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Kommunikationsdesign-Studierende verwandeln Club in multisensorischen Erlebnisraum

Bunte VR-Installation mit einer übergroßen Buddhafigur, daneben der Schriftzug Cassiopeia © Steffan Meise & Amelie Menthel
Trip Island von Steffan Meise & Amelie Menthel

18. Juni 2026 – Zu Zeiten, wo Clubs normalerweise leer stehen, öffnet das Cassiopeia in Berlin-Friedrichshain vom 1. bis 31. Juli seine Räume für eine andere Form des Erlebens: Im Rahmen von Rising Spaces – Immersive Club Experience zeigt das Future Realities Lab der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) Virtual-Reality-Installationen von 14 Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign. Tickets sind online erhältlich.

Die studentischen Arbeiten sind Teil des Projekts Hyper-Irrealismus III unter Leitung von Prof. Pablo Dornhege und verwandeln reale Clubarchitektur, digitale Scans und Klang in eine begehbare virtuelle Erfahrung. Ausgangspunkt war der Ausstellungsort selbst: Die Studierenden erfassten die Räume des Cassiopeia auf dem RAW-Gelände mit 3D-Scanning-Apps auf ihren Smartphones sowie mit 360-Grad-Panoramafotografie. Aus diesen realen Fragmenten entwickelten sie Raum-Klang-Installationen in Virtual Reality.

Aktuelle Situation

Laut aktuellen Medienberichten ist das Cassiopeia auf dem RAW-Gelände von einer möglichen Räumung bis Ende Juni betroffen. Wir hoffen auf eine Einigung zwischen Bezirk, Senat und Eigentümer, sodass das Cassiopeia erhalten bleibt und die Ausstellung wie geplant stattfinden kann.

Kommunikationsdesign als Experimentierfeld

Der Studiengang Kommunikationsdesign der HTW Berlin verbindet klassische Gestaltungspraxis mit zeitgenössischen Technologien und experimenteller Forschung. Im Rahmen von Rising Spaces wurde der Club zum Labor für die Studierenden. Die Ausstellung zeigt, wie umfassend Kommunikationsdesign heute verstanden werden kann von der Gestaltung von Plakaten über Interfaces und Marken bis hin zum Entwurf von räumlichen, digitalen und sinnlichen Erfahrungen. 

Über Hyper-Irrealismus

Hyper-Irrealismus ist eine seit 2024 am Future Realities Lab der HTW Berlin entwickelte Projektreihe. Sie nutzt Virtual Reality, 3D-Scanning und digitale Werkzeuge als künstlerische Mittel, um Fragen nach Realität, Wahrnehmung und dem Einfluss digitaler Technologien auf den Alltag zu stellen.

Über Rising Spaces

Rising Spaces ist ein neues Berliner Veranstaltungsformat an der Schnittstelle von immersiver Kunst, Rauminstallation und Clubkultur. Die Idee: Unter der Woche öffnet der Club tagsüber als immersive Ausstellung; am Wochenende kehrt er in den Nachtbetrieb zurück, wobei die künstlerischen Arbeiten bestehen bleiben und im Zusammenspiel mit Musik, Publikum und Dancefloor neue Bedeutungen annehmen. So öffnet Rising Spaces Clubräume temporär für neue Zielgruppen und zeigt, wie sich urbane Kulturorte jenseits des klassischen Nachtbetriebs neu erleben lassen.

Ermöglicht wird das Projekt unter anderem durch öffentliche Kulturförderung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Institutionelle Partner sind die Clubcommission Berlin e.V., das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die HTW Berlin; als Medien- und Ticketpartner wirken Rausgegangen, Radio Fritz und die Kulturplakatierung mit.