Mobile Digital Out-of-the-Box Synthesis (Box-Factory)

Ziel war es, den Studierenden die Möglichkeiten der individualisierten digitalen Produktion mit Blick auf Industrie 4.0 nahezubringen und die grundsätzliche Frage zu beleuchten, ob 3D-Druck die nächste industrielle Revolution in der Fertigung bedeutet. Hierzu sollten sie den Prozess der Entwicklung innovativer Produkte von der Ideenfindung über das digitale Produktmodell bis hin zur prototypischen und finalen Realisierung durchlaufen. Damit letztere auch im Klassenraum stattfinden kann, wurde ein Rapid-Prototyping-Gerät angeschafft, so dass der Produktentwurf in einer Laborsituation gefertigt werden kann. Das Labor trug den Namen „Box-Factory“ und verdeutlicht damit nicht nur den Aspekt der Fertigung, sondern auch den des mobilen Vor-Ort-Produzierens. Geplant war, den Drucker mit einer Vritual Reality-Brille, einem leistungsfähigen Rechner sowie einer CAD- und Slicing-Software zu koppeln, um auch den Entwurf zu digitalisieren. Angesichts der mangelnden Transferierbarkeit von VR-Daten aus einer Gaming-in eine Produktionsumgebung konnte dies nicht realisiert werden, dennoch ist der Weg vom digitalen Modell zum realen Objekt auch in einer Büro-Umgebung geebnet.

Für angehende Betriebswirte ist das insofern von Bedeutung, als dass von der Idee über die Umsetzung in einen (virtuellen) Entwurf bis hin zum Vor-Ort-Druck am Ende reale Objekte entstehen. Die Studierenden erhalten eine direkte Rückkopplung zur Produktplanung und –modellierung. Zudem können sie die Anforderungen an und Auswirkungen von individualisierten (digitalen) Produktionsprozessen erleben, also Variantenvielfalt, (Um-)Rüstprozesse, Bestandsmanagement, Losgrößen - und nicht zuletzt Kosten. Es können dabei Lean-Production-Ansätze wie Standardisierung oder Single Minute Exchange of Dies (SMED) praktisch erprobt und getestet werden. Verschärft werden diese Betrachtungen vor dem Hintergrund der mobilen Einsetzbarkeit.

Projektlaufzeit

1.1.2017 - 31.12.2017

Projektleitung

Mittelgeber

HTW Berlin

Förderprogramme

Vorhabenplanung 2017/18