Gemeinsame Richtlinien zur Überprüfung der ökologischen Nachhaligkeit von Software (GRÜNS)
Das zentrale Ziel des Vorhabens ist es, die Entwicklung einer DIN Norm zu initiieren und wissenschaftlich zu fundieren, indem zunächst relevante Inhalte erarbeitet und strukturiert aufbereitet werden. Darüber hinaus soll der Normungsprozess durch eine fachliche Begleitung unterstützt werden, auch wenn eine vollständige Implementierung innerhalb des Projektzeitraums nicht realisierbar ist. Während bereits Ansätze zur Messung von Energie- und Ressourcenverbräuchen existieren – etwa der ISO 5325 Software Carbon Intensity (SCI) Standard fehlt bisher jedoch an einem etablierten Score, der eine transparente und wissenschaftlich fundierte Einschätzung der Umweltauswirkungen von konkreten Softwareanwendungen ermöglicht.
Das Vorhaben wird in enger Zusammenarbeit mit dem DIN-Arbeitsausschusses für “Ressourceneffiziente Software und Green AI” unternommen, der voraussichtlich im Q2/2025 gegründet wird.
Im Rahmen unseres Vorhabens sollen die Bedürfnisse und Anforderungen der deutschen Wirtschaft und Softwareentwicklung systematisch erfasst und konsolidiert werden. Diese Erkenntnisse fließen dann in eine konkrete Normvorlage ein, die gezielt in die nachgelagerten Prozesse der derzeit laufenden ISO Open Consultation “ressourceneffiziente Software” eingebracht wird, um die deutsche Position in der internationalen Standardisierung zu stärken. Diese vernetzte Herangehensweise stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, sondern positioniert Deutschland auch als Vorreiter in der Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Standards im Bereich nachhaltiger digitaler Technologien. Der Nachhaltigkeits-Score soll erstmals eine praxisnahe und vergleichbare Einstufung der ökologischen Nachhaltigkeit von Software ermöglichen. Dies bietet Unternehmen eine verlässliche Entscheidungsgrundlage, um energie- und ressourceneffiziente Softwarepraktiken zu entwickeln und sich wettbewerbsfähig aufzustellen. Der Standard schafft Transparenz und Anreize, Nachhaltigkeit als strategisches Ziel in die Softwareentwicklung zu integrieren. Dafür bündeln wir wissenschaftliche, technische und organisatorische Kompetenzen, um folgende zentrale Aufgaben gezielt anzugehen:
- Erarbeitung einer gemeinsamen Definition auf Basis existierender Vorarbeiten
- Validierung und Synthese bestehender Messverfahren
- Entwicklung eines Software Nachhaltigkeits Scores
- Einbringung in die nationale und internationale Normung
Projektlaufzeit
Projektleitung
- Prof. Dr. Verena Majuntke(Projektleitung)
Mittelgeber
BMWK
Kooperationspartner
- Green Coding Solutions
- Gesellschaft für Informatik
Förderprogramme
WIPANO