Ausstellungsprojekt Berlinmacher - Statements von 700 Berlinern

Anlässlich des Jubiläums „775 Jahre Berlin“ bereitete die Stiftung Stadtmuseum Berlin eine Sonderausstellung „Berlinmacher – 775 Portraits – ein Netzwerk“ vor. Die Ausstellung wird vom 18. April bis 28. Oktober 2012 im Ephraimpalais präsentiert. Darin werden 75 Lebensbildern historischer Persönlichkeiten Berlins 700 Kurzporträts von heutigen Berlinern zur Seite gestellt. 775 Portraits – für jedes Jahr ein Berliner.
42 Studierende des Studiengangs Museumskunde der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin sammelten in einer Befragungsaktion die für die Ausstellung notwendigen Angaben der 700 Personen und werteten diese aus. Studierende des Masterstudiengangs Museumsmanagement und -kommunikation“ entwickelten Konzepte für Teile der Ausstellung sowie für das Begleitprogramm.

Das Projekt war eingebunden in eine Aufgabe innerhalb eines Seminars über Besucherforschung (B16) und eines Seminars über Zielgruppenspezifische Angebote von Museen (M13).
Übergeordnetes Ziel des Projektes war es, 700 Berlinerinnen und Berliner für die Ausstellung zu gewinnen, die bereit der Ausstellung ihr Gesicht zu geben. Die Masse der Befragten sollte die Vielfalt und zugleich Individualität der heutigen Berliner zum Ausdruck bringen. Sie machen Berlin nicht bekannt, aber sie machen Berlin aus.

Für die Studierenden bestanden Lernziele unter anderem darin, über die Arbeit an diesem Projekt …

  • Erfahrungen bei der Kontaktaufnahme mit Probanden bei einer Befragung zu sammeln
  • sich erfolgversprechende Strategien bei der Akquise von Teilnehmenden an der Befragung zu erarbeiten
  • an einem Teilbereich eines Ausstellungsprojekts mitzuwirken, von dem sie individuell als auch als Gruppe/Studiengang profitieren können.
Aufgrund ihres Engagements erreichten die Studierenden das Ziel, 700 Berliner für eine Beteiligung an der Ausstellung zu überzeugen!
Von den 700 Berlinern, die das Ausstellungsprojekt unterstützten, stimmten 564 Personen (81%) auch der Anfertigung und Verwendung eines Portraits zu. 386 Berliner gaben auch ihre E-Mail Adresse an, so dass Sie zum Begleitprogramm der Sonderausstellung eine Einladung zugeschickt bekommen konnten.
In 76 von 95 Stadtteilen ließen sich Unterstützende aus der Bevölkerung finden. Die Stadtteile, aus denen die meisten Teilnehmenden kamen waren Spandau, Mitte und Neukölln.
Die in den Statements der befragten Berliner besonders häufig genannten Aspekte sind die Freiheit, die Vielfalt der Möglichkeiten sowie der kulturellen Angebote der Stadt.
Ein Gang durch die Ausstellung macht deutlich: Menschen in Berlin waren vielseitig und sie sind es heute noch. Sie identifizieren sich in unterschiedlichem Grad mit Berlin und schätzen es aus verschiedensten Gründen. Sie geben der Stadt ihr Gesicht und „machen Berlin“.

Projektlaufzeit

4.10.2011 - 28.10.2012

Projektleitung