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Wenn der Strom ausfällt, entscheidet Kommunikation – Berliner Forschungsteam startet Bürgerbefragung zu den Blackouts 2025/26

Berlin, 24. Juli 2026 – Nach den Berliner Stromausfällen im September 2025 und Januar 2026 untersucht das Forschungsprojekt KRIKO-BE, wie die Krisenkommunikation der Stadt verbessert werden kann. Dafür befragt das hochschulübergreifende Forschungsteam Betroffene in Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick zu ihren Erfahrungen. Die Online-Umfrage ist in sieben Sprachen bis zum 16. September 2026 verfügbar. Die Ergebnisse fließen in praxistaugliche, mehrsprachige Kommunikations- und Vorsorgeangebote für künftige Krisen ein.

Die Stromausfälle in Berlin im Januar 2026 und September 2025 haben gezeigt, wie entscheidend schnelle und verlässliche Kommunikation in der Krise ist. Hier setzt das vom Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF Berlin) geförderte Forschungsprojekt KRIKO-BE an: Ein Verbund aus vier Berliner Hochschulen (HTW, ASH, BHT, HWR) untersucht, wo die Krisenkommunikation der Stadt an ihre Grenzen stößt, und entwickelt gemeinsam mit Bezirksämtern, Feuerwehr und sozialen Einrichtungen Lösungen, die auch unter realen Bedingungen funktionieren.

Ausgangspunkt der Forschung sind die Erfahrungen der Berliner Bevölkerung selbst. Deshalb startet KRIKO-BE jetzt eine Online-Befragung zu den Stromausfällen und zur Krisenkommunikation in den Bezirken Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick. Wer von den Blackouts betroffen war, ist eingeladen, seine Erfahrungen zu teilen: Welche Kommunikationswege haben funktioniert, wo gab es Lücken, wer wurde nicht erreicht?

Die Umfrage ist in 7 Sprachen bis zum 16. September 2026 verfügbar unter: https://www.soscisurvey.de/kriko-be-umfrage-2026/

Aus den Ergebnissen entstehen unter anderem spielerische und lehrreiche Vorsorgeformate sowie ein KI-gestützter, mehrsprachiger Kommunikationskanal, der im Krisenfall auch ohne Smartphone oder Internet telefonisch erreichbar ist. Alle Bausteine fließen zudem in ein "Berlin Framework for Crisis Management" ein – einen Leitfaden für Bezirksämter und Akteure kritischer Infrastrukturen.

"Wie gut eine Stadt durch eine Krise kommt, entscheidet sich vor allem an der Kommunikation. Deshalb fragen wir die Berliner Bevölkerung direkt: Was hat bei den letzten Blackouts geholfen, und wo gab es Lücken?", sagt Projektleiterin Prof. Daniela Hensel von der HTW Berlin.
 

Über KRIKO-BE

KRIKO-BE (Krisenkommunikation und Governance in Berlin) ist ein Verbundprojekt der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin), der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin), der Berliner Hochschule für Technik (BHT) und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin), gefördert vom IFAF Berlin. Projektpartner sind unter anderem das Fraunhofer-Institut FOKUS, die Berliner Feuerwehr, die Bezirksämter Treptow-Köpenick, Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sowie der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin. Die Projektlaufzeit ist 01.02.2026 bis 31.12.2027. Mehr zum Projekt

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