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Studiengänge Konservierung/Restaurierung: Transformationsprozess startet

18. Dezember 2025 – Der Fachbereichsrat Gestaltung und Kultur der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) hat in seiner Sitzung am 17.12.2025 die Einrichtung einer Arbeitsgruppe Kulturgut beschlossen. Ziel ist die deutschlandweite Sicherung des Fachgebiets Konservierung und Restaurierung. In den derzeit bestehenden Bachelorstudiengang sollen ab Oktober 2026 keine neuen Studienanfänger*innen mehr aufgenommen werden.

Die Gremien der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin diskutieren derzeit, in welchen Studiengängen Studienplätze reduziert werden müssen. Hintergrund sind die massiven Kürzungen des Landes Berlin bei den Hochschulen. Um den Fortbestand der HTW Berlin zu sichern, hat die Hochschulleitung alle Fachbereiche beauftragt, bis Ende des Jahres 2025 anteilig Kürzungen beim Studienplatzangebot und den dazugehörigen Personalstellen zu beschließen. Im Fokus stehen dabei nicht ausgelastete Studiengänge.

"Ich bedaure sehr, dass wir als eine der wenigen wachsenden Hochschulen dieses Landes gezwungen werden, über den Abbau von Studienplätzen und sogar das Auslaufen einzelner Fächer zu diskutieren. Innerhalb unserer Hochschule ist mir die faire und transparente Verteilung nach objektiven Kriterien ein Anliegen. Alle fünf Fachbereiche der HTW Berlin müssen massive Kürzungen in ihren Studiengängen vornehmen und sind daher gerade in Entscheidungsprozessen. Ich danke dem Fachbereich Gestaltung und Kultur für die konstruktive und zukunftsgerichtete Gestaltung des Transformationsprozesses der Studiengänge Konservierung/Restaurierung", sagt HTW-Präsidentin Prof. Dr. Annabella Rauscher-Scheibe.

Arbeitsgruppe zur Sicherung des Fachgebiets Konservierung & Restaurierung

Der Fachbereich Gestaltung und Kultur bietet derzeit 15 Bachelor- und Masterstudiengänge in Design und Kultur an. Vor dem Hintergrund der massiven Sparzwänge hat der Fachbereichsrat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, einen Transformationsprozess der Studiengänge Konservierung/Restaurierung anzustoßen. Eine Arbeitsgruppe Kulturgut mit internen und externen Expert*innen und Stakeholder*innen soll sich im Januar konstituieren und bis November 2026 einen Plan erarbeiten, wie das Fachgebiet in der Metropolregion Berlin-Brandenburg und deutschlandweit gesichert werden kann. Dabei werden Optionen ausgelotet wie die Ansiedlung der Studiengänge an anderen geeigneten Hochschulen oder Institutionen, Kooperationen mit Ämtern, Museen, Depots und Instituten und die Entwicklung dualer Studienmodelle in Kooperation mit Firmen und Einrichtungen, die Bedarf an entsprechenden Fachkräften haben.

Derzeitige Studiengänge sollen auslaufen – Prozess dauert bis in die 2030er Jahre

Der Fachbereich beabsichtigt, im derzeitigen Bachelor-Studiengang Konservierung, Restaurierung und Grabungstechnik ab Oktober 2026 keine neuen Studienanfänger*innen mehr aufzunehmen. Im Master-Studiengang sollen erst ab April 2030 keine neuen Erstsemester mehr aufgenommen werden. Der Fachbereich stellt dazu einen Antrag an den Akademischen Senat der Hochschule, der im neuen Jahr darüber beschließen wird. Im Anschluss daran ist noch die Zustimmung der Senatsverwaltung erforderlich.

Garantien für aktuell Studierende und Beschäftigte

Der Fachbereichsrat hat zudem umfassende Rahmenbedingungen für den Transformationsprozess beschlossen. Alle aktuell eingeschriebenen Studierenden werden ihr Studium plangemäß abschließen können. Die getroffenen Beschlüsse sehen neben der Sicherung der Qualität des Studienangebots für die aktuell Studierenden auch Sicherheitsgarantien für die Beschäftigten vor: Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der Transformation der Studiengänge Konservierung/Restaurierung sind ausgeschlossen.