KI an Hochschulen: KI-Experte Erik Rodner war zu Gast im Wissenschaftsausschuss
19. Januar 2026 – HTW-Professor Erik Rodner war am 12. Januar 2026 zu Gast im Berliner Wissenschaftsausschuss zu Künstlicher Intelligenz in der Wissenschaft. Dabei ging es um Chancen und Risiken des Einsatzes und die Auswirkungen auf Forschung, Lehre und Prüfungen an Hochschulen. Fragen waren zum Beispiel: Sind Hausarbeiten als Prüfungsleistung überholt? Welche Leitlinien gibt es bereits an Hochschulen? Welche Initiativen gibt es zum verantwortungsvollen Einsatz von KI?
KI ist flächendeckend präsent an Hochschulen. „ChatGPT wurde Ende 2022 veröffentlicht. Das liegt schon mehr als 3 Jahre zurück, und für mein Gebiet sind dies Jahrzehnte. Die Diskussionen über die Chancen und Risiken von KI gleicht daher ein Stück weit der Debatte über den Taschenrechner, während dieser längst überall auf den Tischen liegt und selbstverständlich genutzt wird“, erläutert Prof. Dr. Erik Rodner in seinem Statement im Wissenschaftsausschuss.
Als Brücke zu einer barriereärmeren Bildung biete KI durchaus Chancen, wie KI-basierte Übersetzungen, die den Zugang zu Lehrmaterialien erleichtern, Nicht-Muttersprachler unterstützen und zur Inklusion beitragen. Auch personalisiertes Lernen mittels KI sei für viele Studierende bereits absoluter Standard.
Leitlinien und Initiativen für den verantwortungsvollen Einsatz von KI
Um Chancen zu nutzen und Risiken zu begegnen, gibt es an vielen Hochschulen bereits Handreichungen zur Nutzung von KI. Auch der Wissenschaftsrat arbeitet an einer Leitlinie zu KI an Hochschulen. An der HTW Berlin hat das LSC umfangreiche Informationen zu KI in Lehre und Prüfungen zusammengestellt. Es bietet zudem einen KI-Stammtisch und Fortbildungen für Lehrende.
„Ein konkretes Beispiel aus der Praxis sind Initiativen wie die KI Werkstatt bei uns an der HTW, die das Ziel verfolgen, gemeinsame technische Grundlagen und faire Ausgangsbedingungen für alle zu schaffen, für Studierende, Forschende als auch für Unternehmen. Solche Projekte bieten unproblematische Lösungen, können aber aufgrund der aktuellen Haushaltslage nicht verstetigt werden. Es geht also nicht um mehr oder weniger KI im Einsatz, das ist schon längst geschehen, sondern um unterstützende Rahmenbedingungen, um frühe und breite KI Grundbildung und um pragmatische Politik, die Zugang und Begleitung sicherstellt“, so Prof. Dr. Erik Rodner.
Über die KI-Werkstatt der HTW Berlin
Die KI-Werkstatt der HTW Berlin bringt KI konkret in den Alltag – sie adressiert dabei Studierende, Forschung und Unternehmen gleichermaßen und realisiert vielfältige KI-Projekte: neue Lehrformate, anwendungsorientierte Prototypen, interdisziplinäre Forschungsvorhaben und strategische Unternehmenskooperationen. Gestartet als Pilotprojekt, ist die Entwicklung zu einer dauerhaften Infrastruktur für Forschung, Lehre und Transfer wünschenswert.
