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Preis für gute Lehre 2026 verliehen

Applaus, strahlende Gesichter und viele inspirierende Einblicke: Die Verleihung des Preises für gute Lehre war auch in diesem Jahr ein Höhepunkt des Tags der Lehre am 16.06.2026. Mit der Auszeichnung würdigt die HTW Berlin Lehrende, die mit ihren Konzepten neue Impulse setzen und Studierenden besondere Lernerfahrungen ermöglichen. Das diesjährige Schwerpunktthema war: 

Gemeinsam gestalten! Lehre mit Relevanz für Gesellschaft und Demokratie.

Die Preisträger*innen 2026

In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen an:

  • Prof. Dr.-Ing. Heide Brandtstädter für ihre Lehrveranstaltung „Modellbildung/Simulation“ aus dem Wintersemester 2025/26.  
  • Prof. Dr. Berit Sandberg für ihre Lehrveranstaltung „Fallstudie: Erfolgsmodell Bürgerstiftungen“ aus dem Sommersemester 2025.
  • Ida Wummel für ihre studentische Lehrveranstaltung „Mathe Tutorium 2“ aus dem Wintersemester 2025/26.

Die HTW Berlin gratuliert den Preisträgerinnen herzlich zu dieser Auszeichnung!

Bald in LEHRGUT

Alle drei Lehrkonzepte werden in LEHRGUT Interviews noch einmal genau vorgestellt. Dort erhalten Sie einen vertieften Einblick in die Konzepte und Anregungen für Ihre eigene Lehrpraxis. Berit Sandberg macht den Anfang und erzählt in den nächsten Tagen, warum sie gerne mit kreativen Formaten arbeitet und wie sie es geschafft hat, dass Studierende auch außerhalb von Unterrichtszeiten engagiert weitergearbeitet haben.

Starke Konkurrenz auf der Shortlist

Die Jury hatte die Wahl zwischen zahlreichen überzeugenden Nominierungen. Neben den ausgezeichneten Lehrkonzepten schafften es auch folgende Lehrveranstaltungen in die engere Auswahl:

Prof. Pablo Dornhege für seine Lehrveranstaltung „Change Process“ (WiSe 2025/26)Wie kann eine künstlerische Installation Menschen verändern? Im Zentrum dieses Hauptprojekts stehen immersive, raumgreifende Installationen, die das Publikum nicht nur unterhalten, sondern herausfordern, irritieren, inspirieren – und so einen Prozess der Transformation auslösen. Dabei kommen Technologien wie Virtual und Mixed Reality, Projektion, Sounddesign, kinetische Objekte oder interaktive Lichtsysteme zum Einsatz. Im WS 2025/26 entwickelten 13 Studierende in 6 Teams Installationen zu selbstgewählten gesellschaftlichen Themen – von Endometriose über Depression bis zu parasozialen Beziehungen und gesellschaftlicher Handlungsmacht. Das Semester endete mit der Ausstellung „Liminal Fields 2026“ am Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin.
Ilja-Valentin Sagvosdkin für seine Lehrveranstaltung „Degrowth und Postwachstum im Kontext der Klimakrise: Forschung – Politik – Praxis“ (SoSe 2025)Im Kurs werden Zusammenhänge sozialer und ökologischer Krisen betrachtet und widerstreitende Nachhaltigkeitskonzepte, die diese adressieren, kennengelernt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Ansätzen, die wachstumskritisch Wohlergehen innerhalb planetarer Grenzen und eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft anstreben. Methodisch setzt sich der Kurs aus Elementen wie seminaristischen Vorlesungen, Diskussionsformaten, Gruppenarbeiten, interaktiven Workshops und einem Studium aktueller Literatur, Kurzvideos und Podcasts zusammen.
Prof. Daniela Hensel für ihre Lehrveranstaltung „Konzeptioneller Entwurf“ (SoSe 2025)In diesem Seminar untersuchen Studierende, warum demokratische Mitbestimmung an Hochschulen kaum genutzt wird – obwohl sie strukturell möglich ist, beteiligen sich oft nur sehr wenige. Im Seminar erforschen sie in 2er oder 3er Teams, welche Themen Studierende tatsächlich bewegen, und entwickeln Formate, mit denen diese Anliegen sichtbar und verhandelbar werden. Zudem erhalten Studierende Einblicke in die gelebte Hochschuldemokratie und besuchen u. a. eine Sitzung des akademischen Senats.
So entsteht ein konkreter Beitrag zur Hochschuldemokratie: Studierende erleben, wie ihre Perspektiven in Entscheidungsprozesse eingebracht werden können – und dass Mitgestaltung Wirkung hat.
Dr. Wolf-Fabian Hungerland für seine Lehrveranstaltung „Wirtschaftsgeschichte nach 1945“ (WiSe 2025/26)Das Seminar verschiebt den Fokus von Wissensrezeption zu überprüfbarer Wissensproduktion: Studierende entwickeln eigenständig wirtschaftshistorische Forschungsfragen, bearbeiten diese mit Primärquellen und KI als Werkzeug und präsentieren ihre Ergebnisse im Plenum. Die KI-Nutzung wird verpflichtend dokumentiert (Prompt, Tool, Arbeitsschritt, Verifikation) und gemeinsam reflektiert.
Prof. Dr. Orhan Konak für seine Lehrveranstaltung „Betriebssysteme“ (SoSe 2025)Die Lehrveranstaltung Betriebssysteme ist eine Pflichtveranstaltung im zweiten Semester des Bachelorstudiengangs Informatik in Kultur und Gesundheit. Sie vermittelt zentrale Konzepte moderner Betriebssysteme, darunter Prozesse und Threads, Synchronisation und Interprozesskommunikation, Scheduling, Speicherverwaltung sowie Dateisysteme. Ziel der Veranstaltung ist es, den Studierenden ein fundiertes Verständnis dafür zu vermitteln, wie Software und Hardware zusammenwirken und wie auf dieser Grundlage effiziente und zuverlässige Softwaresysteme entstehen.
Prof. Dr. Martina Lütkewitte für ihre Lehrveranstaltung „Marketing“ (WiSe 2025/26)Diese Lehrveranstaltung wurde komplett überarbeitet, um die Future Skills unserer Studierenden (siehe entsprechende Publikation des Stifterverbands) stärker zu adressieren und sie noch besser auf das Berufsleben vorzubereiten. Inhaltlich geht es um einen praxisorientierten Einstieg ins Marketing, methodischer Clou ist eine Kombination aus „Flipped Classroom“ und der agilen Methode „eduScrum“, die die Teamarbeit der Studierenden strukturiert. Neben eher klassischen Prüfungsleistungen (Übungsaufgabe, Präsentation) wird in einem Protokoll die intensive fortlaufende Reflexion gefordert und gefördert.

Vielen Dank allen Nominierten für die Zeit, die Reflexion und das Engagement, das Sie in Ihre Einreichung investiert haben.

Nominierung für den Landeslehrpreis 2027

Mit ihrer Auszeichnung werden die drei Preisträgerinnen des Preises für gute Lehre 2026 automatisch für den Berliner Landeslehrpreis für exzellente Hochschullehre 2027 nominiert.

Da jede Hochschule insgesamt fünf Lehrende für den Landeslehrpreis vorschlagen kann, gehen die zwei weiteren Nominierungsplätze an Pablo Dornhege und Ilja-Valentin Sagvosdkin. Ihre Lehrkonzepte gehörten zur diesjährigen Shortlist und haben die Jury besonders überzeugt.

Dazu gratuliert die Hochschule ganz herzlich!