Selbstlernphasen gestalten

Studentin sitzt zu Hause mit dem Laptop auf dem Sofa und arbeitet

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Selbstlernphasen sind ein Teil jedes Studiums. Sei es als Vor- oder Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, als Prüfungsvorbereitung oder in Form von Hausaufgaben. Die Studierenden lernen dabei sich den Lernstoff selbstständig und eigenverantwortlich anzueignen. Sie als Lehrende begleiten Ihre Studierenden in dieser Phase durch gezielte Aufgabenstellungen und Feedback. Zudem binden Sie Selbstlernphasen sinnvoll in Ihr Lehrkonzept ein und stimmen diese inhaltlich sowie methodisch mit Ihren Präsenzveranstaltungen ab.

Wie kann ich Selbstlernphasen in meiner Lehre einsetzen?

Die Dauer und Verteilung von Selbstlernphasen kann je nach Lehrkonzept und Rahmenbedingungen ganz unterschiedlich ausfallen. Mögliche Einsatzszenarien sind z. B.:

  • Hausaufgaben als Vor- oder Nachbereitung von Präsenzveranstaltungen.
  • Semesterbegleitende Aufgaben, die im Rahmen der Vorlesungszeit selbstständig erledigt werden müssen. Diese können auch durch Termine zur Zwischenbesprechung oder durch die Unterteilung in kleinere Unteraufgaben durch Sie als Lehrende unterstützt werden.
  • Alternativen zu Präsenzveranstaltungen, z. B. im Rahmen der an der HTW geltenden Möglichkeit 25% Ihrer Lehrveranstaltung als E-Learning anzubieten. Mehr Informationen finden Sie in den E-Learning-Grundsätzen der HTW. Hierbei eignen sich auch Lehrveranstaltungen im Blended-Learning-Format.
  • Selbstlernphasen als Element von hybriden Lehrveranstaltungen, die z. B. durch die Aufteilung in Gruppen synchrone sowie asynchrone Phasen beinhalten. Mehr dazu finden Sie auf unserer Website Hybride Lehrszenarien.
  • Die komplette Durchführung einer Veranstaltung als asynchrone Selbstlernphase, z. B. für Studierende die nicht vor Ort in Präsenz an Ihrer Veranstaltung teilnehmen können, aber dennoch die Möglichkeit erhalten sollen Ihre Veranstaltung erfolgreich abzuschließen.

Wie kann ich Selbstlernphasen lernförderlich gestalten?

Laut Definition sollen sich Studierende in Selbstlernphasen den Lernstoff zwar selbstständig und eigenverantwortlich aneignen, aber das klappt in der Realität leider eher selten. Oft leidet die Qualität und somit auch die Effektivität des Gelernten unter dem Lernverhalten der Studierenden. Damit sich diese Situation nicht negativ auf den studentischen Lernerfolg und die gesamte Lehrveranstaltung auswirkt, z. B. durch mangelnde Vorbereitung der Studierenden, sind Sie als Lehrende gefragt. Sie können zum Beispiel die Aufgaben der Studierenden - den Lernprozess zu initiieren, aufrecht zu erhalten und geeignete Lernstrategien anzuwenden - unterstützen. Schaffen Sie eine Lernumgebung mit konkreten Aufgabenstellungen, regelmäßigen Terminen, Feedbackangeboten und einer studierendenzentrierten Betreuung, um die Studierenden in der Steuerung ihres Lernprozesses zu entlasten und ihnen bestmöglich zu helfen die Lernziele zu erreichen. Lernen ist vor allem dann erfolgreich, wenn die Studierenden ihre eigenen Fortschritte wahrnehmen. Grundlage dafür ist oft, dass sie das Gelernte verstehen, im Gedächtnis behalten und auch anwenden können. Durch geeignete Lerntechniken, wie Übungstests, Wiederholungen oder vertiefende Fragestellungen, kann die Selbstlernphase unterstützt und die Motivation der Studierenden gesteigert werden.

Wie kann ich als Lehrperson Selbstlernphasen optimal unterstützen?

Da Selbstlernphasen ein Teil Ihrer Lehrveranstaltung sind, sollten Sie bei der Planung die gesetzten Lernziele und die dafür notwendigen Methoden und Tools in den Fokus nehmen. Überlegen Sie sich, welche Themen für die Selbstlernphasen geeignet sind. Das kann z. B. eher Grundlagenwissen sein, welches sich die Studierenden selbstständig erarbeiten sollen. Planen Sie anschließend die Lernaktivitäten, die lernförderlich bei der Aneignung des Lernstoffs wirken. Denken Sie dabei die folgenden Unterstützungsmöglichkeiten mit:

Unterstützung durch konkrete Aufgabenstellungen
Unterstützung durch Zeitplanung und Transparenz
Unterstützung durch Rückmeldungen und Feedback