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Wie transformiert man Industriekultur?

Teilnehmer*innen der Summer School 2024 auf dem Berliner Teufelsberg

Teilnehmer*innen der Summer School 2024 auf dem Berliner Teufelsberg © Berliner Zentrum Industriekultur_Seelinger

Was tun mit Industriestandorten, die keine mehr sind? Wie lassen sie sich kreativ, sinnvoll und nachhaltig nutzen? Zwei Wochen lang lernen und arbeiten mehr als 20 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt an der HTW Berlin. „Transformation of Industrial Heritage“ heißt das Motto der Summer School, zu der das Berliner Zentrum Industriekultur bereits zum dritten Mal eingeladen hat. Auf dem Programm stehen Exkursionen zu verschiedenen Schauplätzen der Berliner Industriekultur. Die Summer School wird gefördert von dem Netzwerk Europäische Route der Industriekultur ERIH e.V.; es ermöglicht den Studierenden auch Stipendien. 

Diskussionen, Exkursionen und Workshops

Diskussionen, Exkursionen und kollaborative Workshops – die Summer School bietet ihren Teilnehmer*innen eine ganzheitliche Lernerfahrung. Gemeinsam werden verschiedene Schauplätze der Berliner Industriekultur besichtigt. Beim Industriesalon Schöneweide steht sogar der Wandel eines ganzen Stadtteils im Fokus. Das einstige Zentrum der DDR-Elektroindustrie musste nach 1990 eine neue Bestimmung finden mit hoher Arbeitslosigkeit und abgewickelten Betrieben, aber auch Aufbruchstimmung.

Der Verein Historischer Hafen Berlin e.V. repräsentiert zwei Aspekte im Umgang mit industriellem Erbe. Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Arbeit mit Ehrenamtlichen? Wie kann mobiles Erbe, wie Dampfschiffe, erhalten werden? Im Anschluss an die Diskussionsrunde mit den Vereinsmitgliedern können die Studierenden bei einer Schifffahrt Berlin vom Wasser aus erleben.

Eine Exkursion zum Natur Park Südgelände repräsentiert die Transformation von einem Rangierbahnhof zum Naturschutzgebiet. Das KINDL – Zentrum für Zeitgenössische Kunst ist als privat getragenes Museum in einer ehemaligen Brauerei besonders für Architektur- und BWL-Studierende spannend. 

Referent*innen und Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt

Die Referent*innen der Summer School kommen aus Berlin, dem Ruhrgebiet, dem Saarland, aus Georgien und Taiwan. Sie geben Lectures zu den Herausforderungen und Möglichkeiten in unterschiedlichen Teilen der Welt. Die Studierenden ihrerseits stellen in Poster Sessions Industrieorte aus ihren Herkunftsländern vor, die bereits einen Wandel vollzogen haben. Anschließend kommt man ins Gespräch mit Expert:innen aus der Berliner Kultur- und Denkmallandschaft.

Die Studierenden stammen aus vielen verschiedenen europäischen Ländern, aber auch aus Irak, Südkorea, Taiwan, Kenia, Indien und China. Das Spektrum der Studiengänge, in denen sie eingeschrieben sind, reicht von Museologie über Stadt- und Regionalplanung bis zu Design, International Business und Fotografie. 

Zur Webseite der Summer School