Entwicklung der Grundlagen eines Blended Learning-Modells mit integrierter offener Multimedia-Datenbank zur Untersützung von KMU bei der Einführung von effizienten Organisationsstrukturen

Das genehmigte Forschungsvorhaben ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern hat den Charakter einer Vorstudie, um zu ermitteln, mit welchen Möglichkeiten die HTW Berlin unterstützend bei der Entwicklung von KMU tätig werden könnte, insbesondere durch die Bereitstellung von E-Learning-Tools. Ziel des Vorhabens ist die Schaffung einer virtuellen und realen Infrastruktur zur Unterstützung von KMU bei der Einführung von effizienten Organisationsstrukturen, insbesondere durch eine offene, webbasierte eLearning-Datenbank.

Für die Anforderungsaufnahme und –bewertung wurden kleine und mittelständische Unternehmen aus den Branchen Bauwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Energiedienstleistung und Unternehmensberatungen befragt sowie Firmen aus sonstigen Branchen. Insgesamt wurden 220 Unternehmen befragt, von den 14 geantwortet haben, dies entspricht einer Quote von 6,4 %.

Mit der vorliegenden Untersuchung kristallisierten sich insbesondere folgende Erkenntnisse heraus:

  • Eine Vielzahl von E-Learning Systemen wird bereits angeboten, auch von Fachhochschulen in Verbindung mit Bildungsträgern (IHK).
  • Die Entwicklung und Implementierung von eLearning-Systemen ist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden.
  • Die HTW Berlin verfügt über zu wenige Mitarbeiter und ein zu geringes Budget, um sich einer Konzeptentwicklung gewissenhaft widmen zu können. Viele der Mitarbeiter bei eLCC sind nur zeitlich befristet eingestellt. Nach deren Weggang geht viel Know how und bekannte Ansprechpartner verloren.
  • Eine stetige Aktualisierung der Informationen ist notwendig, da sich z.B. Softwareangebote, Normen, Produkte, Gesetzte etc. verändern.
  • Firmenspezifische Inhalte können nur in Kooperation mit den KMUs erarbeitet werden, benötigte Grundthemen, wie z.B. BWL, Recht, Maschinenbau werden bereits von etlichen Anbietern vertrieben.
  • Blended Learning setzt einen Tutor/ Trainer voraus, der die Informationen in Seminaren weiter vermittelt.
  • Stetige Bereitstellung eines IT- Kundendienstes.

Abschließend lässt sich feststellen, dass die alleinige Umsetzung eines Konzeptes für eine einzelne Hochschule aus den o.g. Aspekten eine große Herausforderung darstellt. Eine Kooperation mit einem Bildungsträger, wie z.B. der Industrie- und Handelskammer Berlin oder einer anderen Hochschule wäre sinnvoll. Hier können die erworbenen Kenntnisse der Hochschule mit denen eines Ausbildungsträgers kombiniert werden, um somit Synergien freizusetzen. Ferner könnte auch ein Pilotprojekt mit einer kleinen Anzahl an ausgewählten KMUs gestartet werden, die das Projekt von Beginn der Entwicklung bis zum Einsatz und zur letztendlichen Nutzung begleiten. Der gemeinsame Erfolg würde sich auch positiv auf die weitere Vermarktung auswirken und für mehr Akzeptanz unter den KMUs werben. Auch eine Kooperation mit Drittanbietern wäre denkbar.

Projektlaufzeit

1.4.2011 - 30.9.2011

Projektleitung