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Kurzvorstellung der aktuellen Förderprojekte

In der aktuellen Auswahlrunde des Lehrinnovationsfonds (LIF) wurden aus 16 spannenden Vorschlägen sieben vielversprechende Projekte ausgewählt. Sie zeigen, wie bereichernd die Überschreitung von Fach- und Hochschulgrenzen sein kann. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Ideen kurz vor.

Das LIF-Archiv: Inspiration aus vergangenen Projekten

Neben den aktuellen Förderprojekten bietet das neu gestaltete LIF-Archiv einen umfassenden Einblick in alle bisher geförderten Projekte. Sortiert nach Fachbereichen finden Sie viele Ideen, die unsere Lehre bis heute prägen. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen und eigene Ideen zu entwickeln.

Ab der diesjährigen Förderrunde startet der Lehrinnovationsfonds in einem angepassten Format, nämlich als einjähriges Lehrentwicklungsprogramm mit klaren Strukturen, Workshops, Beratung und Peer-Austausch – durchgeführt und begleitet vom Lehrenden-Service-Center

Für alle, die in dieser Runde nicht berücksichtigt werden konnten, gibt es im Herbst 2026 mit der nächsten Förderrunde wieder eine neue Chance.

Aktuelle Projekte

 

Responsible AI Education – KI durch Methodenkompetenz praxisnah verstehen, bewerten und gestalten

Geförderte:Prof. Dr. Tatiana Ermakova
Fachbereiche:4 - Informatik, Kommunikation und Wirtschaft 
Studiengänge:MA Angewandte Informatik, BA Informatik in Kultur und Gesundheit

Mit dem Projekt sollen Studierende befähigt werden, KI-Systeme nicht nur anzuwenden, sondern wissenschaftlich zu bewerten und verantwortungsvoll zu gestalten.

Das Vorhaben verfolgt drei Ziele: 

  • Wissenschaftliche Methodenkompetenz vermitteln
  • Ganzheitliches KI-Verständnis fördern
  • Interdisziplinarität stärken

Das Projekt stellt die Fähigkeit zur empirischen Überprüfung, systematischen Bewertung und kritischen Interpretation von KI in den Mittelpunkt.

 


Lübz 

Geförderte:Prof. Dr.-Ing. Elke Genzel
Fachbereiche:2 - Ingenieurwissenschaften - Technik und Leben
Studiengänge:Bauingenieurwesen

Das Projekt ist eine Kooperation aus einer Strukturentwicklungsmaßnahme SEM in Lübz, dem Lehrstuhl Tragwerksplanung an der UdK Berlin und der HTW Berlin. 

Es geht darum, zu einer Reihe leerstehender und höchst sanierungsbedürftiger Gebäude in Lübz Ideen für Nutzungskonzepte zu entwickeln, immer in Korrespondenz mit den Möglichkeiten der Tragfähigkeit der alten Gebäude. Sinnvollerweise soll diese Arbeit wie in der Praxis selbst vollzogen werden - von Architekten und Ingenieuren gemeinsam. Die HTW bildet keine Architekten aus, und die Universität der Künste wiederum keine Bauingenieure, mit diesem Vorschlag bildet man beide zusammen an einem Praxisprojekt aus. 

 


CoLocVR – Template für standortgebundene Multi-User-VR-Lernräume

Geförderte:Prof. Dr. Habakuk Israel, Prof. Pablo Dornhege
Fachbereiche:4 - Informatik, Kommunikation und Wirtschaft & 5 - Gestaltung und Kultur 
Studiengänge:Kommunikationsdesign, Angewandte Informatik / Informatik in Kultur und Gesellschaft

Mit Co-LocVR entsteht ein niedrigschwelliges Unity-Template für standortgebundene Multi-User-VR-Lernräume, in denen 8-12 Personen gemeinsam mit digitalen Wissens-Artefakten interagieren und lernen – optional erweiterbar um nicht-lokale Teilnehmende. Im Unterschied zu herkömmlichen virtuellen Lernräumen ermöglicht Co-Located VR das gleichzeitige Erleben, Kommunizieren und Kooperieren im selben physischen Raum – ein Mehrwert für gemeinsames, interdisziplinäres Lernen. Das Projekt reduziert technische Einstiegshürden, integriert Moderations- und Reflexionswerkzeuge und stellt die Ergebnisse als offene Bildungsressourcen bereit – für Lehrende aller Fachrichtungen. 

 


Systemic Jigsaw – Co-Creating Decolonial Futures

Geförderte:Prof. Dr. Berit Sandbarg, Prof. Pelin Celik
Fachbereiche:3 - Wirtschafts- und Rechtswissenschaften & 5 - Gestaltung und Kultur 
Studiengänge:System Design, Nonprofit-Management und Public Governance

In diesem Projekt entwickeln Masterstudierende in interdisziplinären Teams Lern- und Kommunikationsformate für eine dekolonisierte Erinnerungskultur. Aufbauend auf dem Berliner Erinnerungskonzept Kolonialismus 2025 erproben sie neue Wege, koloniale Kontinuitäten sichtbar zu machen und Zukunftsvisionen eines gerechten Miteinanders zu gestalten. Mit zivilgesellschaftlichen Partner*innen aus Berlin entsteht ein innovatives Lehr- und Prüfungsformat, das systemisches Denken, gestalterische Praxis und gesellschaftliche Verantwortung verbindet.

Das Projekt basiert auf der kooperativen Lernmethode Jigsaw, bei der Studierende als Expert*innen für Teilthemen arbeiten und ihr Wissen anschließend in interdisziplinären Teams zusammenführen. 

 


Digital Business Solution Lab: Interdisziplinäre Prototypen-Entwicklung

Geförderte:Abdullah Sardogan
Fachbereiche:3 - Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
Studiengänge:BWL & Angewandte Informatik

Entwicklung und Durchführung eines HTW-internen "Digital Business Solution Labs", bei dem Teams aus Studierenden der Informatik und BWL gemeinsam eine digitale Geschäftsidee oder eine IT-gestützte Prozessoptimierung erarbeiten. Im Fokus steht die Entwicklung eines funktionalen Prototypen/Mock-ups sowie eines fundierten Business Cases. Ziel ist die Förderung der interdisziplinären Übersetzungsfähigkeit an der Schnittstelle von Technik und Ökonomie. 

Das Projekt verbessert das Lernen der Studierenden, indem es das theoretische Fachwissen unmittelbar in einem "Projekt-Based-Learning" (PBL)-Setting anwendbar macht, was die Motivation und den Lernerfolg steigert. 

 


Problemorientiertes Lernen für die regenerative Wärmeversorgung Berlins

Geförderte:Prof. Dr. Jörn Scheuren
Fachbereiche:1 - Ingenieurwissenschaften - Energie und Information
Studiengänge:Regenerative Energien (MA)

Das Projekt entwickelt die Lehrveranstaltung Regenerative Wärmetechnik im Masterstudiengang Regenerative Energien zu einem problemorientierten Lernformat weiter. Studierende bearbeiten in Teams reale Fallstudien aus der Berliner Wohnungswirtschaft und entwickeln Konzepte für eine klimaneutrale, regenerative Wärmeversorgung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern erwerben sie fachübergreifende Kompetenzen in Analyse, Planung und Kommunikation und leisten zugleich einen Beitrag zur Wärmewende in Berlin.

 


Partizipative VR-Entwicklung im HealthCare-Sektor

Geförderte:Prof. Dr. Juliane Siegeris, Prof. Dr. Heike Wiesner (HWR)
Fachbereiche:4 - Informatik, Kommunikation und Wirtschaft 
Studiengänge:BA Frauenst. Informatik & Wirtschaft (HTW), Wirtschaftsinformatik (HWR)

Gemeinsam mit dem Praxispartner „Bundeswehrkrankenhaus Berlin“ sollen VR-Szenarien zur Vorbereitung von Prüfungssituationen zusammen mit Praxisanleiter*innen und (Pflege)Lernenden konzipiert, entwickelt und evaluiert werden. Das hochschulübergreifende Projekt schließt an die Ergebnisse des an der HWR entwickelten „Room of Horror“ – eine VR-Anwendung zur Simulation eines Patientenzimmer mit eingebauten Fehlern – an. Darauf aufbauend sollen VR-Szenarien im Gesundheits- und Pflegebereich in einem übergreifenden multidisziplinären Format (HWR und HTW) durch Studierende neu- und weiterentwickelt werden. Das didaktische Lehrkonzept folgt dem PBL-Ansatz (problem-based-learning).