2. Regionalisierung in Europa - Problemlösungskompetenz europäischer Regionen

Ausgangspunkt der Untersuchung ist der demographische Wandel, der europäische Regionen unterschiedlich betrifft und sie vor unterschiedliche Herausforderungen stellt. Bisherige Erkenntnisse zu empirisch beobachtbaren Tendenzen der Dezentralisierung und der Regionalisierung in zahlreichen europäischen Staaten sowie "Erfolgsgeschichten" einiger großer europäischer Regionen deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit regionaler Politik bei der Bekämpfung der Probleme des demographischen Wandels von zahlreichen Faktoren abhängig ist, die bislang aber nur isoliert analysiert und enumerativ aufgelistet wurden, ohne dass sie in einen integrativen Wirkungszusammenhang gestellt wurden. Dabei fällt vor allem auf, dass es nur wenig Informationen über den Einfluss gibt, den das Handeln der Akteure in den und aus den Städten und Regionen auf die Gesamtentwicklung des jeweiligen Raumes hat.

Das allgemeine Ziel der Studie bestand darin, Erfolgsfaktoren für eine größere Wettbewerbsfähigkeit und Entwicklungsdynamik von Regionen zu benennen, zu gewichten und ihr Zustandekommen zu erklären.

Dabei wurde

  • die Handlungsfähigkeit und Problemlösungsfähigkeit europäischer Regionen vor dem Hintergrund europäischer und nationaler Rahmenbedingungen regionaler Autonomie analysiert, um daraus
  • Kriterien und Konzepte abzuleiten, mit denen in Abhängigkeit von institutionellen Rahmenbedingungen und regionalen Strategien die Effizienz und die Effektivität exogener und endogener regionaler Potentiale gesteigert werden können.

Es war geplant, zehn Regionen in fünf Ländern zu untersuchen - jeweils zwei Regionen in einem Land, wobei eine Region im Einzugsgebiet eines überregionalen Zentrums und die andere eher ländlich geprägt und nicht im Einzugsgebiet eines überregionalen Zentrums stehen sollte. Bei der Auswahl der Länder orientieren wir uns an folgenden Staats- und Verwaltungsstrukturen:
  • unitaristischer Staat auf der Basis der Ultra-Vires-Doktrin;
  • unitaristischer Staat auf der Basis wohlfahrtsstaatlicher, dezentraler Dienstleistungsproduktion;
  • unitaristischer Staat mit Regionalisierungstendenzen;
  • föderativer Staat;
  • "Transformationsstaat".

Projektlaufzeit

1.10.2005 - 31.12.2006

Projektleitung

  • Prof. Dr. Manfred Röber

Kooperationspartner

  • interpublic berlin Wegener & Wegener GbR (Dr. Alexander Wegener)

Mittelgeber

Bertelsmann-Stiftung