Der Mensch im Zentrum der Schöpfung: Eine juristische und philosophische Analyse der Frage, ob die Trennung zwischen Urheber und Werk im deutschen Urheberrecht aufgegeben werden kann.

Gegenstand des Forschungsprojektes war die Frage, ob die derzeit im deutschen Urheberrecht bestehende Trennung zwischen dem Schöpfer des Werkes (§ 7 UrhG) und dem Werk selber (§§ 1, 2 UrhG) aufgegeben werden kann. Dabei stand nicht eine generelle Änderung der gesetzlichen Systematik im Fokus, sondern es ging mir ausschließlich um Erscheinungsformen der modernen Kunst, in der die Künstlerinnen und Künstler sich selbst als Kunstwerke inszenieren. Das Urheberrechtsgesetz von 1965 regelt in § 7 UrhG, dass Urheber der Schöpfer des Werkes ist. Die durch den Schaffensakt entstehenden Berechtigungen werden sodann in den §§ 12 – 14 UrhG als sog. Urheberpersönlichkeitsrechte sowie in den §§ 15 ff. UrhG als Verwertungsrechte normiert. Obschon es anerkannt ist, dass die Persönlichkeit des Schöpfers unabhängig von der jeweiligen Werkkategorie untrennbar mit dem Werk verbunden ist, findet dennoch eine durchgehende Trennung zwischen dem Schöpfer und dem Werk statt. Die einzige Verbindung ist der Schaffensakt. Die Entwicklungen in der modernen Kunst erforderten indes eine Überprüfung, ob diese strikte Trennung zwischen dem Subjekt des Urhebers auf der einen Seite und dem Objekt des Werkstückes auf der anderen Seite überhaupt noch zeitgemäß ist.

Projektlaufzeit

1.10.2016 - 31.3.2017

Projektleitung