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Zukunft ist kein Zufall: Fachtagung nimmt nachschulische Orientierung in den Blick

9. Oktober 2026 – Wie finden junge Menschen nach der Schule den Bildungsweg, der zu ihnen passt? Welche Erfahrungen helfen bei der Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium? Und welchen festen Platz sollte Orientierung im Bildungssystem bekommen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Fachtagung „Zukunft ist kein Zufall!“ – Zur Bedeutung nachschulischer Orientierungsprogramme am 19. November 2026 im Kulturquartier silent green in Berlin. Der VerOnika up!-Verbund und das Netzwerk Orientierungs(studien)programme laden Fachleute aus Praxis, Wissenschaft und Bildungspolitik zum Austausch ein. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

 „Orientierung gelingt besonders gut, wenn junge Menschen Bildungswege nicht nur erklärt bekommen, sondern sie selbst erfahren und vergleichen können. Wir wollen ein Fazit unserer Modellprojekte VerOnika und VerOnika up! ziehen und diskutieren, was wir daraus für eine verlässliche Orientierung nach der Schule lernen können“, sagt Prof. Dr. Birgit Müller, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Internationales sowie Projektleiterin von VerOnika up! an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin).

Vom Ausprobieren bis zur Bildungsentscheidung

Vier Themen bilden den roten Faden der Tagung. Ein Schwerpunkt liegt auf den jungen Menschen selbst: Wer nutzt Orientierungsprogramme, mit welchen Erwartungen kommen die Teilnehmenden und wie lassen sich unterschiedliche Zielgruppen erreichen?

Ein zweiter Fokus gilt dem erfahrungsbasierten Lernen. An Beispielen aus Orientierungsprogrammen soll deutlich werden, welche Rolle praktische Erfahrungen in Hochschulen und Unternehmen bei der Berufs- und Studienorientierung spielen können. Auch beteiligte Unternehmen bringen ihre Perspektive ein.

Darüber hinaus geht es um die Bildungswege nach einer Orientierungsphase: Welche Entscheidungen treffen ehemalige Teilnehmende? Welche Phasen sind für die Entscheidungsfindung besonders wichtig? Und wie können Übergänge zwischen beruflicher und akademischer Bildung gestaltet werden?

Zum Abschluss rückt die strukturelle Frage in den Mittelpunkt: Wo gehören nachschulische Orientierungsangebote im deutschen Bildungssystem hin? Bestehende Programme sind sehr unterschiedlich aufgebaut, und es besteht bislang kein einheitlicher rechtlich und finanziell abgesicherter Rahmen für solche Orientierungsphasen. Dieses Thema soll auch in einer Podiumsdiskussion aufgegriffen werden.

Teilnahme und Anmeldung

Die Fachtagung richtet sich an Fachpersonen aus Schulen, Berufsberatung, Unternehmen, Fachverbänden, Hochschulen, Wissenschaft und Politik. Neben fachlichen Beiträgen und Sessions ist Zeit für Austausch und Vernetzung vorgesehen. Die Anmeldung ist ab sofort online möglich, die Teilnahme ist kostenfrei.

Über VerOnika und VerOnika up!

Im Verbundvorhaben VerOnika und im Folgeprojekt VerOnika up! wurde über mehrere Jahre ein Modell erprobt, das berufliche und akademische Orientierung miteinander verzahnt. Junge Menschen sollen dadurch nicht nur theoretische Informationen erhalten, sondern unterschiedliche Bildungswege praktisch kennenlernen und miteinander vergleichen können. Die Angebote wurden an den Standorten Berlin, Darmstadt und Karlsruhe umgesetzt.

Neben der praktischen Durchführung wurden die Programme wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen zu den Teilnehmenden und ihren weiteren Bildungswegen. Die Fachtagung zum bevorstehenden Projektabschluss bringt Ergebnisse und Erfahrungen aus dieser Arbeit zusammen. 

Das Verbundvorhaben VerOnika up! ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Initiative Bildungsketten.

Über das Netzwerk Orientierungs(studien)programme

Das Netzwerk Orientierungs(studien)programme (OSP) entstand 2020 aus dem Wunsch und Bedarf nach kollegialem Austausch über Programme und Hochschulstandorte hinweg. Mittlerweile verbindet das Netzwerk rund 50 Programme und Hochschulstandorte im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt stehen der überregionale Austausch von Erfahrungen und Erkenntnissen, die gemeinsame Weiterentwicklung von Qualitätsstandards sowie die evidenzbasierte Gestaltung wirksamer nachschulischer Orientierungsangebote.

Mit der Gründung des Vereins Netzwerk OSP im November 2025, der Eintragung ins Vereinsregister und der Anerkennung der Gemeinnützigkeit im Herbst 2026 wurde eine nachhaltige Grundlage für die weitere Professionalisierung und Vernetzung geschaffen.

Ziel ist es, Orientierungs(studien)programme als wichtigen Baustein für Chancengerechtigkeit, reflektierte Bildungsentscheidungen und einen erfolgreichen Studienverlauf in der Hochschulpraxis und im bildungspolitischen Diskurs zu verankern.

Kooperations-Auftakt Netzwerk OSPe.V. und Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL)

Die Kooperation zwischen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) und dem Netzwerk Orientierungs(studien)programme (OSP) e. V. ist der jüngste Meilenstein der Netzwerkarbeit. Die aktuelle Kooperation knüpft an gemeinsame inhaltliche und strategische Interessen an: Im Mittelpunkt stehen die Skalierung und Sichtbarkeit von OSP, die evidenzbasierte Weiterentwicklung von Qualität und Wirksamkeit sowie eine diversitätssensible und chancengerechte Studiengestaltung.