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HTW Startup Challenge 2026: GreenTech und Impact Entrepreneurship auf der Spree

3. September 2026 – Fast 70 Bewerbungen, zehn Finalteams und über 120 ausverkaufte Tickets: Am 2. September 2026 brachte die HTW Berlin gemeinsam mit der Berliner Sparkasse innovative Gründungsideen auf die Berliner Spree. Bei der HTW Startup Challenge 2026 traten ausgewählte Teams in den Kategorien GreenTech und Impact Entrepreneurship an. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 10.000 Euro vergeben.

An Bord eines Solarschiffs präsentierten die zehn Finalteams ihre Geschäftsideen vor einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Gästen aus Hochschule und Berliner Startup-Ökosystem. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr innovative Geschäftsmodelle und Technologien, die ökologische oder gesellschaftliche Herausforderungen unternehmerisch adressieren.

Das Interesse war groß: Fast 70 Teams hatten sich für die HTW Startup Challenge 2026 beworben. Zehn von ihnen wurden für das Finale ausgewählt. In kurzen Elevator Pitches präsentierten sie ihre Ideen. Anschließend konnten Jury und Gäste die Teams bei einer Startup-Rallye näher kennenlernen.

Insgesamt wurden 10.000 Euro Preisgeld vergeben: jeweils 4.000 Euro für den GreenTech Award und den Impact Entrepreneurship Award sowie 2.000 Euro für den Future Visionary Award. Während über die ersten beiden Preise eine Jury entscheidet, wird der Future Visionary Award als Publikumspreis über die Rallye vergeben.

Fünf Teams im Bereich GreenTech

Quantum Charging entwickelt wiederaufladbare AA- und AAA-Batterien, die ohne Lithium auskommen und bis zu 20 Jahre genutzt werden sollen. Dank einer patentierten Wireless-Charging-Technologie können sie direkt im jeweiligen Gerät geladen werden. Damit möchte das Team Elektroschrott und die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen reduzieren.

MONOGARMENTS möchte nachhaltige Textilproduktion auch für kleinere Fashion Brands zugänglich machen. Das Konzept verbindet Kleidungsstücke aus 100 Prozent Baumwolle mit wasserbasiertem Pigmentdruck und einer flexiblen Produktion in kleinen Stückzahlen.

RE:VOLTAGE gibt noch funktionsfähigen Batteriezellen aus ausgedienten Elektrofahrzeugen ein zweites Leben. Geeignete Zellen sollen zu standardisierten 36-Volt-Batteriepacks für Mikromobilitätsanwendungen zusammengeführt werden, während nur nicht mehr nutzbare Zellen ins Recycling gehen.

Solsonic verbindet Solarenergie, Sound und spielerisches Lernen. Mit den „Solsonic Bugs“ entwickelt das Team modulare, solarbetriebene Sound-Synthesizer, die Kindern einen kreativen und praktischen Zugang zu erneuerbaren Energien ermöglichen sollen.

StallH₂ entwickelt eine kompakte, containerbasierte Anlage, die Gülle direkt auf landwirtschaftlichen Betrieben durch biologische Fermentation in Wasserstoff umwandeln soll. Zusätzlich entstehen Strom, Wärme und Biodünger. Das modulare System richtet sich insbesondere an kleinere und mittlere landwirtschaftliche Betriebe.

Fünf Teams im Bereich Impact Entrepreneurship

CLUUE – Process Knowledge Intelligence entwickelt eine Plattform gegen den Verlust von Erfahrungswissen in Unternehmen. Wissenskritische Prozesse und implizites Wissen wie Entscheidungslogiken und Workarounds werden strukturiert erfasst und im jeweiligen Arbeitskontext verfügbar gemacht.

Resonance Spaces entwickelt eine KI-gestützte Trainingsumgebung für schwierige Gespräche. In adaptiven Rollenspielen können Nutzer*innen Konflikt- und Feedbacksituationen trainieren und erhalten Feedback zu ihrem Kommunikationsverhalten.

laia.finance möchte private Altersvorsorge einfacher und zugänglicher machen – mit einem besonderen Fokus auf Frauen. Eine App ermittelt die individuelle Versorgungslücke und entwickelt daraus einen verständlichen persönlichen Vorsorgeplan.

RENATRIX entwickelt standardisierte, gewebespezifische Biomaterialien für 3D-Zellkulturen, Organoide und Bioprinting. Die Materialien sollen natürliche Zellumgebungen reproduzierbarer abbilden und gleichzeitig Ressourcen, Kosten und experimentellen Abfall reduzieren.

CometHire entwickelt Recruiting-Software für fairere und effizientere Bewerbungsprozesse. Persönliche Merkmale können bei der ersten Bewertung ausgeblendet werden, während KI relevante Kompetenzen anhand festgelegter Kriterien sichtbar macht. Die finale Entscheidung bleibt beim Menschen.

Die Gewinner*innen der HTW Startup Challenge 2026

Den mit 4.000 Euro dotierten GreenTech Award gewann RE:VOLTAGE. Das Team überzeugte mit seinem Ansatz, noch funktionsfähige Batteriezellen aus ausgedienten Elektrofahrzeugen für neue Anwendungen nutzbar zu machen. Statt wertvolle Zellen direkt dem Recycling zuzuführen, sollen sie zu standardisierten Batteriepacks für Mikromobilitätsanwendungen zusammengeführt und so möglichst lange im Kreislauf gehalten werden.

Der ebenfalls mit 4.000 Euro dotierte Impact Entrepreneurship Award ging an CometHire. Die Recruiting-Software verbindet KI-gestützte Bewerber*innenauswahl mit einem konsequenten Fokus auf Fairness und Nachvollziehbarkeit. Durch anonymisierte und kriterienbasierte Bewertung sollen unbewusste Vorurteile reduziert werden, während die finale Entscheidung bewusst beim Menschen bleibt. 

Beim Future Visionary Award entschieden die Gäste an Bord. Der mit 2.000 Euro dotierte Publikumspreis ging ebenfalls an das Team CometHire, das im Pitch und in den Gesprächen überzeugte.

„Fast 70 Bewerbungen zeigen, wie viel Gründungsgeist und Innovationskraft in unserem Umfeld stecken. Besonders freut mich die große Bandbreite der Ideen: Die Teams verbinden technologische Innovation mit dem Anspruch, konkrete ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen. Genau diesen Transfer von Wissen in die Praxis möchten wir als HTW Berlin fördern“, sagt Prof. Dr. Molthagen-Schnöring, Vizepräsidentin für Forschung, Transfer und Wissenschaftskommunikation.

„Berlin braucht eine lebendige und stetig wachsende Gründerszene. Ihre Innovationen setzen Impulse für die Zukunft unserer Stadt, schaffen neue Arbeitsplätze und sind gut für unsere Wirtschaft. Gemeinsam mit der HTW Berlin wollen wir das Entrepreneurship in unserer Stadt weiter voranbringen – in diesem Jahr mit besonderem Blick auf Lösungen, die ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen", so Jasmin Weber von der Berliner Sparkasse.

Gründungsideen sichtbar machen und vernetzen

Mit der HTW Startup Challenge schaffen die HTW Berlin und die Berliner Sparkasse eine Bühne für innovative Gründungsideen in einer frühen Phase. Neben dem Wettbewerb steht die Vernetzung im Mittelpunkt: Gründer*innen treffen auf Vertreterinnen aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Akteur*innen des Berliner Startup-Ökosystems. Die diesjährige Ausrichtung auf GreenTech und Impact Entrepreneurship greift zugleich zentrale Zukunftsthemen auf. 

Das Startup & Innovation Center der HTW Berlin begleitet Gründungsinteressierte und Teams von der ersten Idee über die Entwicklung und Validierung von Geschäftsmodellen bis hin zu Förderprogrammen und Markteintritt.