Lehrende mit Kind

Die HTW versteht sich als familienfreundliche Hochschule und möchte es ihren Angehörigen erleichtern, Arbeit und familiäre Verpflichtungen in Einklang zu bringen. Professorinnen und professoren sowie Lehrende, die Eltern sind oder werden, stehen vor besonderen Herausforderungen. Hier sind die Antworten auf die häufigsten Fragen.

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Bis wann besteht die Lehrverpflichtung?

Die Lehrverpflichtung wird in dem jeweiligen Fachbereich organisiert. Die Lehrverpflichtung gilt prinzipiell bis zum Beginn des Mutterschutzes oder der Elternzeit. Fallen Mutterschutz oder Elternzeit ins Semester, lehren Sie bis dahin wie in jedem anderen Semester auch. Sobald Mutterschutz oder Elternzeit beginnen, lehren Sie nicht mehr und müssen auch nicht vor- oder nacharbeiten. Selbstverständlich steht es Ihnen frei, in Absprache mit der Lehreinsatzplanung Veranstaltungen zu blocken oder Prüfungsleistungen vor Ihrer Abwesenheit abzunehmen.

Welche Prüfungsleistungen kann ich vorverlegen?

Sie können modulbegleitend zu prüfende Studienleistungen in der Vorlesungszeit abnehmen, also so legen, wie es Ihnen beliebt. Dies gilt beispielsweise für Referate, Hausarbeiten, Protokolle und Präsentationen. Klausuren und mündliche Prüfungen müssen jedoch in den Prüfungszeiträumen stattfinden und können nicht vorverlegt werden. Genaue Informationen zu Modulprüfungen finden Sie in den §§ 9 bis 13 der Rahmenstudien- und –prüfungsordnung. Ob modulbegleitend geprüft werden darf, ist in den Modulordnungen des jeweiligen Studienganges geregelt.

Wann gilt der Mutterschutz?

Damit die HTW ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen kann, sind die Schwangerschaft und der errechnete mutmaßliche Entbindungstermin der zuständigen Sachbearbeiterin, sobald der Zustand bekannt ist, mit einer Kopie des Mutterpasses bzw. durch das Zeugnis einer Ärztin oder eines Arztes oder Hebamme mitzuteilen (§6 MuSchuVO). Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor der Geburt bzw. vor dem errechneten Geburtstermin. Nach der Entbindung darf die Mutter bis zum Ablauf von acht Wochen nicht beschäftigt werden (bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist auf zwölf Wochen), es sei denn, sie erklärt sich ausdrücklich zur Dienstleistung bereit.  Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Die Geburt ist der zuständigen Sachbearbeiterin zeitnah unter Vorlage der Geburtsurkunde des Kindes anzuzeigen, damit der Zeitpunkt der Beendigung der Schutzfrist festgesetzt werden kann. Sowohl vor als auch nach der Geburt erhalten Sie individuelle Schreiben von Ihrer Personalverwaltung mit weiterführenden Informationen.

Wie ist die Elternzeit geregelt?

Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz gewährt Müttern und Vätern bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres ihres Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit. Elternzeit kann von beiden Elternteilen direkt nach der Geburt oder später genommen werden von einem Monat bis zu maximal drei Jahren Dauer. Beide Elternteile werden hierbei separat betrachtet, also beide Elternteile können ganz oder zeitweise zusammen in Elternzeit gehen. Voraussetzungen für den Rechtsanspruch sind, dass die Eltern das Kind selbst erziehen und betreuen und mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben. Des Weiteren muss der Wohnsitz beziehungsweise der gewöhnliche Aufenthaltsort der Eltern in der Bundesrepublik Deutschland sein. Auf Antrag ist eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit bis zu 30 Wochenstunden (75%) zu bewilligen, sofern zwingende, dienstliche Gründe nicht entgegenstehen.

Wer Elternzeit beanspruchen will, muss diese rechtzeitig vor Beginn schriftlich gegenüber der  Dienstgeberin verbindlich erklären und angeben, für welche Zeiten innerhalb von zwei Jahren Elternzeit genommen werden soll. Mütter können Elternzeit erst im Anschluss an die Mutterschutzfrist nehmen, Väter bereits unmittelbar nach Geburt des Kindes. Soll die Elternzeit unmittelbar nach der Mutterschutzfrist in Anspruch genommen werden, ist das Elternzeitverlangen spätestens sieben Wochen vor Ablauf der Mutterschutzfrist zu stellen, also in der ersten Woche nach dem tatsächlichen Geburtstermin. Elternzeitanträge richten Sie bitte an Ihre zuständige Sachbearbeiterin (Frau Taubert für die Fachbereiche 1, 2 und 5 bzw. Frau Neumann  für die Fachbereiche 3 und 4).

Wer kümmert sich um die Vertretung?

Vertretungen für Mutterschutz und Elternzeit werden von den Fachbereichen organisiert. Informieren Sie bitte frühzeitig die Lehreinsatzplanung Ihres Fachbereichs und die Modulbeauftragten der Fächer, die Sie lehren, über die voraussichtlichen Zeiträume von Mutterschutz und Elternzeit und ob Sie während Ihrer Elternzeit in Teilzeit arbeiten wollen. Für beide ist wichtig zu wissen, welche Aufgaben Sie bis wann übergeben und ob Sie Lehrveranstaltungen und Prüfungen vorverlegen möchten.

Wer vertritt mich?

In der Regel werden Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrbeauftragte Ihre Lehrverpflichtung übernehmen. Gerne können Sie die Lehreinsatzplanung darüber informieren, wer Sie vertreten kann.

Wie beantrage ich Kindergeld?

Beamtinnen und Beamte der HTW Berlin beantragen die Zahlung des Kindergeldes bei der Familienkasse der HTW Berlin (Ausnahme, wenn die oder der Kindergeldberechtigte Angehörige(r) eines anderen Mitgliedsstaates der EU, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder von Serbien, Montenegro, Bosnien, Herzegowina, Marokko, Tunesien, Algerien, des Kosovo, der Schweiz oder Türkei ist oder ein nachrangiger Berechtigter, wie Ehepartner oder andere Elternteil).

Die monatliche Zahlung des Kindergeldes erfolgt mit der Bezügezahlung der oder des Kindergeldberechtigten. Die entsprechenden Antragsformulare zur Beantragung des Kindergeldes erhalten Sie in der Personalverwaltung bei Frau Taubert, der zuständigen Sachbearbeiterin - Familienkasse für Professorinnen und Professoren. Dem Kindergeldantrag ist unbedingt eine Geburtsurkunde des Kindes beizufügen.

Was passiert mit den Leistungsbezügen nach der Elternzeit?

An der HTW Berlin behalten Lehrende die bisher gewährte Leistungszulage nach Mutterschutz und Elternzeit.

Mutterschutz und Elternzeit – Verlängert sich mein Dienstverhältnis um diese Zeiten?

Dienstverhältnisse auf Zeit und befristete Arbeitsverhältnisse von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen können u.a. aufgrund von in Anspruch genommener Elternzeit oder Beschäftigungsverbot aufgrund von Mutterschutz auf Antrag, in dem Umfang, in dem eine Erwerbstätigkeit jeweils nicht erfolgt ist, verlängert werden, sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen (§ 95 BerlHG).

Kann ich einen Lehrauftrag annehmen, während ich in Elternzeit bin?

Sie können während der Elternzeit Lehraufträge annehmen. Sofern Sie für Ihr Kind noch keinen Kitaplatz haben, können Sie für die Lehrveranstaltungszeiten inklusive Vor- und Nachbereitung eine flexible Kinderbetreuung in Anspruch nehmen. Die Betreuung erfolgt durch die Kooperationspartnerin „Die Kinderwelt GmbH“ und kann bis zu vier Stunden am Stück und maximal acht Stunden pro Woche erfolgen. Wenden Sie sich dazu bitte an das Familienbüro. Das Einkommen aus dem Lehrauftrag wird auf das Elterngeld angerechnet.

Muss ich Kurse auch spät am Nachmittag oder am Abend anbieten?

Professorinnen, Professoren und Lehrbeauftragte mit familiären Verpflichtungen können sich bei der jeweiligen Lehreinsatzplanung melden, um bevorzugte Kurszeiten zu bekommen.

Was muss ich machen, wenn mein Kind krank wird?

Bei Erkrankung Ihres Kindes, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, ist hierfür in der Personalverwaltung die ärztliche Bescheinigung im Original einzureichen. Für Beamtinnen und Beamte trifft § 1 Abs. 1 Nr. 4 Buchstabe b) der Sonderurlaubsverordnung zu. Ihnen wird bis zu 4 Arbeitstage im Kalenderjahr Sonderurlaub unter Fortzahlung der Dienstbezüge gewährt.