIII.2 (BAM)

Mittelgeber

Bundesanstalt für Materialprüfung

Förderprogramme

Auftragsentwicklung