Weiterbildungskurse Rapid Prototyping (Rapid Prototyping)

Mit diesem Projekt wurde eine Weiterbildungsmaßnahme durchgeführt, durch die Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler die Möglichkeit erhielten, moderne simulationsunterstützte Methoden der Schaltungsentwicklung mit FPGAs (Field Programmable Gate Array) zu erlernen.

Ein FPGA ist ein konfigurierbarer digitaler integrierter Schaltkreis, dessen Funktionsweise durch eine Art Programmierung festgelegt wird. Mit FPGAs sind kompakte anwenderspezifische Schaltungen in geringen Stückzahlen möglich. Sie stellen eine preiswerte Alternative zur teureren Auftragsfertigung durch Halbleiterhersteller dar.

Die Weiterbildungsmaßnahme umfasste die Vermittlung aller Schritte von der Systemsimulation bis zum Aufbau eines Prototyps in Kursen. Die Besonderheit lag dabei im Einsatz neuer Software-Methoden, die direkt aus der Systemsimulationsumgebung die Prototypen-Erstellung mit einem FPGA ermöglichen. Unternehmen, die in ihren Produkten Digital-Elektronik verwenden, erlaubt dies eine entscheidende Verkürzung der Entwicklungszeit.

Mit diesem Weiterbildungsprojekt wurde nicht nur Beschäftigten in KMU, sondern auch dem Kreis engagierter Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht sind, ein Einstieg in ein interessantes und zukunftsorientiertes Arbeitsfeld gegeben und eine Höherqualifizierung bereits einschlägig Beschäftigter erreicht. Die geförderten Fähigkeiten sind überall dort gefragt, wo technische Unterstützung bei der Umsetzung einer Aufgabenstellung in eine digitale Elektronik erforderlich ist und wo digital-elektronische Schaltungen entwickelt werden.

Der VDE und der VDI weisen bereits seit Jahren auf den Fachkräftemangel der elektrotechnischen Industrie hin. Besonders gefragt sind danach Fachkräfte mit Kenntnissen in der Handhabung moderner Technologien.

FPGAs werden mittlerweile in allen Bereichen der Digitaltechnik eingesetzt. Sie bieten besondere Vorteile, wenn eine mehrfache Rekonfiguration des Bausteins wichtig ist, z.B. um Änderungen und Verbesserungen vorzunehmen, ohne dabei die Hardware in Form von elektronischen Bauelementen ändern zu müssen.

Projektlaufzeit

1.1.2008 - 31.12.2008

Projektleitung

  • Prof. Dr.-Ing. Horst Schwetlick

Mittelgeber

Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Förderprogramme

ESF Europäischer Sozialfonds