Gleichzeitige ökologische und ökonomische Optimierung von Produktionssystemen (EcoFactory)

Das wirtschaftliche Projektziel von EcoFactory war es, mit einem Optimierungsansatz für Produktionsprozesse Unternehmen einerseits in die Position zu versetzen, ihre Klimaziele zu erfüllen und ihre Marktanteile durch das Verkaufsargument der Nachhaltigkeit ausbauen zu können, andererseits sollte durch die gleichzeitige Berücksichtigung der ökonomischen Prozessgestaltung die Wettbewerbsfähigkeit beibehalten resp. ausgebaut werden. Das wissenschaftlich-technische Ziel von EcoFactory war es, ein Vorgehensmodell zu entwickeln, das eine integrierte Optimierung von Produktionsprozessen hinsichtlich wirtschaftlicher und ökologischer Zielgrößen ermöglicht. Eine integrierte Optimierung bedeutet in diesem Sinne, dass wirtschaftliche und ökologische Zielgrößen in einem einzigen Zielsystem verknüpft und bewertet werden. Zu diesem Zweck beinhaltete das Vorgehensmodell ein Softwaretool, das Methoden der ereignisdiskreten Simulation, der Stoffstromanalyse und der Ökobilanzierung kombiniert. Durch die Kombination dieser Ansätze können Produktionsprozesse in einem Simulationsmodell abgebildet, prozess- und produktspezifisch zugeordnet und hinsichtlich der ökonomischen und ökologischen Wirkung bewertet werden. Auf diese Weise können Verbesserungspotenziale aufgedeckt und mögliche Verbesserungsmaßnahmen im Modell umgesetzt und bewertet werden. Die Entscheidungsfindung von Unternehmen soll dadurch unterstützt werden. Die Einbettung der einzelnen Schritte und Ergebnisse in einem umfassenden Vorgehensmodell mit integriertem Softwaretool gibt der Schweizer Industrie eine Entscheidungshilfe an die Hand und ermöglicht es produzierenden Unternehmen, eine nachhaltige Produktion aufzubauen und bestehende Produktionsprozesse ganzheitlich zu optimieren. Die Unternehmen werden die Ergebnisse dazu verwenden, das Differenzierungsmerkmal einer ökologischen Produktion wirtschaftlich umzusetzen und so Ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.

Projektlaufzeit

01.07.2011 - 30.06.2013

Projektleitung

Projektmitarbeiter_innen

Mittelgeber

Kommission für Technologie und Innovation (KTI) Schweiz; Fördermittel des Schweizer Bundes

Kooperationspartner

Eidgenössische Technische Hochschule Zürich,

BWI betriebswirtschaftliches Zentrum, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA), Life Cycle Assessment and Modelling Group

5 Schweizer Unternehmen

Förderprogramme

KTI-Förderbereich Enabling Sciences