Cluster-Wohnungen für baulich und sozial anpassungsfähige Wohnkonzepte einer resilienten Stadtentwicklung (Cluster-Wohnen)

Durch den demografischen Wandel in Deutschland ist zurzeit in den urbanen Räumen ein erheblicher Wohnungsmangel zu verzeichnen. Dabei ändert sich das Wohnverhalten, in Zukunft wird der Anteil der kleinen Haushalte mit nur einer Person voraussichtlich weiter anwachsen. Um dieser Tendenz Rechnung zu tragen und insgesamt der erhöhten Nachfrage nach Wohnraum befriedigen zu können, müssen neue Wohnformen entwickelt werden. In den Empfehlungen der Baukostensenkungskommission werden für Innenstadtlagen Mikrowohnungen mit Gemeinschaftseinrichtungen empfohlen, um "markt- und mietengerecht Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Hierbei sollte ein späteres Zusammenlegen und/ oder Trennen von Wohneinheiten möglich sein".

Im Fokus dieses Antrages ist die Betrachtung von sog. Cluster-Wohnungen, eine Kreuzung zwischen WG und Kleinstwohnung. Das Forschungsvorhaben untersucht diese Wohnform als ein alternatives Angebot für städtisches Wohnen und für vielfältige Lebensmodelle, indem Qualitätsstandards definiert werden, die eine hohe soziale und ökonomische Passung dieser Wohnungen langfristig sichern sollen. Betrachtet werden u.a. Betriebsmodelle, Wirtschaftlichkeit, Gebäudestruktur, Ausstattung, Energieversorgung und Nutzungsarten. Als Ergebnis wird ein Handbuch mit Projektdarstellungen und Handlungsempfehlungen für die private und kommunale Wohnungswirtschaft wie auch für Baugruppen entworfen.

Als Grundlage werden Bewertungs- und Auswahlkriterien von europaweit betrachteten Projekten bestimmt, anschließend werden bis zu 25 Projekte dokumentarisch ausgewertet. Etwa fünf Wohnprojekte werden einer umfassenden quantitativ-qualitativen Fallstudienanalyse unterzogen.

Durch die Veröffentlichung des Ergebnisberichts auf den Internetseiten der Forschungsinitiative Zukunft Bau (www.forschungsinitiative.de) und des Fraunhofer IRB (www.baufachinformation.de) sowie mögliche weitere Publikationen und Präsentationen durch die Forscher werden die gewonnenen Erkenntnisse nach erfolgreichem Projektabschluss der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Projekt wird begleitet von einem sozialwissenschaftlichen Expertengremium.

Projektlaufzeit

1.4.2017 - 31.3.2019

Projektleitung

Projektmitarbeiter/innen

Kooperationspartner

  • FH Potsdam

Mittelgeber

BBSR Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung/ BMUB Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Förderprogramme

zukunftBAU