Entwicklung und Untersuchung eines partizipativen Ausstellungselements im Museum Europäischer Kulturen Berlin (MEK)

Das Museum Europäischer Kulturen (MEK) der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) arbeitet seit Jahren partizipativ in dem Sinne, dass in verschiedenen Ausstellungs- und Vermittlungsprojekten Teile des Museumspublikums die Inhalte mitbestimmen. Dieser aus museologischer Sicht spannende Sachverhalt wurde in dem Projekt am Beispiel der Ausstellungsintervention „Erfüllbare Träume? Italienerinnen in Berlin“ untersucht.
Vom 2.6.2015 bis 28.1.2017 präsentierte das MEK die Ausstellungsintervention „Erfüllbare Träume? Italienerinnen in Berlin“ in ihrer Dauerausstellung „Kulturkontakte. Leben in Europa“. Die Künstlerinnen von Retedonneberlino der Berliner Gruppe von Retedonne e.V bearbeiteten darin ihre eigene Mobilität innerhalb Europas, entwickelten zusammen mit dem MEK ein entsprechendes Ausstellungskonzept und stellten schließlich eigene kommentierte Objekte aus.
Die Studierenden des Studiengang Museumsmanagement und -kommunikation der HTW hatten die Aufgabe, diese in einem partizipativen Prozess entwickelten Ausstellungsteile durch ein partizipatives Element zu ergänzen, das sich in aktivierender Weise an die Besucher_innen richtete. Nach eingehender Recherche zu verschiedenen Partizipationsformen in Ausstellungen verfolgten die Studierenden die Idee, den Besucher_innen Fragen zu genau den Themen zu stellen, die auch zentrale Themen in der Intervention darstellen. Diese Fragen wurden in mehreren Testphasen evaluiert. Auf Basis der Ergebnisse realisierten die Studierenden mit dem Museum das ergänzende Ausstellungselement zur Besucher_innenpartizipation. Die Ergebnisse und die Nutzung dieser partizipativen Ausstellungselemente sind noch bis 08.01.2017 im Museum Europäischer Kulturen zu sehen. Eine rege Nutzung und eine längere Verweildauer ließen sich nachweisen.

Projektlaufzeit

6.4.2015 - 8.1.2017

Projektleitung

Kooperationspartner

  • Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin (MEK)