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Psychische Beeinträchtigungen im Studium: Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten an der HTW Berlin

Laut best-Umfrage von 2023 empfinden 45% der befragten Studierenden psychische Beeinträchtigungen als besonders studienerschwerend. Am häufigsten genannt wurden;

  • Angsterkrankungen (15%)
  • Depressive Erkrankungen (10%)
  • ADHS (4%)
  • Abhängigkeitserkrankungen (6%)
  • Persönlichkeitsstörungen (5-10%)

Chronische psychische Erkrankungen können zu starken Schwankungen im Wohlbefinden führen. In akuten Phasen fallen alltägliche Aufgaben und das Studium oft schwer. Ausprägungen wie übermäßige Ängste, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme beeinträchtigen die Studierenden.

Psychische Erkrankungen sind in der Regel gut behandelbar und können abklingen oder verschwinden. Mit ausreichender Unterstützung können Betroffene ihr Studium fortsetzen und abschließen.

Die Beauftragte für behinderte und chronisch kranke Studierende berät zur Organisation des Studienalltags und zu Unterstützungsmöglichkeiten an der HTW Berlin oder durch das StudierendenWERK Berlin.

Die Psychologische Beratung der HTW bietet Unterstützung bei Krisen im Studium.

Mögliche unterstützende Maßnahmen für Studierende mit psychischen Erkrankungen: Ein Überblick

Durch individuelle und bedarfsgerechte unterstützende und nachteilsausgleichende Maßnahmen kann Studierenden mit einer psychischen Erkrankung ein erfolgreicher Abschluss des Studiums ermöglicht werden.

Oft kann eine Kombination der im Folgenden genannten Maßnahmen sinnvoll sein.

Bei akuten Krisen sollte jedoch das Studium unterbrochen und gegebenenfalls ein Urlaubssemester eingelegt oder das Studium in Teilzeit fortgesetzt werden. Bitte lassen Sie sich dazu unbedingt vor Antragsstellung von der Beauftragten für behinderte und chronisch kranke Studierende beraten.

Häufig benötigen betroffene Studierende Unterstützung bei der Organisation des Studienalltags und bei der Wiederaufnahme des Studiums, beispielsweise nach einem Klinikaufenthalt.

Allgemeine Maßnahmen sind z.B.:

Bei einer diagnostizierten Angststörung kann beispielsweise eine Zeitverlängerung und die Möglichkeit zur Pause während Prüfungen, hilfreich sein, um Panikattacken zu bewältigen

Depressive Erkrankungen sind durch eine dauerhaft gedrückte und niedergeschlagene Stimmung gekennzeichnet. Betroffene leiden unter Interessenverlust und Freudlosigkeit, Antriebsmangel und schneller Ermüdbarkeit. Betroffene Studierende benötigen Unterstützung bei der Studienorganisation, wie z.B. der Belegung, im Teilzeitstudium, der Beurlaubung oder dem Wiedereinstieg nach einer Studienunterbrechung.

Eine Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurologisch bedingte Erkrankung mit Kernsymptomen, wie Unaufmerksamkeit (Abschweifen, Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme), Hyperaktivität (Gedankenrasen, körperliche Unruhe), Impulsivität (erst handeln, dann denken), Stimmungsschwankungen, Stressintoleranz (Überforderung im Alltag) und Desorganisation (Probleme mit Plänen und Terminen).

Nachteilsausgleiche und unterstützende Maßnahmen können hier u.a.   die Unterstützung bei der Studienorganisation, auch durch eine Studienassistenz, sein. Außerdem  sollte ein ruhiger, ablenkungsfreier Platz im Prüfungsraum gewährt werden.

In jedem Fall ist bei psychischen Erkrankungen eine sorgfältige Diagnose und gute ärztlich-therapeutische Betreuung unerlässlich.

Das gilt insbesondere bei Abhängigkeitserkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen.

Für die Beantragung eines Nachteilsausgleichs sind aussagekräftige ärztlich-therapeutische Bescheinigungen erforderlich. Der  zuständige Prüfungsausschuss  hat die Aufgabe festzustellen, ob ein Anspruch auf Nachteilsausgleich besteht, und sicherzustellen, dass die beantragten Nachteilsaus­gleiche im konkreten Fall erforderlich, geeignet und angemessen sind, um chancen­gleiche Prüfungsbedingungen zu realisieren.

Hier finden Sie alle wichtigen Informationen, Termine und Unterlagen zur Beantragung eines Nachteilsausgleichs.