Zum Hauptinhalt / Skip to main content

Rückblick auf das Neujahrstreffen der Berliner und Brandenburger Allianzhochschulen

Vernetzungstreffen an der HTW Berlin

Am 19. Januar 2026 trafen sich Berliner und Brandenburger Vertreter*innen von europäischen Hochschulallianzen. Eingeladen waren Kolleg*innen der TU Berlin (ENHANCE), der FU Berlin (Una Europa), der HU Berlin (Circle U.), der Europa-Universität Viadrina (ERUA), der BTU Cottbus-Senftenberg (EUNICE), der Universität Potsdam (EDUC) und der Hertie School (CIVICA). Darüber hinaus freute sich die HTW Berlin, externe Gäste begrüßen zu dürfen: Lena Gelhaar von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, Bettina Bauer und Falk-Florian Hoene vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sowie Kai Franke vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Als Teil der Europäischen Hochschulallianzen verfolgen alle beteiligten Hochschulen gemeinsame Ziele: einen vernetzten europäischen Campus zu gestalten, Studierenden und Mitarbeitenden vielfältige internationale Erfahrungen zu ermöglichen und hochwertige, international ausgerichtete Lehr- und Lernangebote zu entwickeln.

Warum haben wir uns getroffen?

Die Erfahrungsstände der Allianzen sind unterschiedlich: Während einige Hochschulen bereits seit fünf Jahren in Europäischen Hochschulallianzen arbeiten, gehört die HTW Berlin zu den jüngeren Mitgliedern. Gleichzeitig ähneln sich viele der Herausforderungen und Aufgaben, mit denen alle Allianzen konfrontiert sind.

Vor diesem Hintergrund lud die HTW Berlin zu einem gemeinsamen Austausch der Berliner und Brandenburger Allianzen ein. Ziel war es, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die eigene Arbeit mitzunehmen. In thematischen Workshops bot sich Raum für Diskussion, Vernetzung und den Aufbau neuer Kontakte.

Wozu haben wir uns ausgetauscht?

Den Auftakt der Veranstaltung bildete eine Keynote von Prof. Dr. Katharina Simbeck zum Thema Hochschullehre und Künstliche Intelligenz, einem der Kernthemen der Europäischen Hochschulallianz EUonAIR. Im Anschluss richtete sich der Fokus auf übergeordnete, stärker politische Fragestellungen, die aktuell die Arbeit der Hochschulen und Hochschulallianzen prägen.

Die Hochschullandschaft in Berlin, aber auch europaweit, steht aktuell unter erheblichem Druck. Finanzielle Kürzungen sowie ein spürbarer gesellschaftlicher Rechtsruck prägen den Arbeitsalltag vieler Hochschulen, auch und gerade in der Zusammenarbeit in europäischen Verbünden. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmenden unter anderem folgende Fragen:

  • Hochschulen in Zeiten von Kürzungen. Welche Rolle können Hochschulen in Berlin und Brandenburg spielen, um trotz begrenzter Ressourcen attraktive internationale Angebote zu schaffen? Wie bleiben Hochschulen kreative, offene und inspirierende Orte?
  • Europa rückt nach rechts. Wie verorten wir die Arbeit in Hochschulallianzen vor diesem Hintergrund? Was bedeutet diese Entwicklung für unsere tägliche Arbeit – und welchen Beitrag können wir als Allianzen leisten?

Im Austausch wurde deutlich, dass die Allianzen mit ihrer Arbeit bereits heute niedrigschwellige und ressourcenschonende Internationalisierungsangebote schaffen und so dem Abbau von Angeboten für Studierende aktiv entgegenwirken.

Gleichzeitig verstehen alle Beteiligten die Arbeit als Europäische Hochschule auch als Beitrag zu einem offenen, demokratischen Europa: Durch interkulturelle Bildung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Fokus auf gemeinsame europäische Werte leisten Hochschulallianzen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

Besonders hervorzuheben: Teilnahme von Studierenden

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Teilnahme von Studierenden anderer Hochschulallianzen aus Berlin und Brandenburg. Vertreten waren Studierende von Circle U., ERUA , Una Europa sowie EUonAIR.

Die Studierenden tauschten sich über gemeinsame Aufgaben und Herausforderungen, denen sie als Vertreter*innen innerhalb ihrer jeweiligen europäischen Allianzen begegnen, aus. Für die Studierendenschaft der HTW Berlin bot sich dabei eine wertvolle Gelegenheit, von den etablierten Strukturen und Erfahrungen älterer Allianzen zu lernen.

Über die einzelnen Allianzen hinaus wurde die Bedeutung einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen allen den Hochschulen hervorgehoben. Die Studierenden sehen diese lokalen Netzwerke als entscheidenden Erfolgsfaktor für die Arbeit der Allianzen.

Durch den Ausbau dieser Verbindungen können Studierende Ressourcen und Erkenntnisse effizienter teilen und sich zugleich als aktive Gestalter*innen eines offenen und unterstützenden europäischen Campus in der Region Berlin-Brandenburg positionieren.

Wertvolle Vernetzung

Das Treffen hat gezeigt, wie wertvoll der kontinuierliche Austausch für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist – und wie sehr die Hochschulen voneinander und miteinander lernen können. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und freuen uns auf den weiteren Austausch.