Analysewerkzeug zur Erstellung von Potenzialkatastern für Kleinwindanlagen auf Gebäuden (KWEA-Analysetool)

Ziel des Forschungsvorhabens war es, in Zusammenarbeit mit der tetraeder.solar GmbH ein Werkzeug zu entwickelt, mit dessen Hilfe eine Potenzialabschätzung zur Nutzung der Windenergie auf Gebäuden durch Kleinwindenergieanlagen ermöglicht wird. Das Werkzeug sollte auf Basis von 3D-Geländemodellen und Berechnungsverfahren der Windhöffigkeit, sowie unter Anwendung von Prüfalgorithmen, die genehmigungsrechtliche Zulässigkeit und die wirtschaftliche Eignung von Gebäudedächern zur Windenergienutzung ausweisen.

Es wurde festgestellt, dass der Aufwand für die Genehmigungsverfahren und die Feststellung der Standorteignung in Anbetracht der vergleichsweise geringen Investitionskosten einen großen Anteil ausmachen. Daher ist durch die Einführung eines Werkzeuges, welches im Rahmen dieses Vorhabens entwickelt werden sollte, mit einer erheblichen Erleichterung bei der Planung von Kleinwindkraftanlagen zu rechnen. So kann durch die Anwendung des Werkzeuges auf die Durchführung von zahlreichen Einzelmessungen (Schattenwurf, Reflexion, Schallemissionen) verzichtet werden. Ein besonderes Potenzial stellt die schalltechnische Bewertung von Dachstandorten in Bezug auf ihre Umgebungsbebauung dar. Bisher werden für die Beurteilung der Schallemissionen und die dadurch erforderlichen Mindestabstände zu Immissionsorten lediglich Freifeldmessungen herangezogen. Die tatsächlichen Immissionen können an Standorten mit komplexer Bebauungsgeometrie jedoch stark von den Ergebnissen der Freifeldmessungen abweichen. Der Einsatz von 3D-Gebäudemodellen in Kombination mit einer geeigneten Schallausbreitungsrechnung kann hier zu einer deutlichen Aufwertung der Qualität der Genehmigungsplanung führen.

Projektlaufzeit

1.5.2012 - 28.2.2014

Projektleitung

Projektmitarbeiter/innen

  • Jonathan Amme
  • Mathis Buddeke
  • Jacob Sorge

Kooperationspartner

  • tetraeder.solar GmbH

Mittelgeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Förderprogramme

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)